Am 8. Mai 2009 jährt sich zum 64. Mal der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus: „An diesem Tag gelang den Alliierten der Sieg über die deutsche Barbarei, das bedingungslose Durchhalten der Deutschen konnte gebrochen werden – dem millionenfachen Mord in den Konzentrations- und Zwangsarbeiterlagern wurde damit ein Ende gesetzt“ (Aus einem Aufruf der „Lea“). Verschiedene Gruppen, aus diversen Spektren, feiern den Tag der Befreiung am 08. Mai. Daher an dieser Stelle ein kleiner, unvollständiger Überblick:
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Archiv für April 2009
Am vergangenen Wochenende fand ein „Anarchistischer Kongress“ in Berlin statt. Eigentlich wollten die Organisator_innen in der „Technischen Universität“ tagen. Doch das Springer Blatt „Berliner Zeitung“ berichtete einige Tage vor dem Kongress. Die – anscheinend – nicht informierte Unileitung wurde von der Zeitung mit den „Fakten“ über die „Chaoten“ konfrontiert. Diese war „mit den Anarcho-Plänen“ nicht einverstanden. Am Abend erklärte eine Sprecherin:
„Die Veranstaltung wurde von dem Asta ohne unsere Genehmigung geplant. Wir werden versuchen, den Kongress zu unterbinden.“Und so geschah es auch. Die Organisator_innen mussten dem Druck der Zeitung weichen und suchten sich einen anderen Ort.
Hier könnte diese kleine Geschichte bereits an ihrem Ende angelangt sein. Doch der Kongress der Anarchist_innen endete in Selbstauflösung. Eine Gruppe namens „Fuck for Forest“ nutzte den Kongress als Werbe-Plattform. Im Rahmen eines Workshops, bei dem es um „Anarchie und Sex“ gehen sollte, zog sich der männliche Hauptdarsteller von „Fuck for Forest“ aus und die weiblichen Darstellerinnen zogen nach.
Die ganze Geschichte gibt es hier: KLICK!
„Jedenfalls muss klar sein, dass jeder, egal aus welchem Motiv das getragen wird, dass jeder der sich dann an dieser Fahne…“
Das vollstände Zitat gibt es im neuen Blog: KLICK!
Die „Bandbreite“, eine deutsche „Rap“ Combo aus dem Ruhrgebiet, ist an dieser Stelle des öfteren erwähnt worden. Ihre sexistischen und homophoben Texte, aber vor allem ihre Verschwörungstheorien, haben in der Vergangenheit des öfteren für Aufsehen gesorgt und der Band einen Artikel bei „Spiegel Online“ beschert.
Nun scheinen die Macher der Band entgültig dort angekommen zu sein, wo sie Kritiker_innen schon länger vermuteten. Am rechten Rand des verschwörungstheoretischen Milieus. Die „Bandbreite“ unterstützt seit neuestem eine obskure Wahlbewegung, die einen „Friedensvertrag für Deutschland“ einfordert.
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Becky und Torben sind zwei kleine Nachwuchs-Christen aus Castrup-Rauxel.
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Wer will es nicht: Ein gutes Leben. Doch linke Politik ist „oft auf das Große und Ganze ausgerichtet“. Das Buch „Das Gute Leben – linke Perspektiven für einen besseren Alltag“ untersucht die Möglichkeiten im Hier und Jetzt und möchte einen Beitrag dazu leisten, alles besser zu machen – „nicht individuell und privat, sondern kollektiv und politisch.“
Am 28. März 2009 gab es auf einer Demonstration in Frankfurt/Main deutlich hörbare Proteste vieler Teilnehmer_innen gegen den Auftritt des Vorsitzenden der Partei „Die Linke“, Oskar Lafontaine. Dieser Auftritt war bereits im Vorfeld umstritten, mehrere Gruppen des Vorbereitungsbündnisses hatten die Partei gebeten, einen anderen Sprecher oder eine andere Sprecherin zu nominieren. Doch die wollte auf den medienwirksamen Auftritt des Vorsitzenden nicht verzichten. So wurde die Rede durch Pfiffe und Eierwürfe gestört:
„Die Proteste bei der Rede von Oskar Lafontaine waren genau die richtige Antwort auf die (nicht nur) von ihm propagierte, nationalstaatliche Krisenlösung von „links“. Denn natürlich muss eine linke Bewegung möglichst breit und meinetwegen auch bunt sein, die erste Voraussetzung ist aber, dass sie wenigstens links ist“
hieß es in einer Presserklärung der „autonomen Antifa [f]“
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… was zusammen gehört. Über die „Bandbreite“ und deren Hetze gegen antideutsche und antinationale Linke wurde an dieser Stelle bereits des öfteren berichtet. Auch auf Jürgen Elsässer und dessen „Volksinitiative“ wurde bereits verwiesen. Nun berichtet Elsässer mit einiger Begeisterung über die „Bandbreite“. „Lebten wir in vernünftigen Zeiten“, beklagt sich Elsässer, würde die „Bandbreite (…) auf allen Wellen dudeln und uns mit easy sound und hartem Beat fit machen, körperlich und geistig.“ Besonders gefällt Elsässer der Song „Antideutscher“, in dem so genannte „Antideutsche“ und „Antinationale“ als „Faschos“ bezeichnet werden. Elsässer reklamiert bis heute, dass er 1990 den schönen Slogan „Nie wieder Deutschland“ erfunden habe. 2009 ist er selber ein selbsternannter Gegner der „Antideutschen“. Gegen diese würde die „Bandbreite“ helfen, die „die besten Traditionen der Sozialdemokratie“ vertreten würden. So zumindest Elsässer. Es wächst also zusammen, was zusammen gehört.
Außerdem behauptet Elsässer in seinem Blog, dass ein Mitglied der „Bandbreite“ bei einer Veranstaltung seiner „Volksinitiative“ „beim anschließenden Überfall zusammengeschlagen“ wurde und „blutüberströmt am Boden“ lag. Eine skurile Vorstellung: Die „beste Tradition der Sozialdemokratie“ am Boden. Zusammen mit dem Holocaustleugner Gerd Walther. Dieser wurde durch Antifaschist_innen zu Boden geschlagen. Das berichtete zumindest die „TAZ“.
Update 6.10.2009: Im Rahmen der Auseinandersetzung um einen Auftritt der „Bandbreite“ im „Club Voltaire“ war sich Elsässer nicht zu schade, Kritiker_innen der „Bandbreite“ als „angebliche ‚Linke‘“, die „in Wirklichkeit eine neue Form der SA“ darstellen würden, zu bezeichnen. In Leute wie mir sieht Elsässer eine Bedrohung der „Meinungsfreiheit“ (Screenshot).
Was macht eigentlich Altkanzler Helmut Kohl? Um den Politiker war es still geworden. Die Folgen eines schweren Sturzes vor mehr als einem Jahr. Nun will er wieder öffentlich auftreten. Er hat sich ein symbolträchtiges Datum ausgesucht. Am 08. Mai 2009 wird Kohl seinen ersten öffentlichen Auftritt absolvieren. Der 08. Mai ist aber auch der Jahrestag der militärischen Zerschlagung des Nationalsozialismus. An diesem Tag kapitulierte das „Deutsche Reich“ vor den Allierten, die damit dem systematischen Massenmord ein Ende setzten.
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