Eine Partei geht um in Europa und sorgt für Aufsehen und Verwirrung. Es handelt sich um die „Piratenpartei“, die nicht nur durch die Medienlandschaft geistert, sondern auch ein handfestes Problem hat: Die „Piraten“ wollen eine Partei für die Menschen sein und dabei setzten sie sich mit jenen in ein Piraten-Parteiboot, die ich nicht mit der Hand, sondern mit der geballten Faust begrüßen würde. Die Piraten sind für alle da: „Wir wollen allen Leuten, denen unsere Themen wirklich sehr, sehr wichtig sind, die Möglichkeit bieten sich zusammen zu tun, egal ob sie aus dem eher linken oder eher rechten Lager kommen“ nennt das der stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei.
Den ganzen Artikel gibt es im neuen Blog: KLICK!
25 Antworten auf „„Piraten“ ganz rechts.“
- 1 Pingback am 08. September 2009 um 11:34 Uhr
- 2 Pingback am 21. September 2009 um 10:21 Uhr
- 3 Pingback am 22. September 2009 um 11:56 Uhr
- 4 Pingback am 25. September 2009 um 11:26 Uhr
- 5 Pingback am 03. Oktober 2009 um 15:04 Uhr
- 6 Pingback am 13. September 2011 um 14:30 Uhr
@ „Who Ever“:
Falls du das Lesen solltest und die externen Links beachtest wird dir vielleicht klar, warum ich diesen Blog als wichtige Informationsquelle verwendet habe…
Schicker Artikel…
Ich bin auch nicht davon ausgegangen, dass du nicht weist, was in der Piratenpartei abgeht…gerade deswegen war ich ja so irritiert. Aber ich finde, dass der Blog eben nicht wirklich die Kritik transportiert, die du notwendigerweise formulierst.
Also wenn mensch sich nur mal den neusten Artikel ansieht, der so Formulierungen beinhaltet wie „Bundestagswahl soll geentert werden“, „Damit hat die Partei eine wichtige Hürde genommen.“ oder in einem anderen Artikel
„Die Piratenpartei Deutschland hat seit heute über 5 000 Mitglieder. Über vier Füntel der Mitglieder sind sein Anfang dieses Jahres (damals: etwa 850 Mitglieder) eingetreten. Über 70 Prozent sind seit den Europawahlen am 7. Juni 2009 eingetreten, das sind knapp 3 600 Neueintritte in anderthalb Monaten. Die Mtgliederzahl ist in dieser kurzen Zeit um das dreieinhalbfache gestiegen.“
…
Da kommt es mit eher so vor, als wenn die Verfasser_innen die Piratenpartei eigentlich ganz toll und auch unterstützenswert finden und auch noch ein bischen Kritik an ihr haben. Das finde ich halt schwierig. Sie sehen Probleme, kommen aber nicht zu dem, wie ich glaube notwendigen Schluss, zu dem du kommst.
Solidarisch, Who Ever
Aber ich kenne keinen anderen Blog, in dem dieses Thema aufgegriffen wurde, dafür aber ’ne Menge Menschen, die diese Partei wählen wollen/werden. Da finde ich einen Link, der sich kritisch mit den Piraten auseinandersetzt, durchaus angebracht.
Ich schliesze aus deinem Blog, dass du dich mit gewissen Themen einfach intensiv befasst und bis dato auf keinen Fall stümperhaft oder unvollständig in deiner Recherche+Konsequenz warst…
Deswegen bin ich einfach mal davon ausgegangen – wenn du das als anmaszend empfunden hast, tut es mir Leid.
Und ja, ich finde den Blog auch nicht wirklich „schlimm“, aber ich glaube halt, das einfach der erste Eindruck entscheidend ist. Die wenigsten Menschen werden sich einen Blog in Folge eines Links intensiv durchlesen sondern in aller erster Linie die ersten Artikel lesen…und aus diesen habe ich zitiert und auch meine Wahrnehmung.
Und ja, ich sehe es auf jeden Fall ein, dass Links nicht immer super „antideutsch“ sein müssen (ob das überhaupt ein Ziel ist, ist eine andere Kiste, die ich hier jetzt nicht aufmachen will)…
Ist ja aber auch dein Blog und damit deine Entscheidung – die ich auf jeden Fall nachvollziehen kann.
Mach weiter so, Who Ever
Der Artikel ist sehr verzerrend und lässt wichtige Fakten weg. So wussten die Piraten zunächst nicht, um wen es sich bei Thiesen handelt. Als es bekannt wurde, wurde er nach einiger Zeit der Debatte ausgeschlossen.
„Piratenpartei enthebt Bodo Thiesen seiner Ämter und startet Parteiausschlussverfahren“
http://www.piratenpartei.de/node/818/20933
Es hat für mich ein bischen den Anschein, als würden sich Nazis und dogmatische Linke gegenseitig die Bälle zuspielen, um verhasste politische Strömungen (alles, was libertär, freiheitlich oder einfach nur humanistisch wirkt) zu bekämpfen.
Könnnen die Medienexpert_innen der „Piraten“ etwa keine Suchmaschinen geschweige denn ihr eigenes Forum bedienen? Sie können. Und weil sie das können steht bereits seit Anfang 2006 im offiziellen Forum der Partei eine Kritik zu Thiesens Positionen. „Empörte Nutzer_innen des Forum kritisierten nicht Thiesen, sondern seine Kritiker_innen.“ So steht es unter anderem in diesem Artikel. Es sollte bis 2009 dauern bis Thiesen ernsthafter Gegenwind entgegenwehte. So doof sind die „Piraten“ nun auch nicht, dass sie nicht erkennen konnten, mit wem sie da in einem Piratenboot schipperten. Hättest du diesen Teil des Artikels ernsthaft gelesen, würdest du dass auch wissen und nicht so inhaltslose Behauptungen aufstellen, wie zum Beispiel:
Das sehe ich anders. Die Fakten die du benennst werden im Artikel durchaus genauer aufgegriffen.
Es ist also eine Verschwörung von Nazi-Kommunist_innen, die die Freiheit in Form der Piratenpartei zu bekämpfen. Willkommen in der wundervollen Welt der Verschwörungstheorien….
An den Demonstrationen in Dortmund gegen den Naziaufmarsch am 5. September haben Piraten aus der Umgebung teilgenommen und Flagge gezeigt. Ebenso waren wir auf den Gegenveranstaltungen in Hamm und Kamen einige Tage vorher vertreten.
Wer „Hemd“ sagt ist ein Nazi…Bruharhar!
Er hat „Hemd“ gesagt. Chleudert den Purchen zu Poden!
Ihr Hemden!
Das ist ja schön, richtig und gut. Aber das relativiert doch nicht die aktive Mitgliedschaft von Holocaustleugnern, National“bolschewist_innen“ und anderen Unsymphat_innen in der „Piratenpartei“! Solange sich die „Piraten“ dort nicht klar abgrenzen sind sie halt nach rechts-außen offen: Eine gefährliche Entwicklung!
Lieber Hemd als „Pirat“
…
ich hab vor einiger zeit mal über das soziale netzwerk studiVZ einige Leute aus der Piratenpartei auf das oben von dir genannte Problem angesprochen. Sie verwiesen mehrmals darauf, dass die Partei das totalitäre System usw ablehnen sich aber nciht direkt von Nazis distanzieren.
Meine anfrage damals bezog sich auch auf Söhnke Dorten und Lars Poppken. Die Essenz der Antwort war eigentlich nur, dass diese Menschen eine zweite Chance verdient hätten. Es wird sehr inkonsequent zugunsten von Mitgliederzahlen bzw Vergebung von Führungspositionen umgegangen. Großes Manko – unwählbar!!
die piraten müßten halt öffentlich bekunden, dass sie die „unterwanderungsversuche“ dahingehend aufarbeiten, wie das bei einer freiheitlich ausgerichteten partei denn passieren kann. ausserdem muß gesagt werden, wie diese aufarbeitung stattfinden soll, und dann muß sie auch geschehen. ergebnis wäre eine völlig überforderte gruppe weitgehend männlicher it-nerds, die sich dabei hoffentlich auflösen würden. meinungen wie „nationaler sozialismus ist doch auch sozial“ sind die eben nicht gewachsen. so leute kann man nicht in den bundestag wählen. abgesehen davon, dass nur männliche praten in den bundestag gewählt werden können kann man diesen spinnern aufgrund ihrer profillosigkeit die stimme einfach nicht anvertrauen. was ist bei fragen etwa wie homoehe, aussenpolitik, rente? da wählen die doch frei nach schnauze. eine offizielle bekundung zur enthaltung bei allem wovon it-nerds keine ahnung haben, gab es bisher jedenfalls nicht. die fischen einfach stimmen, alle demokratiemüden computernerds, alle unpolitischen und damit potentiell faschistischen charaktere (studien zum autoritären charakter) ziehen die. ein paar jobs für männer springen dabei raus, die dann nach der auflösung der partei in einem halben jahr evtl. als it-experten bei linkspartei, fdp oder npd landen. (abgesehen von tauss natürlich, obwohl der sich ja nur arbeit mit nach hause genommen hat…)
„Anderswo verglich er die Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents mit der industriellen Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden.“
Achso die Jüdinnen und Juden werden hier persönlich genannt aber, die Indianer werden inter dem Wort „Kolonialisierung“ versteckt?
Sicher gibt es Unterschiede auch in der Ausführung, die Indianer wurden nicht immer in Lager gesteckt sondern teilweise auch einfach überfallen und zerstückelt, den Frauen wurden die Schamlippen abgeschnitten, Kinder wurden Hände und Füße abgehackt etc. insgesamt ist das definitv keinen DEUT weniger grausaum, ob dieser Herr nun die NS-Zeit runterspielen will kann ich nicht sagen, ich tue es nicht, aber habt etwas mehr Achtung vor dem Indianer, nur weil sie vielleicht aus eurer Sicht ihr auch so politisch korrekten „Wilde“ waren musste man sie ja nicht fast ausrotten?!
Nebenbei hat sich die USA sämliches Land angeeignet und ständig Verträge gebrochen, hat sich also auch wie ein Schurkenstaat aufgeführt!
Die werden nicht versteckt. Sondern es wird der historische Vorgang benannt, bei dem Indianer_innen vertrieben, ermordet und in Reservate gesteckt wurden: Das war eine Kolonialisierung. Die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden ist ein vollkommen anderer Vorgang: Ein einzigartiges Verbrechen, dessen Singularität offenkundig erkennbar ist.
Genau das tust du aber. In dem du die Behauptung aufstellst, dass „auch einfach überfallen und zerstückelt“ wurde. Das ist zwar historisch richtig: Aber das ist nicht zu vergleichen mit der industriellen Vernichtung in Todesfabriken. Dir geht es doch nur darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen und zu sagen, dass die anderen ja auch irgendwie schlimm waren. Mir geht es darum, mit dem Finger auf dich zu zeigen und deine unverschämte, ahistorische und relativierende Gleichsetzung als das zu denunzieren was es ist: Ziemlich deutsch, ziemlich doof.
Hallo,
Wir sind einige aufgeklärte uralte Sesselpupser, die bei dem Pupsen von Antideutschen gerne aufgeschreckt werden und unseren Senf dazugeben. Das bringt zwar meistens nichts, aber wir sind so verbittert ob der Regression, welche die Gesellschaft befällt, dass wir unsere Klugheiten doch immer wieder gerne zum Besten geben. Unser Radar ausgeschlagen, als wir Juden und Verbrechen hörten.
Reflexion, du hast ein leichtes Problem, welches wir als Vergleichoritis diagnostizieren und dessen Auftreten im Zusammenhang mit Auschwitz zu stehen scheint.
Dann ist die Rede nämlich fortschreitend von einer sog. Unvergleichbarkeit der Tat mit allem anderen. Das ist schlichtweg falsch. Mit dem Verbot des Vergleiches nimmst du das Ergebnis des Vergleiches schon vorweg. Für dich steht nämlich fest, dass Auschwitz ganz unabhängig von allem nicht vergleichbar sei. Das ist aber falsch. Man kann Auschwitz sehr wohl mit allem möglichen vergleichen, mit Äpfeln z.B. oder eben auch mit der Massakrierung der IndinaerInnen im Verlauf der Kolonialisierung. Was dann bei diesem Vergleich rauskommt ist nämlich eine ganz andere Sache. Und normalerweise kommt bei raus, hmm stimmt war schon nicht dasselbe. Nur ist dadurch noch nichts gewonnen. Man hat weder etwas über Auschwitz aus gesagt, noch über die Kolonisierung. Dass das nicht dasselbe ist, sei dir geschenkt. Sind auch Pfeil und Kugel nicht, tun beide höllisch weh wenn sie einen treffen. Mit dem Laden von Auschwitz in die Kugelkammer des Diskurs ist dann sowieso nur eins gewonnen: Guckt mal, alles nicht so schlimm, denn: es gab Auschwitz. Und Auschwitz ist böse: weil es unvergleichbar ist. Klasse Sache.
Verehrung,
ein name wie von indymedia Redaktionskollektiv
Denn ihr meldet euch zu Wort, als ihr von Auschwitz hörtet, um denjenigen der dies Menschheitsverbrechen benannte ein „leichtes Problem“ zu unterstellen. Das zeigt das Problem ja irgendwie auf. Ihr polemisiert gegen die Unvergleichlichbarkeit des Menschheitsverbrechens: Das war nämlich nicht irgendein Verbrechen, dass neben irgendwelchen andere Verbrechen steht, sondern ein einzigartiges historisches Ereignis. Mensch kann doch (zum Beispiel) nicht ernsthaft Leute wie Höß oder Eichmann mit General Custer vergleichen. Und wenn mensch schon zu solch ahistorischen Methoden greift, muss mensch sich auch bewusst sein, dass damit das einzigartige Grauen der Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Frage gestellt werden kann. Nämlich spätestens dann wenn jemand Custer für die anrüchigere Person als Eichmann hält, weil Custer nicht am Schreibtisch saß…
Doch Leute wie ihr wollt ja gerne vergleichen um das zu tun, was schon lange – und eben nicht nur von euch – getan wird. Da wird dann fleißig verglichen, aufgerechnet, abgerechnet und umgerechnet um auzuzeigen, dass die Anderen ja irgendwie auch ganz böse waren.
Genau das ist auch die Forderung der extremen Rechten. Durch die Vergleiche wird Geschichte aus ihrem Kontext gerissen: Anders als ihr kommen die zu anderen Ergebnissen. Auschwitz finden die leckerer als einen Apfel. Mit diesem blödsinnigen Vergleich ist also gar nichts gewonnen; und in dem auf solche unzulänglichen Vergleiche zurückgegriffen wird wird die Einzigartigkeit des Holocausts oftmals in Frage gestellt. Angesichts der industriellen Vernichtung der Jüdinnen und Juden in den Gaskammern und Lagern verbieten sich solche Unverschämtheiten eigentlich; gerade für solche alten und „aufgeklärten“ Held_innen wie euch, die mir jungen und „antideutschen“ Blogger so anschaulichen Nachhilfeunterricht erteilen.
Ganz oft kommt da sogar raus: Das mit den Indianer_innen war irgendwie brutaler, wie es der Kommentar auf den ich antwortete sehr anschaulich beweist. Doch ihr springt für den Menschen, der die Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents mit der industriellen Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden verglich und zu dem Schluss kam das ersteres „definitv keinen DEUT weniger grausaum“ sei, in die Bresche. Mit einem emanzipatorischen Anspruch hat so etwas dann nichts mehr zu tun. Aber ich gönne euch die Kameradschaft mit dem Kommentator oder mit Bodo Thisen. Der äußert sich ja ähnlich und vergleicht – wie ihr – so wahnsinnig gerne, besonders wenn es um „Juden und Verbrechen“ geht. Vielleicht könnt ihr euch zwecks Vergleichsforschung zusammentun.
Wie war das mit Auschwitz? Waren das nicht Gaskammern? Zyklon B? Geliefert von der Degesch? Industrielle Vernichtung? Danach mit irgendwelchen Kugelbeispielen zu kommen finde ich ziemlich ekelhaft. Denn es handelt sich nun mal um etwas einzigartiges:
AdultistInnen sind wir nun schon, etwas einbilden tun wir uns auf unser Alter, Geschichte reißen wir aus ihrem Kontext und sind eigentlich schon KameradInnen der Nazis (oder solcher Leute, die halt irgendwie schon fast beinahe an der Grenze zum nahezu eigentlich schon Nazi sein sind). Warum? Weil der Verbrechensspezialist Reflexion uns das unterstellt!
Was er damit sagt: nichts. Was wir dagegen erwidern: Haha.
Aus deinem mit Perfektion vollzogenen Zirkelschluß Auschwitz ist böse, weil es unvergleichbar war, und dem ist jetzt nunmal so, wird man jedenfalls nicht schlau werter Reflexion.
Was stört dich eigentlich an Auschwitz? Dass da Juden umgekommen sind, dass das ein ganz und gar ungeheurliches Verbrechen (und was ist an Verbrechen eigentlich so schlimm?) war oder beides in der Supermixtur Verbrechen an Juden? Ehrliche Frage.
Es grüßt,
dein kritischstes kritisches KritikerInnenkollektiv von ein name wie von indymedia
P.S. Dass die IndianerInnen eine ganz bemerknswerte Bedrohung, ja glatt Ausrottungsgefahr für die KolonisatorInnen darstellten bevor angefangen wurde die zurückgeschlagen ist uns bis jetzt entgangen, aber dank Avi Primor, muss ja ein ganz phantastischer Typ sein, der richtig viel Ahnung von allem hat, wissen wir das nun.
Wenn das eure Form der Auseinandersetzung ist. Gut:
Ansonsten antworte ich auf eure komische Frage irgendwann später…
oh man,
Reflexion
das die Amis das ganze eher als Indianer“kriege“ begreifen und nicht als Genozid der es eigentlich war, ist ja allgemein bekannt, aber was ist deine Ausrede? Patriotismus oder doch einfach nur Dummheit?
Weder noch…