„Piraten“-Freund.

Um die in die Kritik geratenen „Piraten“ zu verteidigen war sich der „Verschwörungstheoretiker“ Jürgen Elsässer nicht zu schade, den rethorischen Säbel zu schwingen. Dabei ging so mancher Hieb daneben.
Elsässer echauffierte sich beispielsweise, dass auf einem Cover der „Konkret“ islamistische Fanatiker, im Rahmen eines Schwerpunkts („Naher Osten nach dem Krieg“) (!), abgebildet worden waren. Ein Interview der „Konkret“ mit Martin Sonnenborn, dem Vorsitzenden der Satire-Partei „Die Partei“, wäre „dem Mainstream“ dagegen im August 2009 „keinen Skandal Wert“ gewesen. Das bringt den ehemaligen „Konkret“ – Journalisten Elsässer zu seiner nächsten Theorie.
Gegenüber seiner ehemaligen Zeitung „Konkret“ sei die „Junge Freiheit recht zahm“ und „Piraten“ a la Popp die wahren „Antifaschisten“. Elsässer redet von jener „Jungen Freiheit“, in der Geschichtsrevisionisten wie Gerd Schultze-Rhonhof zur Feder greifen, um die alleinige Schuld des Nationalsozialismus am Ausbruch des II. Weltkriegs zu leugnen. Er spricht von jener „Jungen Freiheit“, die Nazis wie Udo Voigt, dem Bundesvorsitzenden der NPD, interviewte und der dort von Adolf Hitler schwärmte. Er spricht von eben jener „Jungen Freiheit“, deren rassistische Positionen sich genau gegen die Menschen richtet, die Elsässer angeblich verteidigen möchte. Dieser „Jungen Freiheit“ stellt Elsässer einen Persilschein aus um im gleichen Satz aus seinem Leben zu berichten.
Er schaut auf „fast zwei Jahrzehnte“ in „linken Redaktionen“ zurück und meint daher zu wissen, „wie verheerend diese Gehirnfäule gewütet hat und immer weiter wütet“. Aber schließt Elsässer nicht von sich auf andere? Ist es nicht vielmehr genau diese „Gehirnfäule“, die Elsässer dazu treibt wütende Texte gegen gute Monatszeitschriften wie die „Konkret“ zu verfassen? „Wütet“ etwas in ihm? Ich bin auf den nächsten Ausbruch gespannt.

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2 Antworten auf „„Piraten“-Freund.“


  1. 1 Entdinglichung 22. September 2009 um 12:17 Uhr

    irgendwie passt auch zu El­säs­ser das, was Nick Cohen zu Spiked! (in der BRD Novo) gesagt hat:

    „if you strip revolutionary defeatism of its revolutionary content, you have what modern editors and producers want: contrarianism, the willingness to fill space and generate controversy by saying the opposite of what everyone else is saying just because everyone else is saying it – an affectation most people get over around puberty.“

  2. 2 antideutsch 23. September 2009 um 20:19 Uhr

    „wie ver­hee­rend diese Ge­hirn­fäu­le ge­wü­tet hat und immer wei­ter wütet“

    fürdas nd und die jw trifft das zu!

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