„Bandbreite“ vs. Reflexion.

Mittlerweile hat auch die „Bandbreite“ bemerkt, dass ihre Lieder in diesem Blog, aber auch anderswo kritisiert werden. Nun meldet sich der Sänger der „Bandbreite“, Mar­cel „Wojna“ Wo­jna­ro­wicz (s. Foto), zu Wort um eine Kampagne gegen Kritiker_innen zu lancieren.
Die „Bandbreite“, die sowohl Verschwörungstheorien als auch Hetze gegen „Antideutsche“ und „Antinationale“ mit homophoben Thesen verbindet, will nämlich am kommenden Freitag im „Club Voltaire“ in Frankfurt auftreten. Geschehen soll dies im Rahmen eines Abends der Gruppe „Arbeiterfotografie“, die zusätzlich den bekennenden Israel-Hasser Elias Davidsson eingeladen hat. Davidsson vergleicht schon mal Hollywood mit dem Antisemitismus durch die NS-Propaganda, um zu dem Schluss zu kommen, dass dieser „Pro­pa­gan­da­ap­pa­rat“ durchaus „als be­schei­den be­trach­tet wer­den“ könne, „ver­gli­chen mit dem Aus­maß des heu­ti­gen Pro­pa­gan­da­ap­pa­ra­tes gegen den Islam, der ganze Erd­tei­le über­deckt und von Hol­ly­wood un­ter­stützt wird.“
Inbesondere der Auftritt der Bandbreite war auf Kritik verschiedener Gruppen und des bisherigen ersten Vorsitzenden des „Club Voltaire“, Andreas Waibel, gestoßen. Denn die „Bandbreite“ verbreitet „An­ti­se­mi­tis­mus, An­ti­ame­ri­ka­nis­mus, Ho­mo­pho­bie und NS-​Re­la­ti­vie­rung“. Das meinen zumindest einige Gruppen in einem kritischen Aufruf, in dem der „Club Voltaire“ aufgefordert wurde, die „Ent­schei­dung die Band bei euch auf­tre­ten zu las­sen zu über­den­ken und die ge­sam­te Ver­an­stal­tung ab­zu­sa­gen.“


Reflexion vs. „Bandbreite“

Nun hat also die „Bandbreite“ diesen Blog, in dem über diese Zusammenhänge berichtet wurde, entdeckt. In ihrem „Newsletter“ schreibt der Bandleader „Wojna“, dass „anonyme Kräfte“ den Auftritt der Band „verhindern“ wollen. Verwiesen wird dabei auf den „antideutschen Blog Reflexion“ und andere Kritiker_innen, denen unterstellt wird, dass sie mit „den immer gleichen schwachsinnigen Argumenten, die allesamt schon längst widerlegt sind“ vorgehen würden. Vielleicht geht die „Bandbreite“ deswegen auf keines der Argumente ein, mit denen die „Bandbreite“ völlig zu Recht kritisiert wird.
In jedem Fall richtet sich ein Haupteil der Kritik nicht gegen diesen „antideutschen Blog“, sondern gegen den wahrlich nicht anonym auftreten bisherigen ersten Vorsitzenden des „Club Voltaire“, Andreas Waibel, der sich kritisch über die „Band“ und die „Arbeiterfotografie“ geäußert hatte. Waibel „wettere gegen Antisemitismus“ und wolle „einem Semiten den Mund verbieten“ behauptet die „Band“. Die „Bandbreite“ will sich „von diesem Herrn nicht täuschen lassen“. Es sei „fraglich“, ob „Waibel als Mitglied der Partei DIE LINKE in Frankfurt am Main noch tragbar ist mit solchen Positionen“ verurteilt „Wojna“ in dem „Newsletter“.
Mit diesem „Newsletter“ versucht die „Bandbreite“ ihre Unterstützer_innen gegen ihre Kritiker_innen zu mobilisieren:

„Schreibt bitte an den Club Voltaire. Fragt nach, ob deren erster Vorsitzender noch tragbar ist! Fordert die Zustimmung des Clubs zu unserer Veranstaltung ein!“


Der plumpe Versuch einer Stimmungsmache…

In dem „Newsletter“ der „Bandbreite“ forciert „Wojna“ den plumpen Versuch einer Kampagne gegen Waibel und andere Kritiker_innen. Er bettelt er um die Hilfe seiner Unterstützer_innen. So schreibt „Wojna“:

„Ich fordere alle Antifaschisten dazu auf, sich an der Diskussion und vor allem an dem Auftritt am 09.10. zu beteiligen und dem Antisemitismus in Deutschland damit eine ganz klare Absage zu erteilen.“
Eine Absage an Antisemitismus durch Antifaschist_innen wäre nicht nur am 09.10.2009 wünschenswert, sondern überall dort wo es zu solchen und anderen Auftritten kommt. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob dieses realer Antifaschismus irgendwann einmal Wirklichkeit werden wird.
Einen ersten Erfolg weiß die „Bandbreite“ in jedem Fall zu verzeichnen. Laut „Merling.net“ ist der bisherige Vorsitzende des „Club Voltaire“, Andreas Waibel, wegen der „als antisemitisch anzusehenden Veranstaltung“ zurückgetreten.

Weitere Informationen und Artikel:

Infos zur „Bandbreite“ gibt es hier

Ein Aufruf verschiedener Gruppen aus Frankfurt ist hier dokumentiert.

Informationen zur „Arbeiterfotografie“ und zu Davidsson gibt es hier.

Eine Reaktion des bisherigen ersten Vorsitzenden des „Club Voltaire“ wurde hier dokumentiert.

Eine Stellungnahme zum Rücktritt gibt es hier zu lesen.


16 Antworten auf „„Bandbreite“ vs. Reflexion.“


  1. 1 antideutsch 06. Oktober 2009 um 18:45 Uhr

    elsässer bezeichnet euch und andere als „linke sa“

    hxxp://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/10/06/stoppt-die-linke-sa/

  2. 2 Administrator 06. Oktober 2009 um 19:09 Uhr

    Das verwundert mich, angesichts eines J.Elsässer nun wirklich nicht.

  3. 3 Administrator 06. Oktober 2009 um 19:12 Uhr
  4. 4 che 06. Oktober 2009 um 23:18 Uhr

    VS
    Wer hat denn nun Recht? Die offizielle oder die inoffizielle Theorie?
    Oder gab es am Ende gar keine Verschwörung?

  5. 5 Administrator 06. Oktober 2009 um 23:21 Uhr

    „Wer hat denn nun Recht? Die offizielle oder die inoffizielle Theorie?Oder gab es am Ende gar keine Verschwörung?“

    Was hat das mit dem Thema zu tun? Du sprichst in Rätseln…

  6. 6 Pro Zion NRW 10. Oktober 2009 um 2:57 Uhr
  1. 1 Linkdump, 6.10.09 « meta.blogsport Pingback am 06. Oktober 2009 um 15:24 Uhr
  2. 2 Arbeiterfotografie vs. Israel. « Reflexion Pingback am 06. Oktober 2009 um 17:02 Uhr
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