An dieser Stelle noch einige Texte über den Auftritt der „Bandbreite“ am 9. Oktober 2009. Raum der Feierei mit der verschwörungstheoretischen Band war der „Club Voltaire“, der es kurz vor dem Auftritt schaffte eine eigene Stellungnahme zu erstellen. Zur Freude der verschwörungstheoretischen und „antizionistischen“ Journaile (von Elsässer über Thomas Trueten bis zur „SteinbergRecherche“) wurde eine unsägliche Stellungnahme verfasst. Dort heißt es, dass aus „rational nicht nachvollziehbaren Gründen“ gegen die Veranstaltung der Gruppe „Arbeiterfotografie“ vorgegangen werden würde. Als Täter_innen indentifizierte Heiner Halberstadt, Mitglied des Vorstandes des „Club Voltaire“, eine „Reihe – vor allem jüngerer – Leute“, die sich „in Szene gesetzt“ hätten, um „Rufmord“ zu betreiben. Der „Club Voltaire“ hätte die Vorwürfe „geprüft“, dabei aber „keine Texte und Wertungen“ gefunden, „die die Angriffe gegen die Beschuldigten bestätigt oder gerechtfertigt hätten“. Stellt sich die Frage was dort „geprüft“ und gelesen wurde, denn Halberstadt geht auf keines der Argumente ein, mit denen „Bandbreite“ und „Arbeiterfotografie“ kritisiert wurden und werden. Zusätzlich hallizuniert Halberstedt von „Drohungen“, von denen sich der „Club Voltaire“ „nicht einzuschüchtern“ lasse.
Anders sah das der erste Vorsitzende Andreas Waibel, der als einziges Mitglied dieses Gremiums den Mindestanstand besaß und von seinem Posten zurücktrat, weil er sich „geschämt“ hätte, wenn er „zu dem (…) einfach geschwiegen hätte“. Nicht geschwiegen hat Thomas Trueten, der den Kritiker_innen unterstellte, dass sie „als 5. Kolonne der Kriegstreiber gemeinsame Sache mit der reaktionären und imperialistischen US Politik“ machen und damit „eine Querfront mit reaktionären Kräften“ betreiben würden (Screenshot). Dieser Beitrag gefällt dem „antii-mperialistischen“ Mob. Da ist es kein Wunder, dass er von zahlreichen anderen Blogs aus dem „anti-imperialistischen“ Spektrum gespiegelt (Screenshot) wurde. Er ist ein Beispiel für die Auseinandersetzung mit Kritiker_innen der Gruppe „Arbeiterfotografie“ und der „Bandbreite“. Er ist aber auch ein Beispiel für die politische Positionierungen rund um die Gruppe „Arbeiterfotografie“. Trueten lobt diese anti-emanzipatorische Zusammenrottung, deren Mitglied er ist. Die Gruppe „Arbeiterfotografie“ würde angeblich eine „kritische Auseinandersetzung mit der westlichen Kriegspropaganda gegen den Iran“ betreiben . Dabei hätte die Gruppe ein Zitat des Antisemiten und Holocaustleugners Ahmadinedschad überprüft und nachgewiesen, dass dieser „nie zur Vernichtung Israels aufgerufen hat“:
Weitere lesenswerte Texte:
Cosmoproletarian Solidarity: „Antifaschistische Intervention II“
Overdose: „wahn und aufklärung – arbeiterfotografie und bandbreite im club voltaire“, „auf zur nächsten runde“ und „es wird immer besser“
Kotzboy.com: „Verschwörungsideologie blockieren“
Wadi-Blog: „Wann ist ein Jude Semit?“
Edith Bartelmus-Scholich: „Ein Kommentar zur Auseinandersetzung zwischen Arbeiterfotografie und Andreas Waibel“
nun gibt es ein interview mit der arbeiterfotografie geführt vom querfrontler charly kneffel:
in der jw von gestern ein ähnliches interview… zt. 1 zu 1 das selbe.