WaNaNaNa…

Der „Liedermacher“ Wolf Biermann ist eine Person, die es hervoragend verstanden hat, sich gesellschaftlichen Veränderungen zu unterwerfen. In den 50′er Jahren übersiedelte Biermann in die DDR. Dort wurde er zum oppositionellen Sozialisten, was die DDR zuerst mit Auftritts-Verbot belegte. Dann ließ mensch den renitenten Biermann 1976 zu einer Auslandstournee in die Bundesrepublik ausreisen. Mensch hielt es für einen guten Plan, den unbequemen Sänger nach seinem Konzert in Köln, auszubürgern. „Bürger Biermann“ durfte nicht mehr ins Land einreisen. In der BRD versuchte sich Biermann zuerst in vulgärer Arbeiterklampfen-Romantik, die aber durch einen immer regideren Antikommunismus, der sich nur vorgeblich gegen den real existierenden Sozialismus richtete, ersetzt wurde. „Nur wer sich ändert bleibt sich treu“ wurde das Motto des wandlungsfähigen Chamäleons. Den stalinistischen Klassiker „Die Partei hat immer Recht“ konnte Biermann sowohl in der DDR für die SED als auch in Bayern für die CSU intonieren. Später intonierte er, sich auf den Widerstand gegen den Nationalsozialismus berufend, ein „ausgewogenes Lob der Lynchjustiz“ und rief dazu auf „Egon Krenz an die Laterne“ zu hängen, um sich dann doch noch für den „Sturz ins Weiterleben müssen“ zu entscheiden:

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