Eine Kritik des „Antinationalismus“.

Fahrlässig wird die antinationale Position schließlich in den geplanten Auseinandersetzungen mit dem 9. November 2009. In Berlin sind für den 7. November große Feierlichkeiten anlässlich des 20. Jahrestags des Mauerfalls geplant. Ein Berliner Bündnis rund um TOP Berlin plant dazu eine Gegendemonstration, die sich allein um die Mobilisierung des Nationalen dreht. Unseres Erachtens kann in Deutschland jedoch nicht darauf verzichtet werden, die Marginalisierung des 9. November 1938 (zugunsten des 9. November 1989) zu kritisieren. Eine deutsche Nation, die im Jubelrausch eines der einschneidendsten Ereignisse der deutschen Geschichte, die Reichspogromnacht, an den Rand schiebt und praktisch zur Marginalie macht, muss dafür kritisiert werden und nicht allein dafür, dass sie sich in der Weltmarktkonkurrenz durchzusetzen sucht.
Das Beispiel Israel ist geeignet, um zu demonstrieren, dass der reduktionistische Ansatz des Bündnisses »Um’s Ganze« problematisch ist. Die israelische Nation hat sich aus anderen Gründen konstituiert als die französische oder die deutsche. Die Gründung des jüdischen Nationalstaats ist von ganz anderer Evidenz als diejenige Deutschlands und muss daher auch völlig anders kritisiert werden. Die Bedeutung des Holocaust für die Staatsgründung Israels ist so entscheidend, dass sich an diesem Beispiel der formale Antinationalismus als geschichtsblind und unpolitisch darstellt.

Diese lesenswerte Kritik des so genannten „Antinationalismus“ durch die „Initiative Gegen Jeden Extremismusbegriff“ (Inex) ist in der aktuellen „Jungle World“ erschienen. Den ganzen Text gibt es hier.

Antinationale Demonstrant_innen während der „No Love for the Nation“ Demonstration am 2.10.2009 in Saarbrücken.

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5 Antworten auf „Eine Kritik des „Antinationalismus“.“


  1. 1 bahnbahnbahn 02. November 2009 um 16:36 Uhr

    7.11. 16 Uhr
    Bundesweite antinationale Demonstration
    vom Berliner Bündnis gegen die Wendefeierlichkeiten.
    Treffpunkt: Checkpoint Charlie (Friedrichstr./Kochstr.)

    Hier die verschiedenen Zugtreffpunkte fürs Wochenendticket:

    Dresden:

    Dresden Hbf – Sa, 07.11.09 – um 11:30 (Abfahrt 11:40!) auf Gleis 1 (RE 17226) – Umsteigen in Ruhland (RE 38529) – Ankunft in Berlin um 15:41 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

    ---

    Leipzig:

    Leipzig Hbf – Sa, 07.11.09 – um 13:00 (Abfahrt 13:07!) auf Gleis 12 (RE 26179) – Umsteigen in Falkenberg-Elster (RE 38316) – Ankunft in Berlin um 15:41 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

    --

    Hamburg (und Schwerin):

    Hamburg Hbf – Sa, 07.11.09 – um 10:15 (Abfahrt 10:30!) auf Gleis 6a (RE 33009) – Umsteigen in Schwerin (um 12:17 auf Gleis 4a in den RE 38213) – Ankunft in Berlin um 14:33 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

    ---

    Rostock:

    Rostock Hbf – Sa, 07.11.09 – um 12:15 (Abfahrt 12:33!) auf Gleis 7 (RE 33109) – Kein Umsteigen – Ankunft in Berlin um 15:15 am Hauptbahnhof (von dort mit der S-Bahn bis Friedrichstraße)

  2. 2 Administrator 02. November 2009 um 17:28 Uhr

    Alle Bus/Zug Angaben ohne Gewähr…

  3. 3 tomtom 02. November 2009 um 23:51 Uhr

    trotzdem ist auf dem foto im hintergrund schön zu sehen: eine israel und eine usa- flagge :-)

  1. 1 let´s go antifa « Kopfproll Pingback am 02. November 2009 um 18:56 Uhr
  2. 2 Jossi Schwarz « mimikry Pingback am 05. November 2009 um 17:03 Uhr

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