Der Aufmarsch.

Die für Ende November geplante gemeinsame Sitzung der israelischen und deutschen Regierung in Berlin erregt den Unmut der „antizionistischen“ Bandenführer. Auf der einen Seite erregte sich die Nazi-Seite „National-Journal“, deren unverhohlener Antisemitismus an den Jargon eines Julius Streichers erinnert. Dort wird behauptet, dass „Deutschland dem Anschein nach der neue Judenstaat werden“ soll. So zumindest die Antisemit_innen von Rechts: „Die Probesitzungen des israelischen Parlaments in Berlin sind die ersten Anzeichen dafür“. Auf der anderen Seite erregt sich der Anti-Anti-Deutsche Jürgen Elsässer, der seine „Volksinitiative“ zum Aufmarsch der Israel-Hasser_innen mobilisieren möchte und der Begründer der Organisation „Neue Mitte“, Christoph Hörstel.


12. Sep­tem­ber 2009: Ordner des „Al-Quds“-Aufmarsch in Berlin.

Organisiert wird der Aufmarsch gegen Israel von den Organisator_innen der „Al Quds-Initiative“, die einmal im Jahr einen antisemitischen Marsch in Berlin veranstalten. Der Aufmarsch gegen Israel soll, nach dem Willen der Bandenführer, am gleichen Tag wie die Regierungsitzung in Berlin stattfinden. Für den 30. November mobilisieren sie nach Berlin: „Die Verhandlungen mit der Polizei und den Meldebehörden über den genauen Ort bzw.die Route laufen“ schreibt Jürgen Elsässer.
Ein weiterer Mensch, der zum Aufmarsch mobilisiert, ist Detlef Nolde (vormals Detlef Cholewa). Das ehemalige Mitglied der verbotenen „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP) saß bis Ende 1999 wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung sowie der Beteiligung an einer Schlägerei in Knast. Bei dieser „Schlägerei“ waren zwei Neonazis durch Messerstiche getötet worden. Bis vor einigen Monaten war Nolde Mitglied der „Deutschen Volkunion“ (DVU). Er ist ein fanatischer Antisemit. Wahrscheinlich ist das ein Grund, warum der Antisemit Nolde in seinem Blog die Texte des Israel-Hassers Elsässers verbreitet (Screenshot). Am 30. November wollen Elsässer, Nolde, Hörstel und die anderen Bandenführer ihren Aufmarsch in Berlin durchführen. Es bleibt abzuwarten in welcher Form ihnen Widerstand entgegenschlagen wird.

Ste­phan Haube (als Ver­tre­tung für El­säs­ser) spricht für die „Volks­in­itia­ti­ve“ auf dem an­ti­se­mi­ti­schen „Al Quds“ Auf­marsch in Ber­lin (12. Sep­tem­ber 2009).


Detlev Nolde (rechts) fordert „Freiheit“ für den Holocaust-Leugner Ernst Zündel.

Einen Bericht zum Aufmarsch gibt es hier.

Verbreiten:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email
  • MySpace
  • PDF
  • Technorati
  • Wikio

21 Antworten auf „Der Aufmarsch.“


  1. 1 PR 24. November 2009 um 18:37 Uhr

    Ich warte eigentlich noch immer darauf, dass Du mir das mit den Siedlungen erklärst.

    Zur Erinnerung: hxxp://palestine.blogsport.de/2009/11/21/israel-palaestina/

  2. 2 Administrator 24. November 2009 um 18:40 Uhr

    Ich geb‘ auch dir noch Nachhilfeunterricht, wenn mich die Lust auf Nachhilfeunterricht packen sollte…
    Sieht mensch sich in Berlin?

  3. 3 PR 25. November 2009 um 0:46 Uhr

    Ich sehe das Problem nicht. Es kann doch nicht ernstlich Dein Anleigen sein, wenn Du den Menschen dort wirklich etwas anraten möchtest, dass sie den Konflikt aufrecht erhalten sollen? Es muss doch auf beide Seiten eingedrungen werden, diesen Konflikt endlich zu beenden, ohne immer nur auf die andere Seite zu schauen.

  4. 4 Administrator 25. November 2009 um 11:50 Uhr

    „Es kann doch nicht ernstlich Dein Anleigen sein, wenn Du den Menschen dort wirklich etwas anraten möchtest, dass sie den Konflikt aufrecht erhalten sollen?“

    Ich bin weder Politik-Berater, noch habe ich den „Roten Stein der Weisen“ für die Welt. In diesem Artikel hier geht es um einen antisemitischen Aufmarsch in Berlin. Dieser Aufmarsch stellt eine ungeheuere Provokation dar und dieser Provokation sollte begegnet werden. Leider haben deine Ausführungen nichts, aber so gar nichts mit diesem Artikel zu tun. Deswegen weiß ich auch nicht, was ich dazu noch sagen soll…

  5. 5 klaus 25. November 2009 um 15:29 Uhr

    Mehr Infos über Detlef Nolde:
    hxxp://www.kommunisten-online.de/nazidreck.htm

  6. 6 PR 25. November 2009 um 19:30 Uhr

    Ach, sorry.

    Ja, war total offtopic. Stimmt. Meine Aufforderung an Dich habe ich einfach unter den ersten Artikel gesetzt, um Deine Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich habe, das muss ich dabei zugeben, den Artikel gar nicht gelesen. Also setz einfach ein fettes ungeschriebenes OFFTOPIC vor meine Kommentare, denn die haben rein gar nix mit dem Artikel zu tun.

  7. 7 Administrator 25. November 2009 um 19:38 Uhr

    @ Admin:
    Ja. Offtopic und so. Du musst dich schon einen Moment gedulden, bevor ich dir auf deinem Blog, auf dem so Antisemiten wie ein Norman G. Finkelstein verlinkt werden, ausführlicher antworte.

    Daniel J. Goldhagen:
    „Gegen Finkelstein wenden sich in Deutschland diejenigen, die die neonazististische Rechte am entschiedendsten entlarven und bekämpfen. Ihre Erörterung der Tatsache, dass die Neonazis Finkelstein für sich vereinnahmen, findet sich in Martin Dietzsch und Alfred Schobert (Hg.), Ein „jüdischer David Irvng“? Norman G. Finkelstein im Diskurs der Rechten – Erinnerungsabwehr und Antizionismus, Duisburg 2001. Ihre sorgfältig dokumentierte Untersuchung über die Wirkung von Finkelsteins Die Holocaust-Industrie zeigt, dass es sich für die Rechtsradikalen und Neonazis als Segen erwiesen hat. Antisemiten jubeln über Finkelsteins Angriffe auf die Juden. Der notorische Holocaust-Leugner Ernst Zuendel spricht in einer überschwänglichen Huldigung an Finkelstein von einem „jüdischen David Irving“. Finkelstein leugnet nicht, dass es einen Holocust gegeben hat, doch indem er Juden angreift, weil sie es wagen, für die von ihnen erlittenen Schäden Entschädigung zu verlangen, versetzt er, laut Zuendel, der Judenschaft dennoch einen Schlg, wie ihn ähnlich Irvng ausgeteilt hatte. Die Verfasser der Studie kommen zu dem Schluss, Finkelstein untergrabe die Erinnerung an den Holocaust. Er füge den noch lebenden Opfern des Holocaust Schaden zu. Er „[leitet] Wasser auf die Mühlen der extremen Rechten“ (S. 6).“
    (Daniel J. Goldhagen: Die katholische Kirche und der Holocaust. Eine Untersuchung über Schuld und Sühne, S. 393). Quelle .

  8. 8 PR 26. November 2009 um 1:46 Uhr

    Und da, würde ich sagen, liegt Goldhagen definitiv falsch. Denn er unterstellt, dass Finkelstein GEGEN Entschädigungszahlen wäre. Ist dem so? Prüfen wir es doch.

    Finkselstein wendet sich gegen „jüdische“ Organisationen, also Organisationen, die in seinen Augen beanspruchen im Namen „der Juden“ zu sprechen, ohne es eben zu tun, weil sie dazu nie ermächtigt wurden. Und diese erpressen dann in Finkelsteins Augen die europ. Staaten.

    Und genau jetzt kommt der feine Unterschied: Finkelstein sagt, dass eben nicht die Holocaustopfer das Geld zugute kommt (wie am Beispiel seiner Mutter, die genaze 3000 Dollar bekam für Todeslager), was er als abolut notwendig ansehe, wenn denn Geld gezahlt wird IM Namen der Opfer.

    Denn er sagt gleichzeitig, dass ein Leben nicht mit Geld aufgewogen werden kann. Aber: während gleichzeitig viele Shoah-Überlebende in bitterer Armut leben müssen, bekommen die zionistische und pro-israelische Organisationen das Geld, die beanspruchen im Namen „der Shoah-Überlebenden“ zu sprechen. Das Geld geht also an Organisationen und nicht an die Überlebenden. DAS greift Finkelstein hauptsächlich an.

    Wenn jetzt die extreme deutsche/europäische Rechte sich das Argument eben genauso wie die Zionisten einleuchten lassen und anders verstehen: nämlich so, wie sie es denn genau lesen WOLLEN, ja dann kann Finkelstein nichts dazu. Denn er sagt: Blame the organisations. Und eben nicht: „Juden beanspruchen ohne Grund Geld“. Sondern genau das Gegenteil:

    „Die Überlebenden sollen das Geld bekommen.“

    Das steht im krassen Kontrast zu dem, was Goldhagen in deinem zitierten Absatz behauptet.

    Nazis instrumentalisieren sich dann Finkelstein, indem sie ihm ebenfalls unterschieben: „seht ihr, wir werden zu Unrecht ausgepresst.“ Sie nehmen die Kritik : „Die Überlebenden sollen das Geld bekommen“ gar nicht wahr oder aber es ist ihnen als taktisches Opfer egal, denn sie teilen die Feindschaft zu den jüdischen Organisationen mit Finkelstein, nur eben aus eben einem anderen Grund: Antisemitismus.

    Das sind aber dennoch zwei verschiedene Sachen. Ein Argument zu bringen, was der andere dann instrumentalisiert macht das Argument doch deswegen nicht automatisch falsch.

    Und den Argumentgeber darum doch nicht zum Antisemiten, weil Nazis sein Argument verdrehen und für sich verwenden. Oder ist er in deinen Augen ANtisemnit schon dann, wenn er ohne Vorsatz dazu zu haben den Nazis in die Hände spielt?

    Wenn also jemand etwas sagt, und hier zudem (absurder Weise) ein Jude, dann erklärst du ihn damit, also mittels der dann später von Nazis instrumentalisierten Aussage, zu einem Antisemiten?

  9. 9 PR 26. November 2009 um 8:38 Uhr

    PS: Großbuchstaben stehen für ein Ausrufezeichen/sic!/Betonung. Ich kenne mich mit html nicht so aus, da ich erst Blogger-Anfänger bin. Also nicht in Anschreien umdeuten.

  10. 10 Administrator 26. November 2009 um 10:55 Uhr

    @ PR.

    Ich hab mal deine Links verändert, weil es hier Programm ist, dass es keine Direktverlinkungen auf antisemitische Inhalte gibt. Auf deine Finkelstein-Verteidigung komm ich noch zurück…

  11. 11 PR 27. November 2009 um 0:44 Uhr

    An was machst du denn jetzt aus, dass die Inhalte meines Blogs antisemitisch sind? Da wäre ich aber an der Beweisführung echt interessiert.

    Wenn es dir hilft Inhalte totzuschweigen, anstatt sie zu kritisieren, dann wird das schon okay sein, dass du nicht willst, dass mein Blog hier verlinkt ist.

  12. 12 Administrator 02. Dezember 2009 um 14:46 Uhr

    „An was machst du denn jetzt aus, dass die Inhalte meines Blogs antisemitisch sind?“

    Naja. Von Inhalten kann mensch angesichts einer Karte und eines Videos nun wirklich nicht reden. Die Verlinkung von Finkelstein reicht allerdings aus, um in den Genuss meiner Zensur zu kommen.

    PS: Meine Kommentare bei dir darfst du natürlich trotzdem freischalten (Schau in den Spam Ordner).
    PPS: Wie heißt es so schön: Ich bin raus.

  13. 13 Administrator 16. Dezember 2009 um 0:04 Uhr

    @ Palestine:

    Du hast ja deinen Blog gelöscht. Warum das?

  14. 14 Detlef Nolde 18. Januar 2010 um 17:51 Uhr

    Kommentar gelöscht. Admin.

  15. 15 Administrator 19. Januar 2010 um 11:14 Uhr

    Herr Nolde: Hier ist es Praxis das Kommentare von Nazis nicht freigeschaltet werden. Als Nazi können sie ihre Propaganda ja bei „Altermedia“, „Gesamtrechts“ oder in ihrem Blog verbreiten. Hier allerdings nicht!

  1. 1 Der Aufmarsch II. « Reflexion Pingback am 01. Dezember 2009 um 12:33 Uhr
  2. 2 Volksfrontler « Reflexion Pingback am 01. Dezember 2009 um 17:00 Uhr
  3. 3 Der Aufmarsch III « Reflexion Pingback am 19. Januar 2010 um 15:32 Uhr
  4. 4 Die Insel. « Reflexion Pingback am 26. Januar 2010 um 17:09 Uhr
  5. 5 Aufs Maul von Elsässer? « Reflexion Pingback am 18. Mai 2010 um 1:23 Uhr
  6. 6 No-Al-Quds-Tag. « Reflexion Pingback am 31. August 2010 um 13:12 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>