Der Briefeschreiber.

Der „Antizionist“ Elias Davidsson reist gerne durch die Weltgeschichte, um seine Theorien über den 11. September 2001 zu verbreiten. Auf seinen Vorträgen, zum Beispiel im Rahmen einer Veranstaltung der „Gruppe Arbeiterfotographie“, behauptet er, dass „der Pro­pa­gan­da­ap­pa­rat von Ju­li­us Strei­cher“ sich eher „be­schei­den“ ausnehmen würde, wenn mensch ihn mit „dem Aus­maß des heu­ti­gen Pro­pa­gan­da­ap­pa­ra­tes gegen den Islam, der ganze Erd­tei­le über­deckt und von Hol­ly­wood un­ter­stützt wird“ vergleicht.

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9 Antworten auf „Der Briefeschreiber.“


  1. 1 Post. 02. Dezember 2009 um 14:31 Uhr

    I. Davidsson berichtet über sein Wochenende unter rechten Burschen:

    „Bericht über einem Wochenende 28-29. November 2009
    Einige Freunde haben mich gebeten ihnen einen Bericht über meine Teilnahme in der diesjährigen Ideenwerkstatt der Burschenschaft in Bielefeld am letzten Wochende zu erfassen. Das versuche ich hiermit so gut ich kann (bitte grammatische Fehler übersehen).

    1. Der Anlass zu meiner Einladung: Marcel Petri, ein Mitglied der NRW-Gruppe der 9/11-Wahrheitsforscher, hat auf mich an seine Freunde in der Burschenschaften, hingewiesen. Marcel ist ein Pop-Musiker, der sich mit dem Thema 9/11 schon lange auseinandersetzte. Er hat schon ein Referat für mich über 9/11 in Bonn organisiert. Ich hatte bisher nur eine sehr geringe Ahnung über Burschenschaften, aber vermutete dass sie politisch rechtsorientiert waren, ohne dabei zu wissen was diese Rechtsorientierung bedeutete.

    2. Ich traf in Bielefeld am Freitag abend ein und wurde im Bahnhof von zwei “Burschen” abgeholt. Sie brachten mich zu ihrem Zentrum, dass sich in einem Wohnhaus in einem Wohnviertel in Bielefeld befindet. In diesem Haus haben sie eine Küche, ein kleines Bar und ein grosses Vorlesungs- und Treffzimmer. Darin wurde die Ideenwerkstatt gehalten.

    3. Schon beim Eintreffen im Hause, wurde ich herzlich begrüßt und mit Suppe, Brot und Bier genährt. Ich sprach mit einigen Burschen und empfand dass einige dieser jungen Männer sich mit der Ideologie des Nationalsozialismus teilweise dentifizierten, obwohl sie nie die Verbrechen des NS-Regimes verteidigten. Einer der Burschen fragte mich z.B. was ich über die Mischung von Rassen, bzw. von Kulturen, denke. Ich glaube er hatte die Frage der Integration von Ausländer, bzw. Muslime, in Deutschland, im Sinn gehabt. Er schien mir ein wenig verwirrt. Allerdings haben keine andere Burschen diese Gedanken geäußert. Diese Frage wurde auch nicht im Wochenende thematisiert. Spät abends wurde ich zum Hotel gebracht.

    4. Da der erster Referenten auf der letzte Stunde ausblieb, bekam ich reichlich Zeit für meinen mündlichen Referat über den staatlichen Terror, bzw. das 9/11. Das Referat löste viel Fragen aus, aber deutete auch darauf dass die meisten Hörer mein Ausführungen als überzeugende betrachteten. Die einzige sachliche Kritik zu meiner Ausführungen war die Behauptung, dass “so eine große Verschwörung” nicht machbar sei. Jemand würde schon aussagen. Diese Behauptung ist bekannt aber kann nicht empirisch nachgewiesen werden. Darüber
    hinaus sind Verschwörungen bekannt, die nur nach 20-40 Jahren zur Öffentlichkeit gelangen.

    5. Am Nachmittag des ersten Tages referierte als Erste Dr. Rainer Glagow, ein Expert des Islams, über die Gewaltverherrlichung, die sich, nach ihm, in islamischen Schriften und im Koran, befinden. Er las sein Aufsatz, dass sich wesentlich aus Zitaten vom Koran und von Exegeten des Korans bestand. Obwohl niemand Anlass hatte seine
    Kenntnisse des Islams bzw. Zitate zu bezweifeln (er kann arabisch und wohnte lange in Kairo), fehlten in seinem Aufsatz Hinweise auf konkrete Gewalttaten im Namen des Dschihads, mit der Ausnahme der Selbstmordattentäte in Palästina/Israel. Er sprach zwar über islamischen Terrorismus, aber gab keine nachweisliche Zahlen bzw. Quellen zu diese Behauptung. Auf meiner Frage wieviele Muslime in Deutschland lebten, sagte er dass es um die 5 Millionen Menschen seien. Auf die nachträgliche Frage, wieviele von den Muslimen in Deutschland im Namen des Dschihads deutsche Mitbürger töteten, sagte er sie bräuchten es nicht. Es ist nachweislich dass nie ein Bewohner von Deutschland, bzw. von anderen europäischen Staaten, auf Grund des Dschihads oder des Islams, ermordet wurde. Die Anschläge in London und Madrid sind noch nicht aufgeklärt und scheinen von Geheimdiensten geplant und dirigiert worden sein. Dr. Glagow versuchte daher weniger von der Terrorgefahr der Muslime sondern mehr von der Gefahr der “Islamisierung” Deutschlands zu sprechen.

    6. Der nächste Referent war Odfried Hepp, ehemaliger Terrorist. Herr Hepp hat ausführlich über sein tragischen Lebenslauf berichtet. In seine Jugend wurde der zur Mitgliedschaft in einer neo-nazi Jugendgruppe gelockt, die später in Bombenanschläge verwickelt war. Damals richteten sich diese Angriffe gegen die amerikanische und britische Besatzung der BRD. Er sah damals seine Tätigkeit als eine berechtigte Teilnahme im anti-imperiallistischen Kampf. Ihm wurde gesagt das Nationalsozialismus wäre eine patriotische Pflicht gegen ausländischer Besatzung. Später, nach einem Aufenthalt bei der PLO in Libanon, wo er Kommunisten kennenlernte, änderte er sich zu einem Anhänger des Kommunismus und arbeitete für die DDR. Er saß 10 Jahre im Knast. Über ihn wurde ein Film gemacht, dass auf Youtube veröffentlicht wurde. Er sagte er wolle, durch seine Ausführungen, seine Distanzierung zum NS betonen und erwähnte mehrmals die Verbrechen des NS. Es war deutlich dass er ganz besonders die Burschenschaft in Visier hatte, wo einige Mitglieder das NS anscheinend verharmlosen. Seine Ausführungen gegen das dritten Reich wurden mit Schweigen entgegengenommen, aber als er die DDR bejubelte, zeugte er heftige Reaktionen des Publikums. Er machte auf mich aber ein eher sympathischen Eindruck und seine Ausführungen rührten mich als tragisch.

    7. Das zweite Tag begann mit einem Referat von Adrián Tovar Simoncic, ein Doktorant in der Universität Bielefeld. Er stammt aus Mexiko und sprach u.a. über die Folgen von strukterelle Gewalt in der dritten Welt, z.b. in Guatemala, die zum Terrorismus hinführen kann. Einige konservative Hörer kritisierten sein Gebrauch des Begriffes “strukturelle Gewalt”. Er verteidigte aber die Verwendung dieses Begriffes, und wies darauf hin, dass fast jeder Bewohner der “dritten Welt” dieses Begriff auf eigenen Leib empfinde.

    8. Nach der Mittagspause referierte Klaus Rainer Röhl, ehemaliger Ehemann von Ulrike Meinhof, über sein Gesinnungswechsel von einem Kommunist zu einem Gegner der Kommunisten. Ich erlaube mir hier sein Referat zu überspringen, da ich die Einzelheiten seiner Ausführungen über die RAF schlecht beurteilen kann. Durch seinem Gesinnungswechsel wurde Röhl offensichtlich nicht nur ein Gegner der Kommunisten sondern zu einem ausgesprochenen Gegner der Muslime und sprach ohne Vorbehalt über die Gefahr des islamischen Terror. Er wäre nun ein Mitglied der SPD.

    9. Der letzte Referent war Prof. Michael Buback, Sohn des ermordeten Generalstaatsanwalt Buback. Er berichtete von seinen neue Entdeckungen über die vertuschene Aspekte diese Mordes vor mehr als 25 Jahren und über verdächtige Unreimheiten der Ermittlung. Es war eine beeindruckende Vorstellung, wo er über ganz offensichtliche Vertuschungen auf höchster Ebene der deutschen Justiz, berichtete. Er wollte aber nichts über die Motivationen der Vertuschung aussagen, blieb daher nur bei der Anführung der nachweislichen Fakten. Er deutete aber in klarer Sprache auf Beziehungen zwischen deutschen Geheimdiesnte und die RAF, und rufte HörerInnen die neue Version seines Buches zu lesen.

    10. Nach allen Vorträge wurde noch ein Podiumgespräch mit allen Referenten gehalten, von Prof. Dr. Michael Vogt moderiert, wo ich die Gelegenheit nutzte zu betonen dass “islamischer Terrorismus” ein arger Mythos sei, bzw. dass kein Muslim in Europa nachweislich eine Terroranschlag begangen hat. Diese Behauptung löste Empörung bei Herr Röhl und Dr. Glagow aus. Sie konnten aber keine empirische Daten als Gegenargumenut vorlegen. Ich erinnerte Hörer dass es keine Beweise für die Teilnahme von Muslime an den Anschläge des 11. September 2001 gäbe. Daher dürfe niemand Muslime für diese Anschläge beschuldigen: Jene die diese Diffamierung verbreiten würden, müssten mit mir rechnen.

    11. Die ganze Tagung wurde verfilmt und werde später auf DVD zugänglich gemacht. Die Verfilmung unternahm Prof. Dr. Michael Vogt.

    12. Ich möchte hier ganz besonders mein positiven Eindruck über die Tagung, die Logistik und die Gastfreundschaft der Burschenschaft zum Ausdruck bringen. Die Organisatoren betonten einige Male ihren Wunsch kontroverse Fragen zur Debatte zu stellen und die akademische Freiheit zu bewahren. Daher möchten sie kontroverse Personen und Meinungen gegenüberstellen. Das ist in dieser Tagung gut gelungen.

    13. Zahlreiche Gesprächspartner sagten mir dass sie auf Grund von Israelskritik als Antisemiten angegriffen wurden und daher sehr vorsichtig über Juden, Judentum und Israel sich äußern. Sie sagten mir ich könnte mir eine Israelskritik leisten weil ich “Jude” wäre. Die Frage stellt sich daher wieviel “jüdisches Blut” man in seinen Adern haben soll, um die Berechtigung zu haben Israel zu kritisieren. Dürfen z.B. “Halbjuden” oder “Vierteljuden” Israel kritisieren? Diese Fragestellung sollte ad absurdum geführt werden um die rassistische Einstellung gegenüber Israelskritiker zu entlarven. Die Zensur der Israelskritik schien mir in diesem Milieu ganz besonders gefährlich zu sein, weil sie die alten Mythen einer jüdischen Verschwörung bekräften. Es mag aber sein, dass die Zensur von Israelskritik genau diesen Ziel hat, nämlich Antisemitismus zu stärken: Die Zionisten haben immer sich auf Antisemitismus gefreut, weil es die Assimilation von Juden verhindert.
    Ich habe diese Ausführungen aus meinem Gedächnis so gut wie möglich gemacht und hoffe dass diese zu einer größerer Bereitschaft unter deutschen Linke beitragen wird, sich auch mit traditionellen Rechte zusammenzuarbeiten. Wie ich in der Tagung und anderswo schon gesagt habe: Unsere Feinde befinden sich nicht bei den Skinhead Nazis oder bei Randgruppen der Konservativen sondern sitzen im Bundestag und in der Bundesregierung, wo sie die Beteiligung Deutschlands in einem Angriffskrieg und in der Besatzung eines zentralasiatischen Staates unterstützen, und eng mit zwei Schurkenstaaten wirtschaftlich, militärisch, polizeilich und geheimdienstlich zusammenarbeiten (USA und Israel). Wir sollten nicht die Zusammenarbeit mit den Burschschaften gegen dieser unheiligen Allianz vernachlässigen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Elias“

    II. Rechtfertigung:

    „Liebe EmpfängerInnen,
    Ich habe gerade erfahren, dass ein Bericht, dass ich an einigen Freunde über meinem Wochenende bei der Burschenschaft in Bielefeld, zugeschickt habe, weitverbreitet wurde. Mein Bericht beinhaltet keine Geheimnisse und war auch nicht als solche verfasst. Ich bedauere trotzdem, dass es sich Menschen befinden, die wegen meiner Bereitschaft bei einer Burschenschaft zu referieren, bzw. mit Sympathisanten der national-sozialisti scher Ideologie zu sprechen, mich verleumden. Mit anderen Menschen, insbesondere mit ideologischen Gegner, zu sprechen, ist für die Entwicklung von Ideen unersetzbar. Ich würde es begrüßen, wenn solche Begegnungen häufiger wären.
    Ich möchte nur eine Bemerkung hier zufügen.
    Ich habe mich seit dem Jahre 2002 mit den Ereignissen des 11. September 2001 beschäftigt. Auf Grund meiner intensiven Ermittlungen, bin ich zur Schlussfolgerung gelangen, dass die Anschläge höchst wahrscheinlich von den amerikanischen Streitkräfte ausgeführt wurden, ohne Teilnahme irgendwelcher Muslime. Die Legende der 19 Flugzeugentfü hrern ist in der Tat ein brillanter Betrug, der zur Berechtigung von zahlreiche Maßnahmen genutzt wurde, darunter die Kriege gegen, und Besatzung von, Afghanistan und Irak; die Verabschiedung von Gesezte zur Ermächtigung der Polizei im Inneren und grundlegende Änderungen des Völkerrechts. Es liegt auf der Hand,
    dass meine Argumente sich auf zahlreiche Befunde beruhen, die den Rahmen dieses kurzes Briefes sprengen. Ich kann auf Antrag meine Schriften darüber liefern und freue mich immer auf sachlicher Kritik.
    Die Brisanz des Thema 11. September 2001 ist dem Burschen anscheinend bewusst. Da die Burschen deutsche Nationalisten sind, haben sie keinen Vertrauen an die USA. Daher waren sie bereit mich einzuladen. Ich wäre aber auch bereit gewesen mein Referat bei CDU, FDP, SPD oder Linke zu halten, wäre ich eingeladen worden. Leider möchten Politiker der etablierten Parteien – die sich unter der Hegemonie der USA, bzw. der EU und NATO fügen wollen – nichts über das 11. September wissen. Sie haben Angst diese Pandorabüchse zu öffnen, Angst dass diese Büchse unerträgliche Wahrheiten beinhalte, die ihre Weltanschauung (und Interessen) erschüttern könnte. Ehrliche
    Menschen brauchen keine Angst vor der Wahrheit zu haben.
    Mit freundlichen Grüßen,
    Elias Davidsson“

  2. 2 ezra 03. Dezember 2009 um 2:22 Uhr

    Er for­dert in meh­re­ren E-​Mails, die „Re­fle­xi­on“ vor­lie­gen, eine grö­ße­re „Be­reit­schaft unter deut­schen Lin­ken“ eben „auch mit tra­di­tio­nel­len Rech­ten zu­sam­men­zu­ar­bei­ten“.

    Endlich mal die Wahrheit: Links und „Rechts“ sind ganz genau eine Seite derselben Medaille.

    Widerlich.

    Antisemitismus ist Antisemitismus ist Antisemitismus.

  3. 3 Administrator 03. Dezember 2009 um 9:55 Uhr

    Links und „Rechts“ sind ganz genau eine Seite derselben Medaille.

    Beschissene Gleichsetzung! Als irgendwie auch Linker seh‘ ich das vollkommen anders.

  4. 4 gainbart 03. Dezember 2009 um 16:16 Uhr

    ich wollte dir, lieber administrator, einmal ein ganz großes lob für deine unermüdliche arbeit aussprechen. mittlerweile ist dein blog als startseite bei mir eingetragen! schön zu sehen, dass du nicht einfach die lust verloren und aufgehört hast, trotz der unbelehrbaren, die jedes mal den weg zu den comments finden…

    klasse! weiter so!
    mfg

  5. 5 Administrator 06. Dezember 2009 um 13:36 Uhr

    @ Gainbart:

    Danke…

  6. 6 alraune19 28. November 2010 um 11:20 Uhr

    @ezra
    Ich verstehe Leute wie Dich nicht. Selbst Juden, die sich für eine in ihrer Sicht freie Diskussionskultur berufen, Antisemitismus vorzuwerfen, entbehrt nicht einer gewissen Lächerlichkeit.
    Aber ausser mit der Faschismus-/Antisemitismuskeule zu drohen, bringt ihr nichts, aber auch tatsächlich nichts auf die Reihe!
    Gruss Alraune 19

  7. 7 Reflexion 28. November 2010 um 11:28 Uhr

    @ Alraune:

    Ohne jetzt Ezra verteidigen zu wollen, verstehe ich nicht, wie du behaupten kannst, dass es lediglich um Jüdinnen und Juden gehen würde, die sich auf eine „freie Diskussionskultur“ berufen. Dem Menschen, um den es hier konkret geht, E. Davidsson, steht derart auf eine angeblich „freie Diskussionskultur“, dass er sogar bei Nazis auftritt. Das seine sonstigen Thesen Wasser auf die Mühlen des Antisemitismus sind und er von den Nazis eingeladen wird, weil die sich – in ihrem Antisemitismus – bestätigt fühlen, wenn ein Jude deartige Thesen vertritt, ist für dich kein Anlass zur Kritik. Statt dessen reproduzierst du die Theorie des „modernen“ Antisemitismus, der oftmals als „Antizionismus“ auftritt; auch die sprechen von einer“Antisemitismus-Keule“, um sich gegen Kritik zu immunisieren. Außer von dieser angeblichen „Antisemitismus-Keule“ zu jammern, fällt diesen „Antizionisten“ wirklich nichts, aber auch gar nichts ein, wenn sie denn mal kritisiert werden…

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