Die Waldorfschulen werden von vielen Menschen als die bessere Alternative zu den Staatsschulen wahrgenommen. Das verdanken diese Schulen, die von mehr als 60.000 Menschen in Deutschland besucht werden, vor allem einem bestimmten Image, das von Anthroposoph_innen (so nennen sich die Anhänger_innen Rudolf Steiners, auf den die Waldorfpädagogik zurückgeht) hartnäckig verteidigt wird. Die Waldorfschulen werben mit einer angeblichen Entlastung für die Schüler_innen, weil es keinen Notendruck und kein Sitzenbleiben geben würde. Das es trotzdem ein Zeugnis gibt, mit dem die Leistungen und Verfehlungen der Schüler_innen festgehalten werden, ist ein Umstand, der das schöne Image der Waldorfschulen als hohlen Schein erscheinen läßt. Denn die Werbung der Waldorfschulen muss in keinem Fall der Realität entsprechen. Das lassen auch zahlreiche andere Publikationen von „Waldorfpädagogen“ vermuten…
… die ausführlichen Hintergründe gibt es im neuen Reflexion-Blog zu lesen: KLICK!
9 Antworten auf „Prinzip: Schläge. Eine pädagogische Kritik.“
- 1 Pingback am 30. August 2010 um 10:52 Uhr
bei den Evangelikalen heisst dergleichen „Biblical Parenting“ … ein gutes Buch zum Thema ist Dressur oder Erziehung: Schlagrituale und ihre gesellschaftliche Funktion (1967) des leider viel zu früh verstorbenen Klaus Horn
Hallo,
Sie schreiben: „Denn die Werbung der Waldorfschulen muss in keinem Fall der Realität entsprechen“
Stimmt. Ich habe einen Eltern-Info-Abend einer Berliner Waldorfschule besucht, siehe:
http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/
„Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin“
Später sei diese Klasse „mit der größten Liebe“ an der Lehrerin gehangen und hätte sich „mit jedem leichten Wink gut lenken lassen“. Sie aber hätte „geschlagen wie seit meinen Kindertagen nicht mehr“, zitiert Grabert die Erziehungsmethodik der Lehrerin „an einer Waldorfschule“.
Mich verleitet diese Aussage dazu, zu überlegen, ob es sich dabei nicht um eine Art „Stockholm-Syndrom“ handelt
Hallo,
hier mal eine grundsätzliche Frage:
Was soll man von einer Schule halten, der einen Menschen mit massiven psychischen Problemen zum Guru ihrer Pädagogik macht?
Unten 3 Beispiele. Ich betone „Beispiele“: ich könnte unendlich viele andere Zitate bringen. Hilfreich auch, die gesamten Vorträge zu lesen, die Zitate sind nicht aus dem Kontext gerissen.
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Rudolf Steiner und die Fingernägel:
„Der Mensch steht der Außenwelt gegenüber. Das Geistig-Seelische strebt danach, ihn fortwährend aufzusaugen. Daher blättern wir außen fortwährend ab, schuppen ab. Und wenn der Geist nicht stark genug ist, müssen wir uns Stücke, wie zum Beispiel die Fingernägel, abschneiden, weil der Geist sie, von außen kommend, saugend zerstören will.“
Rudolf Steiner, „Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik“, GA 293, S. 93f
Der gesamte Vortrag:
http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=2874:dreizehnter-vortrag&catid=183:ga-293-allgemeine-menschenkunde&Itemid=14
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Rudolf Steiner und die Schwarzen (Gelben, Weissen)
“Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.
So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.
(…) Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus. Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”
Rudolf Steiner, “Vom Lebens des Menschen und Erde – Über das Wesen des Christentums”, GA 349, S. 49ff
Der gesamte Vortrag:
http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19
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Rudolf Steiner und die Kartoffel:
“Also sehen Sie, während wir beim Menschen vom Bauch zum Kopf gehen müssen, von unten herauf, müssen wir bei der Pflanze den umgekehrten Weg machen, von der Blüte zu den Wurzeln. Die Wurzel der Pflanze ist mit dem Kopf verwandt. Wenn wir das bedenken, wird uns gewissermaßen ein Licht aufgehen über die Bedeutung der Kartoffel. Denn die Kartoffel, die hat Knollen; das ist etwas, was nicht ganz Wurzel geworden ist. Man ißt also, wenn man viel Kartoffeln ißt, vorzugsweise Pflanzen, die nicht ganz Wurzel geworden sind. Wenn man sich also beschränkt auf das Kartoffelessen und zu viel Kartoffeln ißt, kriegt man nicht genug in den Kopf hinein. Es bleibt unten in dem Verdauungstrakt. So daß es also so ist, daß mit dem Kartoffelessen die Menschen in Europa ihren Kopf, ihr Gehirn vernachlässigt haben. Diesen Zusammenhang sieht man erst, wenn man Geisteswissenschaft treibt. Da sagt man sich: Seit in Europa diese Kartoffelnahrung immer mehr und mehr überhand genommen hat, seit der Zeit ist der Kopf der Menschen unfähiger geworden.”
Rudolf Steiner, “Rhythmen im Kosmos und im Menschenwesen – Wie kommt man zum Schauen der geistigen Welt”, GA 350, Elfter Vortrag, Dornach, 18. Juli 1923, S. 203f
Der gesamte Vortrag:
http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3719:elfter-vortrag-dornach-18-juli-1923&catid=248:ga-350-rhythmen-im-kosmos-und-im-menschenwesen&Itemid=19
Die Frage ist einfach zu beantworten: Gar nichts! Leider sind die Vorträge des „Gurus“ den meisten Schüler_innen, aber auch den Eltern, nicht bekannt oder es wird der Propaganda der anthroposophischen Institutionen auf den Leim gegangen. Da hilft wohl nur Aufklärung über die Person Steiner, dessen Vorträge und dessen Ideologie.
“Wie werden die “Ersatz-Schulen” kontrolliert? Hinter privaten Schultüren
WDR.de, von Nina Magoley
Die bisher bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs ereigneten sich größtenteils an Privatschulen. Rund 340 gibt es davon in NRW, darunter viele kirchliche, die sich weitgehend selbst organisieren. Für die Aufsicht ist allerdings der Staat verantwortlich.
Von sexuellem Missbrauch ist das, was Jan Schrecker erlebt hat, weit entfernt. Dennoch berichtet der heute 30-Jährige von Demütigungen und Misshandlungen während seiner Schulzeit, die ihm noch immer zu schaffen machen. Schrecker war bis 1996 Schüler an der Waldorfschule Schloss Hamborn in der Nähe von Paderborn. Seine damalige Lehrerin, so berichtet er, habe ihn und andere Schüler jahrelang geschlagen und massiv eingeschüchtert. Er sei Zeuge gewesen, wie die Lehrerin Mitschüler ohrfeigte oder schmerzhaft an den Haaren zog, nur weil sie Haargel benutzt hatten. Einmal habe sie den Kopf eines Jungen, der ein bedrucktes T-Shirt trug, “mit voller Wucht” auf den Tisch gehauen, so dass dessen Nase blutete.
Schulaufsicht muss Privatschulen überwachen
Eine Strafanzeige gegen die Lehrerin, die Schrecker im Jahr 2002 bei der Staatsanwaltschaft Dortmund stellte, wurde wegen Verjährung abgewiesen. Als er sich daraufhin an die Bezirksregierung Detmold wandte, habe man ihm dort erklärt, dass die Behörde für private Schulen, wie Waldorf- oder auch kirchliche Schulen, nicht zuständig sei. Auch auf eine Petition beim Landtag NRW hin bekam der ehemalige Schüler dieselbe Auskunft. Das “Verhalten der Lehrkraft”, heißt es in einem Antwortschreiben, das WDR.de vorliegt, “konnte keine schulaufsichtliche Maßnahme auslösen”, da die Lehrkraft nicht Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen war, sondern in einem privatrechtlichen Vertragsverhältnis zum Schulträger stand”. Ein Blick in das Schulgesetz NRW allerdings führt zu anderen Erkenntnissen: Die Schulaufsicht über “Ersatzschulen”, wie private Schulen in Behördensprache heißen, sei Aufgabe der “für die entsprechenden öffentlichen Schulen zuständigen Schulaufsichtsbehörde”. (…)”
weiter:
http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet11/missbrauch_kirche/100311.jhtml?rubrikenstyle=panorama
“Vorwürfe gegen Waldorfpädagoge
Schwäbische Zeitung, SZON
(ÜBERLINGEN/iw) Auch an der Freien Waldorfschule in Überlingen soll es Missbrauchsfälle gegeben haben. Das berichtet ein ehemaliger Schüler, der die Einrichtung Mitte der Neunziger Jahre besucht hat. Der Pädagoge soll entlassen worden sein.
Erst Salem, jetzt Überlingen. Nachdem die ersten Missbrauchsfälle an schulischen Einrichtungen aufgedeckt wurden, kommen jeden Tag weitere an die Öffentlichkeit. Gestern hat sich ein ehemaliger Schüler der Freien Waldorfschule Überlingen an die Medien gewandt, der die Einrichtung bis zur sechsten Klasse besucht hat, ehe er auf eine andere Schule wechselte. Zwei Kinder in seiner Klasse seien missbraucht worden und es habe zahlreiche gewalttätige Übergriffe auf Schüler gegeben, auch gegen ihn. Die Schulleitung der Waldorfschule konnte gestern nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Aus dem Umfeld der Schule werden die Vorwürfe gegen den ehemaligen Klassenlehrer bestätigt. Der Mann sei umgehend entlassen worden. Nicht belegt wurde die Anschuldigung, dass die Schule von Vorfällen an anderen Schulen gewusst habe und den Pädagogen dennoch eingestellt habe.
(Erschienen: 17.03.2010 23:00)”
http://www.schwaebische.de/lokales/markdorf/meersburg_artikel,-Vorwuerfe-gegen-Waldorfpaedagoge-_arid,4069041.html
Zum Sexuellen Missbrauch und zu Gewalt in Waldorfeinrichtungen hier ein Überblick:
“Waldorfschule – auch hier sexueller Missbrauch!”
http://ratgebernewsblog.wordpress.com/2010/03/19/waldorfschule-auch-hier-sexueller-missbrauch/