Der deutsche Film „Die Einsteiger“ (1985) gilt als der vierte Teil der so genannten „Supernasen“ – Reihe. In den Hauptrollen bemühen sich Thomas Gottschalk und Mike Krüger um die Gunst des Publikums. Alleine diese beiden Hauptdarsteller sind ein Grund, sich diesen Film nicht anzuschauen. Wer sich dennoch nicht abschrecken lässt erlebt schale Witzchen und eine flache Story gepaart mit unterirdischen schauspielerischen Leistungen, die noch nicht einmal das Niveau von schlechten Laiendarsteller_innen erreichen. Mit Hilfe einer Erfindung switchen „Thommy“ und „Mikey“ durch diverse Film-Genres und finden ihre große Liebe.
Im ersten Teil der Reihe (1981) besaßen die beiden noch einen „Piratensender“ namens „Powerplay“. Dort verschlug es „Mikey“ auf unfreiwillige Weise in ein „besetztes Haus“ , an dem ein Transparent mit der Aufschrift: „Alle Macht dem Nippel“ hing. Des Weiteren forderten die Haubesetzer_innen „Freiheit für“ den Bergfilmer Luis Trenker. Außer solchen vermeintlichen Inneneinsichten über Hausbesetzer_innen dienten die Filme natürlich als Werbefläche für die Musik des Mike – Nippel, Lasche – Krüger. Da wurden die „Jungs“ und „Mädels“ im Piratensender gefragt, „warum muss es denn immer Englisch sein? (…) Macht doch was Deutsches, holt die Klampfe aus dem Schrank und singt wie unser Mike, von deutschen M-m-m-m-Mädels!“ Dieses Niveau haben Mike Krüger und Thomas Gottschalk bis zum vierten Teil konsequent weiter unterboten.
Kein Wunder, dass die beiden „Komiker“, mit ihrer Null-Unterhaltung, in Deutschland durchaus erfolgreich waren und damit den Grundstein für viele weitere Machwerke legten. „Die Einsteiger“ wurde von 1,2 Millionen Millionen Menschen im Kino gesehen. Damit war der Film erfolgreicher als der Filmklassiker „Mad Max“. „Die Supernasen“, der zweite Teil der Reihe, war in Deutschland sogar noch erfolgreicher als „Star Wars II“ und „Ghandi“.
Wer einen dieser „Supernasen“ Filme sieht wird erkennen, dass Gottschalk und Krüger bis heute keiner künstlerischen Entwicklung und nur einem Alterungsprozess unterworfen waren. Von den „Supernasen“ ist es nur ein kurzer Weg bis zu „Wetten Das“ oder „Sieben Tage – Sieben Köpfe“. Während Krüger für harmlose Kaffewerbung und krude Witzchen aus vergangenen Zeiten steht, steht Gottschalk für ein Fernsehformat, in dem Wetten a la „Wie viele BH’s mit einer Hand in einer Minute aufmachen können“ als die Krone der Fernsehunterhaltung gefeiert werden und in dem sich alternde Stars und der junge Nachwuchs die Klinke in die Hand geben, um ihr Produkt bewerben zu können.
Die Filme der „Supernasen“ – Reihe sind einfach nur Trash: Fernseh-Müll, den nicht einmal das „ZDF“ dem nostalgischen Publikum zumuten will. Schade, dass das nicht auch für Gottschalk und Krüger gilt. Diese wandelnden Zumutungen gelten in Deutschland bis heute als ernstzunehmende Komödianten und sind die lebenden Vorbilder für Mario Barth, Bully Herbig, Atze Schröder und wie sie sonst noch alle heißen.
irgendwie ist es mir in meiner Jugend glücklicherweise gelungen, diese Filme nicht zu sehen … ansonsten gibt es da auch noch „Der Ring der Musketiere“ (1992) mit Gottschalk und David Hasselhoff ;-(
Hast du nichts verpasst.
Das klingt auch nicht schön!
HAHA so ein artikel war echt mal nötig. „powerplay“ kenn ich auch noch von früher^^
saubere arbeit!
mehr doofer Gottschalk: http://www.youtube.com/watch?v=R43y_YJ7dqg