Reisebericht I.

Kaum zurück aus Israel, gab die Bundestagsabgeordnete der Partei „Die Linke“ , Annette Groth, die sich an der Gaza-„Friedens“-Fahrt beteiligt hatte, die am 31.05.2010 durch die israelische Armee beendet wurde, der Online-Zeitung „Scharf Links“ ein Interview. In diesem Interview schildert Anette Groth ihre Erlebnisse während ihrer Reise…

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15 Antworten auf „Reisebericht I.“


  1. 1 dissi 06. Juni 2010 um 18:05 Uhr

    da hat sich noch ein blogger die mühe gemacht, den sehr unangenehmen „frühschoppen“ (oder so) von „dr. seltsam“ zu besuchen, wo heute inge höger auf der bühne saß:
    http://gnurpsnewoel.blogsport.de/?p=41

    moderator war wolfgang kröske:
    „Dies sei die „Rache der Enkelkinder an den Deutschen, die ihre Eltern in KZs verloren” durch „wild gewordene Soldaten”. Es handele sich um eine Kriegserklärung an die Türkei. Die Palästinapolitik Israels bezeichnete er als faschistisch.“

  2. 2 Administrator 06. Juni 2010 um 18:55 Uhr

    Seltsam muss heute ja wieder zu seiner Höchstform aufgelaufen sein…

  3. 3 anonym 06. Juni 2010 um 23:39 Uhr

    Nur ein kleines Detail am Rande:
    Bei den Funksprüchen ist nicht wirklich klar, ob sie von den Schiffen kamen: http://edition.cnn.com/2010/WORLD/meast/06/06/gaza.flotilla.recordings/index.html

  4. 4 Subprole 07. Juni 2010 um 15:25 Uhr

    Norman Paech, der von der ARD als „Augenzeuge“ präsentiert wurde, befürwortet mehr oder weniger offen die Entsendung der türkischen Marine: http://www.youtube.com/watch?v=Ptz8pA_pg0A

    Bei den Pasdaran würde er aber vermutlich auch gerne seinen Wehrdienst ableisten: http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/report-two-iranian-ships-to-sail-to-gaza-1.294657

    „On Sunday, a representative of Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei said that Iran’s elite Revolutionary Guards are ready to provide a military escort to cargo ships trying to break Israel’s blockade of the Gaza Strip.“

  5. 5 duab 07. Juni 2010 um 17:03 Uhr

    Bei aller berechtigten Kritik an den selbsternannten „Friedensaktivist*innen“ ist das immernoch eine sehr einseitige Betrachtung der Ereignisse.
    Wo bleibt die Kritik an der israelischen Übernahmeaktion? Abgesehen vom legalen Aspekt, der ja auch noch diskutiert wird, sollte mensch – auch aus antideutscher Perspektive – einsehen, dass die IDF-Militäraktion vollkommen misslungen war. Wenn wir den „Friedensaktivist*innen“ nun unterstellen wollen, dass sie das nur provozieren wollten, haben sie ihr Ziel erreicht: Weltweite mediale Aufmerksamkeit und antisemitische Stimmungsmache gegen Israel.
    Israel selbst geht jedenfalls diplomatisch geschwächt aus diesem Debakel hervor. Tote hätte es auch keine geben müssen, dafür gibt es nicht-tödliche Waffen. Und dass du hier die Toten einfach so überspielst, ist auch nicht okay, immerhin geht es hier um den Verlust von Menschenleben, der leicht hätte vermieden werden können.

  6. 6 Gnurpsnewoel 07. Juni 2010 um 20:05 Uhr

    Dr. Seltsam hat tatsächlich mal wieder die Crème de la Créme d‘Antisemitisme von sich gelassen. Es war gar nicht möglich, alles zu dokumentieren. Ein Höhepunkt war auch das Gedicht über A. Liebermann, das eine gewisse Katharina vortrug.Im Park zu chillen wäre aber die bessere Beschäftigung gewesen :-P

  7. 7 Administrator 09. Juni 2010 um 11:36 Uhr

    „Und dass du hier die Toten einfach so überspielst, ist auch nicht okay“

    Ich überspiele die Toten in keiner Weise, auch wenn ich sie nicht direkt erwähne. Dieser Artikel ist eine Woche nach den Ereignissen enstanden, an denen kein Mensch vorbeikam, der einen Blick in die Zeitungen, das Internet oder das Fernsehen warf. Das es bei der vollkommen legitimen Aktion der IDF zu Toten kam, ist wohl in allen Medien, die zeitnah berichteten, zu lesen und zu sehen gewesen (und lässt sich auch in den weiterführenden Artikeln nachlesen, die ich verlinkt habe).
    Mir ging es nicht darum, bereits bekannte Informationen zu reproduzieren, sondern auf Fakten aufmerksam zu machen, die keine oder keine große Rolle gespielt haben. Die neun Toten überlagerten die bisherige Debatte. Das weiß jede_r. Kaum ein Mensch weiß allerdings, dass die ersten Soldaten der IDF, unter Deck verschleppt wurden.
    Außerdem war es mir wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass die so genannten „Friedens-Aktivisten“ in Wahrheit ein Lynchmob waren, die die überraschten Soldaten angriffen, ohne das diese (zunächst) das Feuer eröffneten. Dieser Lynchmob spielt in der Bewertung der Ereignisse keine Rolle.

    „Wo bleibt die Kritik an der israelischen Übernahmeaktion?“

    Eine Bewertung dieser Übernahmeaktion nehme ich sehr wohl vor. Ich schreibe von einer „klassischen Geiselnahme“ durch fanatische Antisemiten und einem Lynchmob.
    Geiselnahmen werden in jedem Staat beendet: Durch den Einsatz von Polizei oder Militär. Diese Tatsache kann jeder_r überprüfen, die_der sich zur nächsten Kaserne begibt und einige Soldaten als Geisel nimmt und die später ankommenden Soldaten mit Eisenstangen und Messern umbringen möchte. Natürlich hinkt dieser Vergleich, allerdings sollten sich die „Friedens-Aktivisten“ über solch ein Vorgehen nicht wundern. Gemessen an der Dämonisierung der IDF und Israels, die von den „Friedens-Aktivisten“ mehr oder weniger zum Terror- oder Piratenstaat stilisiert werden, haben sich die Soldaten doch zurückgehalten: Wäre Israel der Staat, zu dem er durch die antisemitische Propaganda gemacht wird, hätten die das Boot einfach versenkt.

  8. 8 egal 10. Juni 2010 um 10:58 Uhr

    moin
    ich denke, der punkt ist der, dass in der israel nicht freundlich gesinnten presse natürlich das hauptaugenmerk auf die toten und den ort der übernahme der schiffe gelegt wird und kaum ein wort zu den sog. aktivist_innen gesagt wird (mit ausnahme von mankell, paech und wenigen anderen). in israelfreundlichen berichten wird hingegen der schwerpunkt auf die zusammensetzung und organisationen der sog. aktivist_innen gelegt und weniger auf die ausführung und das ergebniss der übernahme.
    und so wird es der jeweilig anderen seite leicht gemacht, sich gegenseitig antisemitismus und/oder anti-d um die ohren zu hauen und die ganzen argumente, die sich eventuell irgendwo finden lassen könnten, als propaganda abtun zu können. das scheint mir auch die kritik an eurem text zu sein. auch wenn mensch es schon hunderttausendmal in den letzten tagen gelesen und gehört hat, die erwähnung der toten und der fehler der idf hätte eure aussagen weniger einfach in eine bestimmte ecke schieben lassen. und damit verschwinden dann nämlich auch eure anderen, durchaus wichtigen informationen und argumente.
    so macht ihr es euren kritiker_innen viel zu leicht.

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