Wie jedes Jahr wollen auch in diesem Jahr rechte, religiöse und vermeintliche linke Anti-Imps den „Al-Quds-Tag“ am 4. September in Berlin begehen. „Die Berliner Demonstration ist Teil des internationalen ‚Al-Quds-Tages‘, an dem das iranische Mullahregime seinen reaktionären Kulturkampf in die Welt trägt“ und mit dem Jahr für Jahr die Auslöschung Israels propagiert wird.
Im Jahr 2009 hatte beispielsweise der fanatische Antisemit Detlef Nolde, damals noch als Mitglied der „Deutschen Volks Union“ (DVU), an der Demonstration teilgenommen. Der „Linksnationalist“ Jürgen Elsässer hatte in seinem Blog zwar zur antisemitischen Manifestation mobilisiert, als Redner trat allerdings Stephan Haube, ebenfalls Mitglied seiner „Volksinitiative (gegen das Finanzkapital)“, auf.
In diesem Jahr hat sich erfreulicherweise ein antifaschistisches Bündnis gegründet, das mit einer eigenen Demonstration ein Zeichen gegen den „Al-Quds-Tag“ setzen möchte: „Für den 4. September rufen wir zu einer Demonstration in Berlin auf. Anlässlich der Al-Quds-Demonstration wollen wir unsere Solidarität mit Israel ausdrücken, und ein Zeichen gegen jeden Antisemitismus setzen.“ Mehr Informationen finden sich auf der Sonderseite. Ein Interview mit dem Sender „FSK“ gibt es dort ebenfalls zum Anhören.
Archiv für August 2010
Die Waldorfschulen geben sich gerne weltoffen. Offensiv wird mit einer Erziehung zur Freiheit, ganz ohne Noten, geworben, wobei als Statist_innen bevorzugt Schüler_innen genutzt werden, die – mit verklärtem Blick und in wallenden Gewänder gehüllt – für die Schulen werben. Die Waldorfschulen berufen sich auf die Lehren Rudolf Steiners, der eine reaktionäre Ideologie entwickelte, die alle Bereiche des menschlichen Lebens umfasst: Zum Beispiel eine besondere Form Landwirtschaft, bei der die Bauern des Nachts mit Scheisse gefüllte Kuhhörner verbuddeln aber auch besondere Form der Pädagogik, die an Waldorfschulen praktiziert wird….
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Das Ende der Serie „Lost“ wurde von den Zuschauer_innen durchaus kontrovers kritisiert. Viele fanatische Lost-Fans, die sich „Losties“ nennen, bemängelten, dass nicht alle Fragen, die die Serie aufwarf, beantwortet wurden. Dieser Umstand wird, durch ein zwölf minütiges Spezial, das eigentlich lediglich als DVD-Dreingabe geplant war, zumindest ein wenig gemildert. „The New Man in Charge“ zeigt einen großartigen Benjamin Linus (Michael Emmerson), der einigen Dharma-Mitarbeiter_innen die wirklich wahren Hintergründe erläutert. Das Video ist ein Muss für jeden Lost-Fan, sollte aber erst nach dem Genuss des großen Finales gesehen werden…
In diesem Artikel geht es nicht um die üblichen Verdächtigen, die über den Einsatz der Bundesmarine gegen die „Israel Defense Forces“ (IDF) nachdenken, zu Verhandlungen mit der antisemitischen Hamas auffordern oder sich – gemeinsam mit türkischen Faschisten und Islamisten – an einer obskuren „Friedens“-Flottille beteiligen. Diesmal geht es um ein unbekannteres Mitglied der Linkspartei, der allerdings eine ebenso erschreckende Aktivität gegen Israel verfallen ist….
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Vor einigen Tagen berichtete ich an dieser Stelle über einen Beitrag, den der selbsternannte „Linksnationalist“ Jürgen Elsässer ganz aktuell ins Internet gestellt hatte. In diesem Artikel behauptete Elsässer, dass die „Aliens“ die Weltherrschaft übernommen hätten und berief sich unter anderem auf die Mystery-Serie „Akte X“ und die Komödie „Men in Black“, in der Will Smith außerirdische Besucher_innen überwacht. Den Begriff der „Aliens“ nutzt Elsässer allerdings bereits schon einige Jahre. In Elsässers „Fingerübung“ geht es nämlich eigentlich um angebliche „Heuschrecken“, die Elsässer für das Elend der Welt verantwortlich macht. Elsässer nutzt die „Alien“-Metapher, um einen weiteren Begriff für den angeblichen Feind zu schaffen und ihn auf diese Art und Weise zu entmenschlichen.
Elsässer verläßt allerdings den Boden einer schnöden Metapher, wenn er beispielsweise behauptet, dass die Inhalte der Serie „Akte X“ schon „lange Realität“ wären oder wenn er den ehemaligen Außen- und Kriegsminister Joseph Fischer als fremdgesteuerte Person darstellt, die von einer anderen Person als „Wirtskörper“ genutzt werden würde:
„Es sind Bodysnatcher, Körperfresser, die sich die Zellhülle eines Menschen angeeignet haben. Manchmal paßt das Kostüm freilich nicht so recht, und dann passiert das, was wir in den letzten zehn Jahren bei Joseph Fischer beobachten konnten: Über dem neuen Wirtstier zieht sich die Haut zuerst schrumpelig zusammen, so daß der Kerl zwei Jahre wie seine eigene Oma aussah, und dann dehnt sie sich ballonartig wieder aus.“Wie der selbsternannte Alien-Experte David Icke, der sich auf Echsen und Vampire spezialisiert hat, benutzt Elsässer verschiedene amerikanische Serien und Filme, um die angebliche Herrschaft einer kleinen, verschworenen Kaste zu bebildern. Während Icke allerdings von seinen wirren Theorien überzeugt zu sein scheint, ist die „Alien“-Metapher für Elsässer nur Mittel zum Zweck. Dieser kleine Umstand wurde in der Tat nicht in dem vorherigen Artikel erwähnt, über den sich Jürgen Elsässer „mordsmäßig“ aufregt. Der Querfrontler Elsässer schreibt:
„Irgendein verkniffener Antifant hat sich im Netz mordmäßig aufgeregt, dass Elsässer jetzt auch wie David Icke an Außerirdische glaubt. Dieser zugekiffte Dünnbrettbohrer hat offensichtlich noch nichts von metaphorischer Schreibweise mitbekommen (…)“.Dabei hätte es Elsässer so einfach haben können: Schließlich hätte seine Alien-Metaphorik, als die Phantasie eines alten, frustrierten und ehemaligen Linken abgetan werden können, der statt an eine mehr als verkürzte Kritik des Kapitalismus, nun an Aliens und „Wirtskörper“ glaubt. Dem „Linksnationalisten“ ist es allerdings wichtig, darauf hinzuweisen, dass er keine grauen Männchen aus dem Weltall, sondern „Heuschrecken“ meint, die über „Spekulation“ ihren „Profit“ machen:
Für die politisch korrekten Klippschüler deshalb noch mal im Klartext: Die ‚Aliens‘ in dieser Serie sind ‚nur‘ ein metaphorischer Begriff für ‚Heuschrecken‘ (…), die über (…) Spekulation (…) ihren Profit machen.„Aliens“ klingt halt harmloser als „Heuschrecken“, „raffendes Kapital“ oder gar „Juden“. Und wer wäre ich, dieses bildhafte Gleichnis, das Elsässer so wichtig ist, dass er mich „zugekifften Dünnbrettbohrer“ extra darauf hinwies, zu verschweigen.
Der Nationalist Jürgen Elsässer wandelt in einem seiner zahlreichen Beiträge auf den Spuren des Alien-Verschwörungstheoretikers David Icke . In seinem Artikel „Die Aliens sind unter uns“ liefert Elsässer ungefähr genau das, für das David Icke bekannt, berühmt und berüchtigt ist. Es erinnert an David Icke, der sich auf die Science-Fiction-Serie „V – Die außerirdischen Besucher kommen“ beruft, wenn Jürgen Elsässer behauptet, dass die Inhalte der Mystery-Serie „Akte X“ nun „Wirklichkeit“ werden würden: „Außerirdische haben die Macht auf der Erde übernommen. Höchste Regierungskreise der westlichen Großmächte stecken mit den Aliens unter einer Decke“, schreibt Elsässer.
Die „Aliens“ hätten, so Elsässer, der sich nun wirklich, endgültig und vollkommen in einer Art geistigem Delirium zu befinden scheint, „eine Matrix in die Gehirne der Menschen“ gepflanzt, um sie „als Zuchtschweine“, „Versuchskaninchen“ und „Frischfleisch“ zu nutzen. Das erinnert unter anderem an den Film „Sie Leben“, in dem Aliens in Menschengestalt den Planeten übernommen haben und ausbeuten. Elsässer hat seine Theorien, schreibt er selbst, aus dem Film „Men in Black“. Wer den Hollywood-Blockbuster „gesehen hat, weiß, wie das kommt“, empfiehlt Elsässer seinen Leser_innen die Kömodie, in der Will Smith außerirdische Besucher_innen überwacht.
„Es sind Bodysnatcher, Körperfresser, die sich die Zellhülle eines Menschen angeeignet haben“, gibt Elsässer einen Einblick in seine Welt, in der „Körperfresser“ sich des menschlichen Körpers bedienen. Elsässer liefert sogleich auch einen ersten Verdächtigen: Es ist der ehemalige Außenminister Joseph Fischer, dessen Körper einem „neuen Wirtstier“ als Behausung dienen würde. Daher hätte sich Fischers Haut „zuerst schrumpelig“ zusammengezogen, „so daß der Kerl zwei Jahre wie seine eigene Oma aussah“, vermutet Elsässer, der in den kommenden Wochen einen anti-europäischen Kongress organisiert. Der Artikel des Jürgen Elsässer, den dieser als „Fingerübung“ bezeichnet, zeigt deutlich auf, in welch wahnhaften Welten, die an David Icke erinnern, sich der Nationalist befindet. Der von David Icke übernommene Alien-Ansatz, eine Mischung aus „Akte X“, „Matrix“ und „Men in Back“, dürfte aber ausreichen, um sich für weitere Interviews für „Infokrieg“, „Secret.TV“ oder „Alles Schall und Rauch“ zu qualifizieren.
Update (14. August 2010): Eine kleine Klarstellung gibt es hier.
Der Verschwörungsideologe Alex Jones, der sich selbst als „freiheitsliebender patriotischer Verfechter der konstitutionellen Republik der Vereinigten Staaten“ versteht und eine Zentralsteuerungsthese propagiert, bei der mächtige Puppenspieler eine „Neue Weltordnung“ durch- und umsetzen wollen, ist kein Mensch, der es mit der Wahrheit allzu genau nimmt. Jones behauptet beispielsweise in verschiedenen Vorträgen, dass die NPD („Nationaldemokratische Partei Deutschland“) in Wirklichkeit eine Erfindung des britischen Geheimdienst wäre…
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Nicht nur die Nazis von „Altermedia“erfreuen sich an den Sangeskünsten der verschwörungsideologischen Band „Die Bandbreite“. Die Band wird auch von anderen Nazis gelobt. Auf der Internetseite der NPD-Landtagsabgeordneten Gitta Schüssler…
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