Die Aufregung, rund um das neue Buch des Deutschen-Bank Aufsichtsratmitglied Thilo Sarrazin, ließ sich nicht nur auf der Pressekonferenz erkennen, bei der der ehemalige Berliner Finanzsenator sein neuestes Machwerk vorstellte, sondern auch in der ARD-Talkshow „Beckmann“, die am Montag-Abend zur besten Sendezeit über die Bildschirme flimmerte. Bereits das Vorstellungsvideo der Sendung, in dem unter anderem Sarrazins Kampf gegen ein zu üppiges Essen für Hartz-4 Empfänger_innen gezeigt wurde, war eigentlich eine Farce: Da wurden Bilder von Migrant_innen gezeigt, unterlegt durch Beckmanns-Stimme, der Sarrazins Reden von „Kopftuchmädchen“ und „Importbräuten“ rezitierte. Die Szenen und der Zusammenschnitt erinnerten eher an eine Wahlwerbung der „Republikaner“, denn an eine seriöse Fernsehsendung.
Der ganze Artikel zur Beckmann-Sendung lässt sich im neuen Reflexion-Blog lesen: KLICK!
Wie kommen Sie zu der absurden Unterstellung, Sarrazin sei ein Antisemit??
Danke für die gute Analyse, eine der mit Abstand besten die ich in den letzten Tagen lesen durfte.
Spezifisch deutsch ist an der Sarrazin-Debatte eigentlich gar nichts, die läuft ohne Sarrazin in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Italien, Dänemark, UK usw. genauso. Die Nummer, faschistische Ideologie mit Philosemitimus gegen Kritik zu immunisieren, haben inzwischen Parteien und Bewegungen in ganz Europa drauf. Und überall sind Mehrheit & Elite dumm genug oder nicht willens, diese dümmliche Manöver zu erkennen und argumentativ zu zerlegen.
daran ist gar nix spezifisch faschistisch. Eugenik ist 140 Jahre alt, und war sogar unter spanischen Anarchisten diskussionswürdig, wie insgesamt in der linken