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Archiv für Dezember 2010
Deutschland als angeblicher „Vasall“ des „Großen Bruders“, den Vereinigten Staaten von Amerika, Verschwörungstheorien zum 11. September, Verharmlosung des iranischen Atomprogramms und eine Huldigung des „Volkes“, das sich gegen „den Ami“ zur Wehr setzt. Was sich anhört wie Nazipropaganda, stammt aus einer ganz normalen deutschen Radiosendung, die sich über das Internet so schnell verbreitet, wie eine Lawine den Berg hinunterrutscht. Die Rede ist von „KenFM“, gesendet im Radio „Fritz“…
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In der Tageszeitung „Junge Welt“ fand sich in diesen Tagen eine Huldigung der DDR-Serie „Das unsichtbare Visier“. Eine Serie, in der die Arbeit der MitarbeiterInnen des Ministeriums für Staatssicherheit in den schillerndsten Farben geschildert wird. In den ersten Folgen ist ein junger Armin Mueller-Stahl als Agent Bredebusch zu sehen, der sich in „Faschisten-Organisationen“ einschleicht und gegen westliche Militaristen vorgeht. Als „Kundschafter des Friedens“ durfte Bredebusch auch im feindlichen Westen agieren; ihn verschlug es sogar bis nach Südamerika. Gedreht wurde allerdings im tiefsten Ostdeutschland. So erinnert die tropische Flora und Fauna auch eher an Bitterfeld, denn an Argentinien. Die Schauspieler_innen, die die dortigen Einheimischen verkörpern sollten, stammten ebenfalls aus der Zone. Sie wurden allerdings schwarz geschminkt, was einfach gruselig aussieht und eher an eine rassistische „Minstrel-Show“ erinnert, denn an einen ernstzunehmenden, antifaschistischen Film. Die „teils exotischen Kulissen“, die in der Tageszeitung „Junge Welt“ lobend hervorgehoben werden, sahen unter anderem so aus:
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Wenn sich ein paar durchgeknallte Nazis in der Kälte treffen, um – mit Kinderpunsch und Stockbrot in der Hand – NS-Lieder zu grölen, klingt das in deren Nachbereitung so:
„Trotz der kälteren Bedingungen traf man sich in gemütlicher Runde zu einem Liederabend am Lagerfeuer. Im lodernden Schein der Flammen und unterm wundervollen Himmelszelt fertigte ein jeder sein Stockbrot, welches es anschließend in Verbindung mit alkoholfreiem Punsch zu genießen gab. Bei ausgelassener Stimmung trällerten alle in der Volksliedrunde mit. Das Singen (…) ist durch Sender wie MTV und Viva, akut bedroht. (…) Neben leckeren selbstgebackenen Plätzchen gab es wieder warmen Kinderpunsch.“
Die Band „E123″ hat ihr erstes Promo-Album herausgebracht. „Es ist schon eins…“ wird von der Band zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Daher gibt es an dieser Stelle eine Hörprobe. Das Lied „Kartoffelkino“ beschäftigt sich mit dem deutschen Fernsehen und ist absolut hörenswert:

Die folgende Szene aus dem antifaschistischen Meisterwerk „Casablanca“ war in der ersten Fassung, die ab dem 29. August 1952 in den deutschen Kinos zu sehen war, nicht zu sehen. Die erste Version des Films wurde nämlich aller politischen Inhalte beraubt. Es sollten mehr als 20 Jahre vergehen, bis die ARD eine neu synchronisierte Fassung ausstrahlte:
Als Casablanca am 29. August 1952 in die deutschen Kinos kam, enthielt der Film kaum noch Hinweise auf den Zweiten Weltkrieg. Alle Szenen mit Major Strasser und anderen Nazis waren herausgeschnitten worden. Victor László wurde zu Victor Larsen, einem norwegischen Atomphysiker, der die rätselhaften Delta-Strahlen entdeckt hat. Captain Renault wurde in Monsieur Laponte umbenannt und war nun ein Mitglied der Interpol. Casablanca war in dieser um 25 Minuten gekürzten Version eher eine harmlose Romanze als ein Propagandafilm gegen die Nationalsozialisten und das Vichy-Regime. Erst im Oktober 1975 strahlte die ARD die neu synchronisierte Fassung aus, die bis heute bekannt ist.
Der antisemitische Rapper „Makss Damage“, der zum Beispiel von der Kleinst-Gruppe „Kommunistischen Initative“ empfohlen wird, hat bereits vor einiger Zeit seine „Grundpositionen“ veröffentlicht, die noch einmal deutlich machen, wes Geistes Kind er ist. „Makss“ hat nicht nur ein Ziel, das er „Sozialismus“ nennt, er verfügt sogar über einen „Fahrplan“, mit dem er und seine Kameraden dieses Ziel erreichen sollen….
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„Trotz der kälteren Bedingungen traf man sich in gemütlicher Runde zu einem Liederabend am Lagerfeuer. Im lodernden Schein der Flammen und unterm wundervollen Himmelszelt fertigte ein jeder sein Stockbrot, welches es anschließend in Verbindung mit alkoholfreiem Punsch zu genießen gab. Bei ausgelassener Stimmung trällerten alle in der Volksliedrunde mit. Das Singen (…) ist durch Sender wie MTV und Viva, akut bedroht. (…) Neben leckeren selbstgebackenen Plätzchen gab es wieder warmen Kinderpunsch.“