Archiv für April 2011

Der Abgeordnete & die Verschwörungsrapper.

Die Abgeordneten der Partei „Die Linke“ praktizieren ähnliche Rituale, wie die Abgeordneten der anderen Parteien. Hier gibt es jedes Jahr einen politischen Aschermittwoch, bei dem die Abgeordneten ihre witzige Seite zeigen sollen, was oftmals in peinlichen Zoten enden kann. Zum „peppigen politischen Aschermittwoch“ der Linkspartei in Duisburg, die gerade durch ein antisemitisches Flugblatt auf sich aufmerksam machte, sollte nicht nur der Bundestagsabgeordnete Niema Movassat, sondern auch eine Band für Stimmung sorgen…

… ein Artikel zum Auftritt der Band „Die Bandbreite“ findet sich im neuen Reflexion-Blog.

Die Performance der Rassisten.

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„Die Linke“ gegen Israel.

Ein antisemitisches Flugblatt, das in dieser Form auch von der NPD stammen könnte, wird zur Zeit über die Server der Partei „Die Linke“ in Duisburg vertrieben. Dort findet sich das Flugblatt „Nie wieder Krieg für Israel“, in dem in antisemitischer Manier gegen den israelischen Staat und seine Einwohner_innen gehetzt wird. Das Flugblatt, das über die Internetseite der Linkspartei Duisburg vertrieben wird, stammt ursprünglich von einer islamistischen Seite, auf der in geschichtsrevisionistischer Manier die Shoa geleugnet und gegen Jüdinnen und Juden gehetzt wird.
Mit dem Flugblatt würde der „wahre Schurkenstaat und Kriegstreiber“ benannt werden. Hier wird der Davidsstern mit einem Hakenkreuz gezeigt, eine beliebte Methode bei Antisemit_innen, wenn es um die Diffamierung des israelischen Staates geht. Im Flugblatt, das über die Internetseiten „Der Linken“ in Duisburg verbreitet wird, werden die Selbstmordattentate und Raketen als „Widerstand gegen eine fremde Besatzungsmacht“ verharmlost. Stattdessen wird vor den „Zionisten“ gewarnt. Die könnte eine „atomare Erpressung der ganzen Welt“ durchführen. Auch daher wird zum großen Israel-Boykott mobilisiert und ein Ende der angeblichen „sklavischen Unterstützung der israelischen Politik durch die BRD“ eingefordert. Im schlimmsten Stürmer-Jargon wird vor der „‚Judenpresse‘“ gewarnt. Von „‚Judenpresse‘“ zu sprechen sei „weniger ein Schimpfwort als vielmehr die zutreffende Umschreibung (…) der Berichterstattung über Israel und Juden“, behaupten die Autoren des Flugblatts, das auch über die Server der Partei „Die Linke“ aus Duisburg vertrieben wird.


Faksimile der Flugblatt-Werbung der Partei „Die Linke“ Duisburg.

Im Flugblatt finden sich, was bei dieser antisemitischen Orgie nicht überraschen sollte, weitere Verweise auf Internetseiten, die ebenfalls einen unverhohlenen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus betreiben. Auf einer Internetseite, auf der sich die Leser_innen des Flugblatts, angeblich über den Talmud informieren können, wird beispielsweise die Shoa in Frage gestellt: „Daran gibt es erhebliche Zweifel“, erfahren die interessierten Leser_innen des Flugblatts, die sich ausführlicher über „die Juden“ und „Israel“ informieren wollen. Aber selbst im Flugblatt, das auf der Internetseite der „Linken“ beworben wird, heißt es: „Tretet der moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust entgegen! Wahrheit macht Frei“!
Die antisemitische Hetze, die in dieser Form auch von Nazis propagiert wird, finden sich bis heute auf der Internetseite der Linkspartei aus Duisburg. Dort wird gegen Jüdinnen und Juden gehetzt, dort wird im „Stürmer“-Stil eine „‚Judenpresse‘“ ausgemacht und dort wird die Shoa geleugnet. Diese antisemitische Hetze scheint aber die Linkspartei-Aktivisten nicht gestört zu haben. Ganz im Gegenteil scheint sie der antisemitische Flyer derart begeistert zu haben, dass sie ihn über ihre Internetseite verbreiten wollten.
In dem Ortsverband, in dem der „Linkenpolitiker“ Herman Dierkes ansonsten das „läppische Existenzrecht Israels“ in Frage stellt, dürften deartige antisemitische Ausfälle kein Problem darstellen. Es verrät allerdings viel über den antisemitischen Zustand der Linkspartei zu Duisburg. Dort, wo „Die Linke“ derartige Flugblätter verbreitet, ist kein Platz für eine Politik, die jedem Antisemitismus eine Absage erteilt: Dafür dürfte die Partei allerdings die Antisemit_innen dieser Stadt erreichen, denen bei der Hetze gegen Jüdinnen und Juden das Herz aufgehen dürfte.


Das antisemitische Flugblatt, das auf der Internetseiten der Linkspartei Duisburg beworben wird.

Weitere Artikel zum Thema: Dissi, Ruhrbarone, TNB, NPD-Blog, Lizas Welt, After Changes.

Update: Das Flugblatt wurde mittlerweile von der Internetseite der Linkspartei Duisburg gelöscht.

Verschwörungsrapper auf dem „Pressefest“.

Im zweijährlichen Rhythmus organisiert die „Deutsche Kommunistische Partei“ (DKP) ein Festival, das nach der gleichnamigen Parteizeitung „Unsere Zeit“ (UZ) benannt ist. Zur siebzehnten Auflage dieses Pflichtermins für deutsche Sozialisten werden wieder tausende Menschen erwartet. Hier kommen die „Genossen“, vor allem aus dem orthodoxen, dogmatischen kommunistischen Spektrum in einer rot-getünchten Parallelwelt zusammen, um Würstchen zu futtern und Arbeiterlieder zu grölen, bei denen auch mal der Wunsch nach Vernichtung artikuliert wird.
Der Jugendverband der Partei, die „Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend“ (SDAJ) organisiert auf dem Pressefest eine Art Jugendbereich, der auf den merkwürdigen Namen „Schweinegeile Bucht“ hört. Wie auf dem Rest des „Pressefestes“, das vom 24. bis zum 26. Juni 2011 im Revierpark Wischlingen (Dortmund) stattfinden soll, wird auch dort gesoffen und gesungen. Gesungen und gesoffen wird auch anderer Stelle: Der Liedermacher Hannes Wader, Klaus – der Geiger und die Bots waren schon da, um auf der großen Hauptbühne Arbeiterlieder und anderes Liedgut zu intonieren.
Dieses Jahr wird aber auch die Band „Die Bandbreite“ erwartet…

… den ganzen Artikel gibt es im neuen Reflexion-Blog.

„Kommunismus sieht anders aus“.

In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag hat sich irgendjemand Zutritt zu unserem Tagungsort und dem – verschlossenen – Plenumssaal verschafft und dort rote Fahnen verschwinden lassen, das KI-Logo heruntergerissen, rund 50,- Euro aus den Spendendosen der Materialien- und Zeitungstische gestohlen und eine Kamera zerstört. Garniert war das Ganze mit einer halbvoll stehen gelassenen Bierflasche und der Botschaft: „Kommunismus sieht anders aus“.

Frank Flegel, Herausgeber eines Monatsmagazins namens „Offensiv“, berichtet über ein Treffen der „Kommunistischen Initiative“ in Hannover. Das Treffen wurde an anderer Stelle ausführlicher beschrieben.

Im Verschwörungswahn.

In der vergangenen Woche wurde der italienische „Friedensaktivist“ Vittorio Arrigoni das Opfer einer brutalen Entführung, die er nicht überlebte. Das Mitglied des „International Solidarity Movements“ (ISM), einer Organisation die eine anti-israelische Politik zu Gunsten der antisemitischen Hamas betreibt, wurde durch eine Gruppe Salafisten im Gaza-Streifen entführt und anschließend brutal ermordet. Nach diesem Ereigniss meldeten sich auch diejenigen zu Wort, die immer und überall dabei sind, wenn es darum geht, gegen den israelischen Staat vorzugehen. Sie machten nicht die salafistische Gruppe für die brutale Tat verantwortlich, sondern suchten einen anderen Schuldigen: Für die Israel-Hasser_innen kann nur Israel für solch eine Tat verantwortlich sein. In diese Richtung geht eine erste Pressemitteilung, die von den Bundestagsabgeordneten Niema Movassat und Inge Höger („Die Linke“) unterzeichnet wurde….

…. den ganzen Artikel zum Thema gibt es im neuen Reflexion-Weblog.

Der Zwerg im Kopf II.

Die angebliche Existenz von „Zwergen“ und andere Fantasiegestalten ist ein Inhalt zahlreicher Artikel und Bücher der organisierten Anthroposophie, die über Waldorfschulen und Biohöfe gesellschaftlichen Einfluss erlangt. So schreibt beispielsweise der anthroposophische Autor Tho­mas Meyer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Erziehungskunst“ über seine angeblichen Erfahrungen mit „Zwergen“ und anderen Fabelwesen: „In einer Ecke des Ess­zim­mers saß ein Zwerg. Die­ser war sehr fest ge­formt, etwa einen hal­ben Meter hoch, dar­über wurde es sehr licht, weit und weise. Schnell be­griff ich, die­ser Zwerg ist viel schlau­er als ich, er be­sitzt Wel­ten­weis­heit“

… den ganzen Artikel gibt es im neuen Reflexion-Weblog zu lesen.

Die Kommentatoren des „Infokriegers“.

Auf der Internetseite „Infokrieger-News“ bekommen einige Menschen ihre tägliche Dosis Verschwörungsideologie verabreicht: Dort heute wird zum Beispiel der „rechtspopulistische Moderator“ Glenn Beck empfohlen, weil dieser auf eine „versteckte Agenda“ der amerikanischen Regierung hingewiesen hätte. Andere Artikel behandeln eine angebliche „Neue Weltordnung“ oder Ufos über China. Hier werden die vermeintlichen „Strippenzieher der Hochfinanzeliten“ ausgemacht, die „wieder einmal hinter den Kulissen die Fäden“ ziehen würden…

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Festung Europa.

In der Nacht zum Mittwoch sind während der Überfahrt von Libyen nach Italien bis zu 150 Menschen ertrunken. Das Fischerboot (…) war zuvor in rauher See gekentert. Bis Mittwochabend konnten 51 Menschen geborgen werden. Nach Angaben der Küstenwache waren wohl 200 Flüchtlinge an Bord des 13 Meter langen Kutters, der am Montag Libyen verlassen hatte.
(Frankfurter Allgemeine – Zeitung für Deutschland, 07.04.2011)

Der klandestine Kongress der Verschwörungsfans.

Der Kongress des „Infokrieges“ Jens „Cheffe“ Blecker, der am 02.04.2011 in Hannover stattfinden sollte, ist vorübergegangen. Der Kongress, den Blecker auf den Namen „Kongress der unabhängigen Medien“ getauft hat, ist ein mittlerweile jährliches Treffen der „Truther“ und „Infokrieger“-Szene. Blecker ist Betreiber der verschwörungsideologischen Internetseite „Infokrieger-News“ und spricht mit seinen Treffen die Szene an, die sich auf seiner Internetseite ihre tägliche Dosis Verschwörungstheorie abholt. Auf dem Kongress des „Infokriegers“ Blecker treffen sich Verschwörungsfans, um den Referaten ihrer geistigen Vordenker zu lauschen. Vor allem besteht mit dem Kongress die Möglichkeit, einen Austausch und eine Vernetzung zu betreiben….

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