Archiv für Juli 2011

Der Terror & die Verschwörungstheorien.

Die mörderischen Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya wurden von Verschwörungsideologen in der ganzen Welt aufgegriffen, um ihre Theorien über die Taten zu propagieren. Dass der mutmaßliche Täter, Anders Behring Breivik, zunächst zur Bombe und dann zur Waffe griff, um mehr als 70 Menschen zu ermorden, die an einem Camp der Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten teilgenommen hatten, interessierte zunächst nur am Rande. Es wurde nach Hintermännern, Ufos und Sprengstoff gesucht. Es müsse sich einfach um eine so genannte „False Flag“-Aktion, einer Aktion unter falscher Flagge, die von mächtigen Institutionen begangen worden sei, gehandelt haben. Diese Idee geistert durch die Köpfen der Verschwörungsfans, die nun im Internet nach Beweisen fahnden und jede noch so absurde Behauptung benutzen, um ihre Theorien zu propagieren. Je nach ideologischer Perspektive werden mit diesen Verschwörungstheorien andere Täter oder geheimnisvolle Hintermenschen ausgemacht, die für die verachtenswerten Taten verantwortlich sein sollen…

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Geständnis eines Antizionisten.

Der Verschwörungsideologe und Antizonist Elias Davidsson ist ein Mensch, desssen Thesen in einem gewissen Spektrum der deutschen Linken gerne aufgegriffen werden. Die Texte des Komponisten werden benutzt, um gegen Israel und die USA zu hetzen. Man findet diese Texte auf der Internetseiter der „Neuen Rheinischen Zeitung“ oder den Seiten der „Kommunistischen Initiative“. Elias Davidsson sucht andere Verantwortliche für den 11. September 2001 und viele andere terroristische Anschläge. Für diese Ereignisse macht der Verschwörungsfan verschiedene Geheimdienste und George W. Bush verantwortlich…

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In Bremen hetzt es sich gut.

In Bremen nutzen verschiedene Organisationen jede Gelegenheit, um gegen Israel mobil zu machen. Nach der Erstürmung der Gaza-Flottille im Jahr 2010, marschierte beispielsweise am 05.​06.​2010 ein breites antisemitisches Bündnis gegen den israelischen Staat. Dort waren nicht nur die Fahnen der Hamas zu sehen, sondern auch israelische Fahnen, die mit einem Hakenkreuz und der Aufschrift „Devil“ versehen waren. „Israel ist das Problem – Palästina die Lösung“, hieß es auf einem Transparent, das von Aktivisten des „Bremer Friedensforums“ getragen wurde…

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Der Aufmarsch der Verschwörungsfans.

Am 11. September 2011 jährt sich der zehnte Jahrestag der mörderischen Anschläge auf das World Trade Center in New York, dem mehr als 2000 Menschen zum Opfer fielen. Jahr für Jahr nutzt die Bewegung der „Truther“, „Infokrieger“ und „Wahrheitsbewegten“ dieses Datum, um ihre Theorien in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Die „Truther“ und „Infokrieger“ glauben tatsächlich, dass der Anschlag nicht durch fanatische, antiamerikanische und antisemitische Islamisten begangen wurde. Sie machen vor allem die amerikanische Regierung und deren Institutionen, aber auch den Mossad und andere Geheimdienste für den Anschlag verantwortlich. Zum Jahrestag des Anschlags mobilisiert dieser verblendete Klüngel nach Karlsruhe…

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Nazis im Weltall – IV.

Manchmal kommen die Nazis nicht nur aus dem Weltall, sondern auch mit „Reichsflugscheiben“ aus dem Erdinneren. Es ist kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich Menschen die behaupten, dass sich die ehemalige Elite der Nationalsozialisten nach 1945 in der Antarktis angesiedelt hätte. Nach dieser wahnhaften Verschwörungstheorie haben sich die Nazis 1945 in der Antarktis, im so genannten „Neuschwabenland“ niedergelassen. Sie führen von dort einen Krieg gegen die Allierten. Kein Wunder, dass solch eine Idee, die an schlechte Science-Fiction erinnert, literarisch aufgegriffen wurde, um einer deutschen Leser_innenschaft einen völkisch-braunen Mythos zu präsentieren. Inbesondere der schweizerische „Unitall“-Verlag, ein Ableger des deutschen „Hans-Joachim-Bernt-Verlages“, der die recht bekannte Science Fiction-Serie „Perry Rhodan“ vertreibt, macht mit solch brauner Science Fiction auf sich aufmerksam.
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Nazis im Weltall – III.

Neben der klassischen Star Trek Serie (TOS) und dem neueren Ableger (Enterprise) gab es auch in der Star Trek Serie Voyager eine Doppel-Episode, die sich mit Nazis im Weltall auseinandersetzte. „Das Tötungsspiel“ handelt allerdings nur im weitesten Sinne von Nazis: Eine außerirdische Spezies, die Hirogen, nutzt die historischen Ereignisse, um ihren bizaren Vergnügungen nachzugehen. Die Hirogen haben die Voyager gekapert, um auf dem Schiff merkwürdige Todesspiele mit der Crew auszufechten. Deren holografischer Doktor hat alle Hände voll zu tun, um die Mitglieder der Besatzung wieder zusammenzuflicken.
Schließlich entdeckt der Anführer der Hirogen auf dem schiffseigenen Holodeck der Voyager, das jegliche Realität simulieren kann, eine ideale Simulation, um die Crew der Voyager zu jagen. Sie wird in ein Frankreich des vergangenen Jahrhunderts transportiert: Die Hirogen übernehmen die Rolle, die ihnen am passendsten erscheint. Sie ziehen sich die Wehrmachts-Uniformen an und beginnen die Crew der Voyager, die Mitglieder der französischen Résistance und der Allierten verkörpern, zu jagen. Diese sinnentleerte Handlung, bei der die Ereigniss des zweiten Weltkriegs als Blaupause benutzt wird, wurde von den Produzent_innen der Serie für eine Doppelepisode benutzt.
Star Trek Voyager nutzt den zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus als Blaupause; die Nationalsozialsten und ihre Handlungen werden noch stärker als in der originalen Serie, in der immerhin noch ein Mensch, wenn auch auf einem anderen Planeten, ein nationalsozialistisches Wahn-System umsetzten wollte, benutzt. Doch die Nazis sind in dieser Voyager Doppelepisode lediglich brutale Aliens und Computer-Hologramme. Dem historischen Nationalsozialismus, mit seiner immanenten Grausamkeit, konnte und wollte diese Serie nicht gerecht werden. Am Ende des „Tötungsspiels“ siegt natürlich die Crew der Voyager. Die Hirogen, die das Schiff zunächst zu einem interstelaren Nazi-Vergnügungspark umbauen wollen, kommen trotzdem nicht allzu schlecht weg: Sie übernehmen die Holo-Technologie und dürfen im Serienuniversum weiterhin in Nazi-Uniformen schlüpfen, um bizarren Tötungsspielen nachzugehen.
„Das Tötungsspiel“ zählt in unserem Universum zu den schlechtesten Folgen, die Star Trek je hervorgebracht hat. Wer „Nazis im Weltraum“ sehen möchte, sollte dann schon eher auf die Enterprise-Episoden zurückgreifen. Dort gibt es immerhin einen spannenden Plot, böse Nazis und heldenhafte Amerikaner_innen, die sich der Besatzung durch die Deutschen widersetzen. Wer richtigen Trash möchte ist hingegen mit der Folge der originalen Serie besser bedient. Nur die absoluten Star-Trek-Nerds werden vom „Tötungsspiel“ nicht allzusehr enttäuscht sein. Einen kleinen Einblick über die Voyager-Episoden können die geneigten Leser_innen dieses Blogs bereits mit dem Trailer erlangen. „Reflexion“ wünscht viel Vergnügen!