Der Terror & die Verschwörungstheorien.

Die mörderischen Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya wurden von Verschwörungsideologen in der ganzen Welt aufgegriffen, um ihre Theorien über die Taten zu propagieren. Dass der mutmaßliche Täter, Anders Behring Breivik, zunächst zur Bombe und dann zur Waffe griff, um mehr als 70 Menschen zu ermorden, die an einem Camp der Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten teilgenommen hatten, interessierte zunächst nur am Rande. Es wurde nach Hintermännern, Ufos und Sprengstoff gesucht. Es müsse sich einfach um eine so genannte „False Flag“-Aktion, einer Aktion unter falscher Flagge, die von mächtigen Institutionen begangen worden sei, gehandelt haben. Diese Idee geistert durch die Köpfen der Verschwörungsfans, die nun im Internet nach Beweisen fahnden und jede noch so absurde Behauptung benutzen, um ihre Theorien zu propagieren. Je nach ideologischer Perspektive werden mit diesen Verschwörungstheorien andere Täter oder geheimnisvolle Hintermenschen ausgemacht, die für die verachtenswerten Taten verantwortlich sein sollen…

… den ganzen Artikel gibt es im Reflexion-Weblog.

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23 Antworten auf „Der Terror & die Verschwörungstheorien.“


  1. 1 Adam 26. Juli 2011 um 18:42 Uhr

    Vier Tage ist es erst her, und manche Menschen haben nichts besseres zu tun als letztes Wochenende die wahnsinnigsten Theorien ins Internet zu „scheißen“. (sorry, aber anders kann man diese Ideenveröffentlichungen über Mossad, „Geheime Mächte“, Freimaurer etc. kaum nennen)

    Man fragt sich warum diese Menschen nicht einfach ganz gemütlich das schöne Wetter geniesen können, Eis essen, Tanzen gehen oder genüßlich auf einer Wiese dösen. Nein, stattdessen müßen sie jede zwanghafte Wahnvorstellung publik machen und bauen sich mit gegenseitigen Bestärken eine Gemeinschaft der Irren. So halluzinieren sie sich in ihre Nulleben einen Sinn, die Aufdeckung der „Wahrheit“, die Überlegenheit gegenüber all den „Blinden“. Schrecklich, im doppelten Wortsinn.

    Vielen Dank an Reflexion für die Zusammenfassung.

    ps: kleiner Grammatikfehler: „In einem wei­te­ren Ar­ti­kel spricht des Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen Webs­ter Tar­pley be­reits in der Über­schrift von „Ter­ror­an­schlä­gen in Nor­we­gen unter fal­scher Flag­ge“.“

  2. 2 allophilia.blogsport.de 26. Juli 2011 um 21:08 Uhr

    Auch interessant:

    „Mehrere jugendliche Überlebende des Massakers berichteten, dass sie die Schießerei des als Polizist verkleideten Mörders zunächst für eine Simulierung israelischer Verbrechen an Palästinensern in den besetzten Gebieten hielten. Sie glaubten, dass ihnen so die „Gräuel der israelischen Besatzung“ vor Augen geführt werden sollten.“

    Quelle: http://www.israelnetz.com/themen/nachrichten/artikel-nachrichten/datum/2011/07/24/oslo-simulation-der-graeuel-israels/

  3. 3 newsbloggers.ch 27. Juli 2011 um 13:30 Uhr

    „Doch Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen in­ter­es­sie­ren sich nur am Rande für den mut­maß­li­chen Täter und seine Mo­ti­va­ti­on.“

    Das mag für „Verschwörungsideologen“ zutreffen.
    Es gibt aber kritische Menschen, die sich sehr wohl für die Motivation des Täters interessieren – und die auch die Frage nicht ausblenden wollen, inwieweit der propalästinensische Einsatz der Jugendlichen für den Rechtsterroristen bei der Wahl seiner Opfer eine Rolle spielte. Schließlich ist dieser antiislamische Rechtsterrorist nachweislich proisraelisch und strikt antipalästinensisch orientiert, wie aus seinem Manifest hervorgeht. Wer besagte Frage stellt, ist weder automatisch „Antisemit“ noch „durchgeknallter Verschwörungstheoretiker“.

    Zur Erinnerung: Die Jugendlichen wollten den Aussenminister im Feriencamp für einen Israel-Boykott gewinnen. Sie diskutierten mit ihm über einen unabhängigen Palästinenserstaat. Spielte das für den antiislamischen/antipalästinensischen Terroristen alles keine Rolle? Oder eben doch?

    Übrigens: Die Jugendlichen selbst zogen zuallererst die Verbindung zwischen dem Massaker und ihrem Pro-Palästina-Einsatz, worauf mein Vorschreiber hinwies. Nach einer solchen Verbindung zu fragen, ist also keineswege „krude“.

  4. 4 Reflexion 27. Juli 2011 um 13:54 Uhr

    Deine Theorie wurde durch die Kommentarspalte des unsäglichen „Linksnationalisten“ und Querfrontlers J. Elsässer inspiriert. Einem Menschen, der sich gerne im verschwörungsideologischen Milieu herumtreibt und ein gefragter Interviewpartner für nationalistische, reaktionäre Internetseiten wie „Infokrieg.TV“ darstellt.
    Ansonsten verquickst du Erlebnisberichte der traumatisierten Jugendlichen, die das Massaker zunächst für „eine Simulierung israelischer Verbrechen an Palästinensern in den besetzten Gebieten hielten“, mit haltlosen Schlussfolgerungen und merkwürdigen Fragen: „Wenn also die beschossenen Jugendlichen selbst als Erstes die Verbindung zur Israel-Palästina-Politik zogen, ist es dann nicht genau die Richtung, in der weiter gefragt werden muss?“
    Des Weiteren stellst du unbewiesene Behauptungen auf: „Die israelkritischen und propalästinensischen Aktionen der Jugendlichen waren natürlich auch dem Rechtsterroristen Breivik nicht entgangen.“ Derartige, schwerwiegenden Behauptungen, solltest du schon durch Quellen belegen, wenn du sie schon aufstellt. Doch bei dir reicht die Behauptung, ohne irgendeinen Beleg. Es gibt noch nicht einmal irgendeinen Link, um diese Behauptung zu belegen. Das hat nichts mit einer kritischen Untersuchung der Vorfälle zu tun, sondern ist eine tendenziöse Aneinanderreihung von Verkettungen, die ohne Beweise auskommt. Das du am Ende deines Artikels auf den Verschwörungsideologen und Israel-Hasser Christoph Hörstel verlinkst, der Propaganda für das iranische Regime betreibt, komplettiert das Bild, das ich mir von Dir gemacht habe…

  5. 5 Steffen 27. Juli 2011 um 14:40 Uhr

    Danke für den zusammenfassenden Artikel!

    @newsblogger.ch
    „nachweislich proisraelisch“…das klingt in deiner Formulierung ja wie ein Vorwurf! Abgesehen davon ist in dem Manifest unter der Fassade der Israelfreundlichkeit deutlich das antisemitische Gedankengut des Attentäters zu erkennen (z.B. schreibt er, die USA hätten ein Judenproblem und Europa würde unter der Holocaust-Religion leiden und lauter so n Käse)

  6. 6 newsbloggers.ch 27. Juli 2011 um 15:20 Uhr

    [i]Ansonsten verquickst du Erlebnisberichte der traumatisierten Jugendlichen, die das Massaker zunächst für „eine Simulierung israelischer Verbrechen an Palästinensern in den besetzten Gebieten hielten“, mit haltlosen Schlussfolgerungen und merkwürdigen Fragen:[/i]

    Warum ist die Frage „War der Rechtsterrorist Breivik auch durch seinen Hass auf das Palästina-Engagement der Jugendlichen motiviert“ ‚merkwürdig‘? Diese Frage liegt vielmehr nahe, hält man sich vor Augen, dass das Thema „Palästina“ im Zentrum des Jugendkongresses stand. Daher gingen ja auch die ersten Assoziationen der Jugendlichen zu Beginn des Massakers in besagte Richtung.

    Des Weiteren stellst du unbewiesene Behauptungen auf: „Die israelkritischen und propalästinensischen Aktionen der Jugendlichen waren natürlich auch dem Rechtsterroristen Breivik nicht entgangen.“ Derartige, schwerwiegenden Behauptungen, solltest du schon durch Quellen belegen, wenn du sie schon aufstellt.

    Die norwegische Presse berichtete breit über die Aktionen der Jugendorganisation, zum Beispiel auch über die Diskussion der Jugendlichen mit dem Aussenminister am Tag vor den Anschlägen. Zu glauben, dass Breivik von all dem nichts mitbekommen hat – er plante die Anschläge seit 9 Jahren minutiös –, ist lächerlich. Er war über den Ablauf des Jugendkongresses bestens informiert – so wollte er ja auch die frühere norwegische Ministerpräsidentin töten, die am Tag der Anschläge auf der Insel zu Gast war.

    Noch einmal: Es geht hier nicht um „Verschwörungstheorien“, sondern präzise um die Frage nach der Motivation des Täters. Und da ist eben auch zu fragen, welche Rolle die palästinafreundliche Haltung seiner Opfer spielte.
    Mal angenommen, eine Jugendgruppe der Sozialdemokraten hätte einen Kongress veranstaltet zum Thema: „Israel-Boykott stoppen, stoppt den Terror der Palästinenser“ (solche Gruppen gibt es in der Linken ja!), hätte Breivik dann auch 76 von ihnen getötet?

    Nach allem, was wir über seine „Weltanschauung“ wissen: Wohl eher nicht, denn sie hätten nicht in sein ideologisches Feinbild gepasst. Dies tat die Jugendorganisation AUF offenbar sehr wohl – mit ihrer Islam/Palästina-freundlichen wie israelkritischen Haltung.

  7. 7 Lampe. 27. Juli 2011 um 18:07 Uhr

    Ufo is just a hanging lamp (1:27):

    http://www.youtube.com/watch?v=6cXlR4cGlnA

  8. 8 Reflexion 27. Juli 2011 um 18:34 Uhr

    @Newsblogger:

    Das, was du als „Jugendkongress“ beschreibst, war ein Zeltlager des Jugendverbandes der norwegischen Sozialdemokraten. Doch mir geht es nich um solche Kleinigkeiten. Breiviks Motivation wird durch sein 1500-Seiten langes Pamphlet deutlich gemacht. Hier hetzt er gegen den „Kulturmarxismus“ und gegen den „Multikulturalismus“; er bedient an dieser Stelle alle Vorurteile der „neuen Rechten“, die sich die gleichen Konstrukte zu nutzen machen. Den „Kulturmarxismus“ sah Breivik in allen bürgerlichen Parteien, bis hin zu konservativen Gruppen, verwirklicht. So suchte er sich natürlich eine Gruppe, die in seinen Augen ganz besonders für den „Kulturmarxismus“ und die „multikulturelle“ Gesellschaft steht.
    Die Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten (AUF), die immerhin einen Teil der Regierung dieses Landes stellen, ist daher zum Ziel des Attäntäters geworden. Du ignorierst diese wichtigen Zusammenhänge im Pamphlet des Anders Breivik und vermutest stattdessen – ganz verschwörungstheoretisch angehaucht – das es ihm um die mögliche „pro-palästinensische“ Ausrichtung der AUF gegangen wäre.
    Es mag sein, dass diese Ausrichtung eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Ich denke jedoch, dass durch sein Pamphlet deutlich wird, dass Anders Breivik in der Jugendorganisation den Nachwuchs für die „Kulturmarxisten“ , die in seinen Augen die europäischen Nationalstaaten zerstören würden, gefunden hatte. Daher und aufgrund der perviden Marketingstrategie des Attentäters, wurde das Zeltlager zum Ziel. Nicht aufgrund eines Fotos, das nach den Taten über die antisemitischen und verschwörungsideologischen Internetseiten geistert.
    Davon ab widersprichst du dir selbst. Auf der einen Seite schreibst du: „er plante die Anschläge seit 9 Jahren minutiös“. Auf der anderen Seite behauptest du aber, natürlich ohne irgendeine Quelle: „Die norwegische Presse berichtete breit über die Aktionen der Jugendorganisation, zum Beispiel auch über die Diskussion der Jugendlichen mit dem Aussenminister am Tag vor den Anschlägen.“ Wenn Breivik die Anschläge seit neun Jahren geplant hat, dann wird er wohl nicht einen Tag vor dem Anschlag – aufgrund einer Debatte und eines Transparents – seine minutiös geplanten Taten umhergeworfen haben, um auf die Insel zu fahren, um die Jugendliche zu ermorden. Außerdem schreibt beispielsweise die FAZ: „Mit der Idee zu einem Anschlag hat sich Breivik demnach schon seit neun Jahren beschäftigt.“ Erst in „den vergangenen Monaten dominierte sie sein Leben offenbar komplett, während er sich mehr und mehr isolierte.“
    In einem anderen Artikel auf deinem Webblog, schreibst du letztendlich sogar Dinge, die deinem Kommentar widersprechen: „Warum nutzte Breivik nicht die Gelegenheit, auch die frühere Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland zu ermorden, die am selben Tag auf der Feriensinsel eine Rede hielt?“. Hier schreibst du: Schließlich „wollte er ja auch die frühere norwegische Ministerpräsidentin töten, die am Tag der Anschläge auf der Insel zu Gast war“.
    Ich denke, dass es dir auch gar nicht um die Motivation des Täters geht. Anscheinend geht es dir eher darum, einen Zusammenhang zwischen der vermeintlichen „israel-solidarischen“ Haltung des Täters und den Opfern des Anschlags zu ziehen. Dabei sind dir Fakten vollkommen egal; Quellen sind unerheblich. Dem ideologischen Drang fallen derartige Dinge eben zum Opfer. Ein Blick auf deinen Blog macht dann ja auch deutlich warum: Hier finden sich die üblichen Themen der Verschwörungsideologen, vom Bilderberg-Treffen bis zur Klimalüge. Hinzu kommen Links auf die üblichen Szene-Seiten: Elsässer und „Radio-Utopie“. Du bist irgendwie der Verschwörungsideologe, der keiner sein wollte und sich deswegen von dieser Einordnung distanziert. Ich finde diese Einordnung, angesichts deiner Thesen, überaus passend.

  9. 9 tl;dr-Fraktion: 27. Juli 2011 um 18:59 Uhr

    Ein „kultureller Marxismus“ (Breivik bezieht sich in seinem Text ellenlang auf die Frankfurter Schule) der amerikanisch-europäischen Eliten zerstört nach Breivik die Fähigkeit der Europäer zu einem gesunden Nationalismus und macht sie anfällig gegen muslimische Angriffe.

    Brevik unterstützt „patriotische“ Juden, im Gegensatz zu denen, die von Judenhassern als „wurzellos“ bezeichnet werden.

    Der Holocaust war für Breivik schlimm, habe aber nur ein Fünfzigstel der Opfer des Islam gekostet.

    Breivik ist ein Nationalist, Antikommunist und Holocaustrelativierer. Wie sollte er kein Antisemit sein?

    http://volkerradke.wordpress.com/2011/07/26/anders-behring-breivik-freund-israels-und-gegner-der-holocaust-religion/

  10. 10 newsbloggers.ch 27. Juli 2011 um 20:09 Uhr

    [i]….spielt im Dis­kurs in­ner­halb der Ver­schwö­rungs-​Sze­ne al­ler­dings eben­so­we­nig eine Rolle, wie die an­ti­se­mi­ti­sche Ten­den­zen des Tä­ters, die sich in sei­nem Ma­ni­fest of­fen­ba­ren. An­ders Beh­ring Brei­vik sprach dort unter an­de­rem davon, dass „die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka mit sechs Mil­lio­nen Juden (…) wirk­lich ein be­trächt­li­ches Ju­den­pro­blem“ hät­ten.[/i]

    Ich habe die Stelle noch einmal nachgelesen (S. 1109). Auffällig ist, wie bemüht der Verfasser ist, sich vom neonazistischen Antisemitismus zu distanzieren. Weiter oben erklärt er auch, dass seine israelfreundliche/prozionistische Haltung der Grund ist, warum ihn die Neonazis nicht haben wollten.

    Direkt einen Satz nach der Aussage, dass die USA mit „6 Millionen Juden ein Judenproblem hätten“, stellt er ausdrücklich fest: „But please learn the difference between a
    nation-wrecking multiculturalist Jew and a conservative Jew.“

    Nur die Juden mit multikulturalistisch-progressiver Haltung seien abzulehnen, nicht die konservativen Juden. Er betont ausdrücklich, dass ein Jude niemals nur wegen seines Judeseins angegriffen werden dürfe – m.a.W. verurteilt er den Antisemitismus ausdrücklich: „Never target a Jew because he is a Jew“ – dies sei der Fehler gewesen, den die NSDAP gemacht haben. Abgelehnt werden dürfe ein Jude nur aufgrund seiner „ideologischen Grundhaltung“ – nämlich dann, wenn er den „Multikulturalismus“ vertrete.

    Das Gleiche, betont der Verfasser, gelte auch für Christen. Insofern gebe es ein noch viel größeres Problem mit Christen, sprich mit den „multikulturellen Christen“: „And don’t forget that the bulk of the category A and B traitors are Christian Europeans. 90% of the category A and B traitors in my own country, Norway, are Nordic, Christian category A and B traitors.“

    Also: Mit „antisemitisch“ ist Breiviks Ideologie unzutreffend gekennzeichnet. Er ist aber ohne Frage eins: Ein Islamhasser und islamophober Fanatiker par excellence. Sein Machwerk ist von der ersten bis zur letzten Zeile eine widerwärtige Hetzschrift gegen den Islam.

  11. 11 bigmouth 27. Juli 2011 um 20:18 Uhr

    Nicht aufgrund eines Fotos, das nach den Taten über die antisemitischen und verschwörungsideologischen Internetseiten geistert.

    ach, das habe ich aber auch auf einigen pro-israelischen islamkritiker-blogs gesehen

  12. 12 bigmouth 27. Juli 2011 um 21:20 Uhr

    über newsblogger.ch lässt sich wohl sagen: even a broken clock is right twice a day

  13. 13 newsbloggers.ch 27. Juli 2011 um 21:42 Uhr

    [i]Breiviks Motivation wird durch sein 1500-Seiten langes Pamphlet deutlich gemacht. Hier hetzt er gegen den „Kulturmarxismus“ und gegen den „Multikulturalismus“; …[/i]

    Ja, aber auch und primär hetzt er gegen den Islam. Komischerweise lässt du das hier unter den Tisch fallen.

    [i]Die Jugendorganisation der norwegischen Sozialdemokraten (AUF), die immerhin einen Teil der Regierung dieses Landes stellen, ist daher zum Ziel des Attäntäters geworden. Du ignorierst diese wichtigen Zusammenhänge im Pamphlet des Anders Breivik und vermutest stattdessen – ganz verschwörungstheoretisch angehaucht – das es ihm um die mögliche „pro-palästinensische“ Ausrichtung der AUF gegangen wäre.[/i]

    Warum, bitte, soll es „verschwörungstheoretisch angehaucht“ sein, wenn man fragt, ob der Rechtsterrorist die Jugendlichen nicht nur wegen ihrer tolerante Haltung gegenüber Einwanderern und Muslimen tötete, sondern auch wegen ihres dezidiert propalästinensischen Einsatzes? Schaut man im Machwerk des Täters nach, was er über Palästina vom Stapel lässt, liegt dieser Frage geradezu auf der Hand!

    [i]Es mag sein, dass diese Ausrichtung eine untergeordnete Rolle gespielt hat.[/i]

    Vielleicht aber auch eine sehr wichtige Rolle neben den weiteren Aspekten, die sich auf den gemeinsamen Nenner des Islamhasses bringen lassen.

    [i]Ich denke jedoch, dass durch sein Pamphlet deutlich wird, dass Anders Breivik in der Jugendorganisation den Nachwuchs für die „Kulturmarxisten“ , die in seinen Augen die europäischen Nationalstaaten zerstören würden, gefunden hatte.[/i]

    … und die in seinen Augen Wegbereiter der „Islamisierung“ sind … (was bei dir wieder wegfällt).

    [i]Davon ab widersprichst du dir selbst. […] Wenn Breivik die Anschläge seit neun Jahren geplant hat, dann wird er wohl nicht einen Tag vor dem Anschlag – aufgrund einer Debatte und eines Transparents – seine minutiös geplanten Taten umhergeworfen haben, um auf die Insel zu fahren, um die Jugendliche zu ermorden.[/i]

    Nein, kein Widerspruch. Meine Aussage ist schlicht: Breivik wird sich gewiss genau mit der Jugendorganisation, die er als sein Terrorziel auswählte, beschäftigt haben. Die Kampagne der Jugendlichen lief nicht erst seit einer Woche, Breivik waren die Aktionen der Jugendlichen also sicherlich lange vorher bekannt. Wann genau sich Breivik entschied, ausgerechnet die Jugendlichen als Terrorziel auszuwählen, wissen wir natürlich nicht.

  14. 14 newsbloggers.ch 27. Juli 2011 um 21:44 Uhr

    [i]In einem anderen Artikel auf deinem Webblog, schreibst du letztendlich sogar Dinge, die deinem Kommentar widersprechen: „Warum nutzte Breivik nicht die Gelegenheit, auch die frühere Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland zu ermorden, die am selben Tag auf der Feriensinsel eine Rede hielt?“. Hier schreibst du: Schließlich „wollte er ja auch die frühere norwegische Ministerpräsidentin töten, die am Tag der Anschläge auf der Insel zu Gast war“.[/i]

    Den Widerspruch produziere nicht ich, sondern er liegt in den uns präsentierten „Fakten“, die hier eben nicht zusammenpassen. Bitte den Unterschied beachten.

    [i]Ich denke, dass es dir auch gar nicht um die Motivation des Täters geht. Anscheinend geht es dir eher darum, einen Zusammenhang zwischen der vermeintlichen „israel-solidarischen“ Haltung des Täters und den Opfern des Anschlags zu ziehen.[/i]

    Den Zusammenhang konstruiere ich ja nicht gewaltsam, sondern er drängt sich auf. Selbstverständlich muss auch dieser Aspekt beachtet werden, will man die – kranke – Motivation des Täters analysieren.

    Bei dir erscheint der Terrorist Breivik eher als „Antisemit“ denn als Islamfeind, kann das sein? Damit wird man der Motivation des antimuslimischen Terroristen nicht gerechnet.

    [i]Dabei sind dir Fakten vollkommen egal; Quellen sind unerheblich.[i]

    Nö.

    [i]Dem ideologischen Drang fallen derartige Dinge eben zum Opfer. Ein Blick auf deinen Blog macht dann ja auch deutlich warum: Du bist irgendwie der Verschwörungsideologe, der keiner sein wollte und sich deswegen von dieser Einordnung distanziert. Ich finde diese Einordnung, angesichts deiner Thesen, überaus passend.[/i]

    Schön, dann bin ich für ich halt ein „Verschwörungstheoretiker“. Es gibt in meinem Blog übrigens auch einen Eintrag „gegen die EHEC-Hysterie“, hast du vergessen zu erwähnen. Vorgestern hieß es in den Nachrichten, die EHEC-Epidemie sei jetzt – schwupps- vorbei und ausgestanden. Wer meinen „verschwörungstheoretischen“ Bericht gelesen hatte, hätte sich die von den Medien geschürte Panik gleich sparen können. Ist doch schön, wenn Leser auch mal was jenseits des Mainstreams präsentiert bekommen, oder?

  15. 15 JW 28. Juli 2011 um 9:37 Uhr

    In dem Moment, als Anders Behring Breivik in Oslos Regierungszentrum eine Bombe zündete, war die ehemalige Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland mitsamt ihren Sicherheitsleuten bereits auf dem Rückweg von der Insel Utøya. Die Jugendlichen, die dort mit ihr diskutiert hatten, waren wohl immer noch überwältigt davon, die wichtigste norwegische Politikerin der vergangenen Jahrzehnte persönlich erlebt zu haben. Dass sie eigentlich nicht viel mehr als Gemeinplätze von sich gegeben hatte, spielte in der legendären Utøya-Atmosphäre kaum eine Rolle. Denn diejenigen, die sich zu den Sommerlagern der Arbeidernes Ungdomsfylking (AUF), der Jugendorganisation von Norwegens sozialdemokratischer Arbeiderpartiet (AP), dort versammelten, konnten sich berechtigte Hoffnungen machen, in nur wenigen Jahren selbst zum politischen Establishment des Landes zu gehören.

    http://jungle-world.com/artikel/2011/30/43668.html

  16. 16 Joey 03. August 2011 um 18:04 Uhr

    Det er det du gjør og ikke det du sier som viser hvem du egentlig er. :)

  17. 17 Earthling 06. August 2011 um 12:24 Uhr

    Hier als Nazi bezichtigt zu werden ist schon die Härte. Um den Lesern ein ausgeglichenes Bild zu schaffen hier noch einige Links zur Aufklärung:
    hxxp://skywatchbretten.blogspot.com/2011/07/im-namen-jesus-christus.html

    hxxp://skywatchbretten.blogspot.com/2011/08/ismus-nein-danke.html

    Aber dieser Blog lebt von Werbung, darum bin ich nicht allzu enttäuscht, denn es passt sehr gut zu den Kämpfern des -ismus.
    Einseitige Berichterstattung zur Bündelung der Leser/Werbekunden…

  18. 18 Reflexion 06. August 2011 um 12:51 Uhr

    „Hier als Nazi bezichtigt zu werden ist schon die Härte.“

    Halluzinationen? Deine Links, die auf dein antisemitisches und rassistisches Portal führen, habe ich durch ein „xx“ unbrauchbar gemacht…

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