Mehrere tausend Menschen haben am Samstag, den 15.10.2011, in Berlin, Hamburg, Frankfurt und in vielen anderen Städten – im Rahmen einer „Occupy“-Aktion – gegen die „Macht der Banken und Konzerne“ protestiert. Als neugieriger Blogger habe ich die Demonstration in Berlin besucht: Hier sind an diesem Tag tausende deutsche Antikapitalisten, Heimatschützer, Verschwörungsfans und antisemitische Zinskritiker zusammengekommen, die sich als die 99 Prozent bezeichnen…
… den ganzen Artikel gibt es im neuen Reflexion-Weblog.
Video einer Kölner Gruppe, da ist alles drin, was Du in Deinem Artikel beschreibst:
http://www.youtube.com/watch?v=lqrQCRgp8qU
Man weiß wirklich nicht, ob man lachen oder weinen soll angesichts so viel Unwissen, offensichtlicher Dummheit und einer Haltung die man nur beschreiben kann als „Ich bin dumm und richtig stolz drauf“.
Es ist wirklich erschreckend – ich will nicht zu den 99 % gehören wenn ich mir das so ansehe – auf gar keinen Fall.
teil 3 ist schlimmer! holocaustrelativierung, israelhass und eine bejubelte chemtrailrede: http://www.youtube.com/watch?v=La2LX2nkVhI
ich hab mir mal deren google-pad-manifest anfgeschaut:
http://grandhotelabsturz.blogsport.de/2011/10/16/die-deutsche-revolution-hat-ihr-manifest/
Darf man kotzen? Es ist widerlich was sich derzeit abspielt. Und die Medienlandschaft applaudiert! Schrecklich!
Wolfram Siener wurde übrigens nach eigener Aussage durch die Zeitgeist-Filme politisiert. Ich denke das sagt alles zu dieser Person!
wenn man will, kann man alles einseitig kaputt labern. einfach immer nur gebetsmühlenartig einseitig wiederholen.
wie die nazis.
und wie du hier.
da kriegen leute mal ihren arsch hoch und so pseudointellektuelle klugscheisser zerfaseln alles.
ich habe plakate gesehen die du nicht beschreibst.
schwach. ganz schwach.
das ist es ja gerade, wenn die deutschen ihren arsch hochkriegen muss man zusehen dass man ihren arsch wieder auf grundeis drückt. weil da gehört der nämlich hin, genauso wie die ganze deutsche branche der „occupy“–“bewegung“. aber die ist ja schon mehr oder minder tot… das was da jetzt noch eine wutbürgerrevolutions-volksgemeinschaft herbeifantasiert ist der haufen verschwörungstheoretiker und reaktionärer mittelständler die sich schon immer belogen und betrogen wähnten. nur dass sie diesmal nicht in bottrop-kirchhellen in einer kneipe vor sich hin lamentieren, sondern mal ein wochenende vor dem reichstag frieren.
das wars dann auch schon. spannend und bedrohlich ist eher, dass die politik das nicht erkennt und sich eigentlich alle einer meinung sind, was die krise betrifft.
denk ich an deutschland in der nacht, bin ich um den schlaf gebracht.
Da hast Du wohl die 99% nicht verstanden. Und »Es handelt sich um eine Art Messe. Ein Sprecher spricht, die Menge spricht die Sätze in einem monotonen Singsang nach.« stimmt ja wohl gar nicht; da hast Du auch das Open Mic nicht verstanden. – Fange an, Dich zu zu informieren! Es kann nur besser werden.
Natürlich zieht so eine Bewegung auch einen Haufen Spinner an. Sich diese paar Typen unter über 5000 Demonstranten gezielt herauszusuchen und dadurch den ganzen Protest zu diskreditieren ist doch arg tendenziös.
Vorschlag: Wir vertreiben nächstes Mal gemeinsam die BüSo-Spinner. Oder lieber im Kämmerlein weiterbloggen und überall Nazis vermuten?
… und die Zinskiritiker, Nationalisten, Verschwörungsfans gleich mit? Damit wären wir aber stundenlang beschäftigt
.
Wenn du jeden, der nicht gegen Deutschland ist, als Nationalisten siehst, könnte es in der Tat etwas dauern. Ansonsten war der Spinneranteil gefühlt bei 1%.
Reflexion ist gut und wichtig. Gerade in Deutschland. Dennoch finde auch ich deinen Artikel etwas sehr tendenziös. Diese Bewegung ist 1. nicht auf Deutschland beschränkt. Sind in Australien, den USA, Israel, Italien, Spanien, GB, Kanada, Norwegen, Brasilien, Südafrika wohl auch lauter Antisemiten auf die Straße gegangen? Das glaubst ja wohl nicht mal du selbst.
Ich habe auch ein paar Spinner gesehen. Aber diese weltweite Bewegung versteht sich in Spanien, wie in NewYork eben auch hier als offen: OHNE eine Führungsperson. Da ist erst mal jede/r willkommen. Und genau hier sollten wir (die sich schon länger mit Kapitalismuskritik beschäftigen) uns einbringen. Mit gutne Argumenten gegen diese ganzen VT. Ich habe viele gesehen, die keineswegs deutschtümmeln, wie du hier suggerierst und dich sich ausdrücklich auf die Kämpfe in den vielen anderen Ländern beziehen. Ich finde es schade, wenn jeder Sozialprotest hier sofort in die antisemitische Ecke gestellt wird, anstadt die vielen, die sich gerade neu politisieren mitzunehmen, zu bilden und so gemeinsam etwas weiter bringen. Und damit meine ich jetzt NICHT die deutsche Volksseele, sondern die Menschheit. Aber wenn du dich aufs Dissen beschränkst und das von allen anderen erwartest, wird es hier nie weitergehen… oder wir überlassen das Feld gleich der NPD, den VT und anderen Idioten.
Du bist ein linker Troll, was du machst ist nicht Kritik sondern einfach nur „intellektuelles“ Mobbing. Kritik transzendiert die Zustände auf die sie sich bezieht. Also einfach mal den Leuten erzählen, warum ihr Bewusstsein denn „falsch“ ist. Und das möglichst nicht im Internet sondern im persönlichen Gespräch.
zu diesem Blog fällt mir nur ein dass da jemand hinter steckt der es okay findet wie alles läuft und der lieber seine Ruhe haben und andere für sich denken lassen will als selber mit dem Denken zu beginnen.Da wird nur das wiederholt was der Mainstream von sich gibt.Da wird denunziert und schlecht geredet.Und das alles ohne jede Grundlage.Ich selbst bin seit 20.August fast täglich dabei und kann das alles was ich hier lese nicht bestätigen.Ich weiss nicht wo es herkommt aber mit Sicherheit nicht von Jemandem der recherchiert hat oder eventuell mit uns persönlich gesprochen hat! Aber was solls irgendwann wird auch dieser Schreiberling hier erwachen,aber für die die das System zu Spät verstehen wird der Aufschlag härter!
„Der Kapitalismus in seiner Totalität wird nicht benannt, von einer Kritik an Staat, Nation und Kapital sind die Demonstrant_innen Lichtjahre entfernt.“
Hast du mal mit Leuten gesprochen ich glaube nicht, jemand der kognitiv nicht mal in der Lage ist nach einigen Minuten Livestream NICHT dass Konzept des human microphone zu erfassen …ROFL
Der Autor dieses Trollblogs sollte vielleicht mal anfangen zu „reflektieren“. btw ist Kritik am Kapital nicht strukturell antisemitisch?
Dieser Artikel ist wirklich sehr ansprechend und spiegelt wider wie stumpfsinnig und hirnrissig es ist eine Revolution zur Verbesserung der Lebensverältnisse erkämpfen zu wollen^^ Eigentlich ist doch alles in Ordnung. Kapitalismus ist ein unumstössliches System was auf immer und ewig für alle Zweit und auch danach noch allen Menschen Wohlstand, Wachstum und freie Marktwirtschaft bescheren wird^^ Ironie aus schreibst du für den Spiegel? Du Vogel!!!
Heyhey,
na nette Analyse – das Problem ist bloss: Was ist mit den Leuten, die dieses Niveau nicht verstehen und damit sich für diese Leute die ganzen Vorgänge tatsächlich wie eine „Neue Weltordnung von Oben“ darstellt? (Mal von den spinnerten Nebenblabla abgesehn)
Bekannter Spruch: Jede entsprechend hochentwickelte Technik wird sich für den unaufgeklärten Benutzer zwangsläufig wie Magie vorkommen.
grüße
Natürlich ist bei dieser Bewegung Vorsicht geboten und radikale Kritik tut zweifellos not (ich habe mich übrigens auf meinem Blog auch mit dem Einfluss der Verschwörungstheoretiker auseinander gesetzt: http://tiny.cc/9vhio). Was aber etwa den Einfluss der Verschwörungstheoretiker betrifft, so schätze ich ihn äußerst gering ein. Die Zinseszinskritiker sind voll der reformistischen Flausen, sehen sich aber in der strahlenden Tradition der Aufklärung und sind gegenüber dem Widerspruch erfreulicherweise relativ offen. Von offenkundigen Antisemitismus, wenn man ihn nicht in bestimmten reformistischen Forderungen strukturell vermittelt sieht, habe ich zumindest am Samstag kaum etwas mitbekommen.
Ich hatte im Gegensatz zu dir auf der Berliner Demo keineswegs den Eindruck, dass sich hier bloß ein paar bornierte Zinskritiker, Verschwörungstheoretiker und dergleichen zusammen rotten. Vielmehr fand ich es doch bedeutend, dass hier – von der verkürzten Kritik her zu schließen – Teile des deutschen Kleinbürgertums aufbegehren, ohne aber in einen bornierten Nationalismus und Staatsgläubigkeit zurück zu fallen, sondern indem sie offenbar gedenken, das parlamentarische System im Sinne basisdemokratischer Strukturen zu beerben. In diesem Sinne meint der Ruf nach Volkssouveränität den öffentlichen, herrschaftsfreien und wirkmächtigen Diskurs.
Du hast natürlich recht, dass sich das Gros der Forderungen auf die alte reformistische Leier von der Diktatur des Finanzkapitals beschränkt, die strukturell allzu leicht Anschluss an Antisemitismus finden kann. Sicherlich gibt es innerhalb dieser Bewegung auch die Tendenz, ein mit sich identisches Volk halluzinieren, dem eine kleine üble Elite entgegensteht, von der es sich zu befreien hätte. Keine Frage, diese personifizierende Kritik ist ein offenes Eingeständnis von Ignoranz angesichts des apersonalen Charakters des Kapitals und der antagonistischen Struktur der Klassengesellschaft. Aber ich würde nicht so weit gehen, diese verkürzte Kritik vollkommen von Bord zu werfen. Zumindest solltest du bedenken, dass sich eine reformistische Forderung innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen schon eine revolutionäre Praxis antizipieren kann, die aktuell allerdings latent, vorbewusst gegeben ist.
Zum Beispiel bedeutet, die „EU-Diktatur“ anzuprangern, Kritik an einem Herrschaftsapparat zu üben, der das europäische Finanzsystem einem bürokratischen Finanzstabilisierungs-Mechanismus anvertraut, der – sofern er am Ende Bankenstatus genießt – sich bei der EZB unbegrenzt rekapitalisieren kann. Das heißt nichts anderes, als dass mit den Mitteln einer Inflationspolitik immer mehr Schulden überproportional unter den Lohnabhängigen Europas vergesellschaftet werden. Natürlich ist dieses Feld schon lange das Kampfterrain der europäischen Rechten, aber daraus einfach einen nationalistischen Reflex zu machen oder als „nationalbolschewistisch“ zu diffamieren, ist albern. Vielmehr gilt es, einer dahingehenden bornierten Kritik das aufzuzeigen, was sie stillschweigend voraussetzt und worauf sie, wird sie sich ihrer bewusst, letztlich hinaus läuft.
Nun, ohne dass viele Demoteilnehmer die konkreten Probleme theoretisieren könnten, hat sie offenbar der untrügliche Eindruck erfasst, dass der sogenannte „Wohlfahrtsstaat“ der Nachkriegszeit Vergangenheit ist, die zumindest formal gegebene demokratische Selbstbestimmung darüber hinaus vor der Bewegung des globalen Kapitals nicht gefeit ist und es diese zu verteidigen gilt – das ist, wie ich denke, in potentia eine revolutionäre Agenda. Denn bevor es besser wird, wird es zweifellos schlechter, und ich bin einigermaßen zuversichtlich, dass bald radikalere Forderungen gestellt werden, je schelchter sich die ökonomische Entwicklung ausnimmt.
Meine Einschätzung nach scheint sich hier das zur Ware degradierte Subjekt in subversiver Absicht innerhalb einer Bewegung auf zu raffen, die sich über die Partikularität des Einzelnen definiert, um doch einen Gegendiskurs der Universalität und Internationalismus zu formulieren. Denn im Grunde – und das gilt es zu würdigen – negiert die gesellschaftliche Praxis der Bewegung in ihren Erscheinungs- und Ausdrucksformen die nationalstaatliche Ordnung und, wie oben erwähnt, den parlamentarischen Apparat.
Vor diesem Hintergrund scheint mir diese neue kapitalismuskritische bis antikapitalistische Bewegung erfreulich subversiv, zunehmend radikal und deshalb vollauf unterstützenswert.
Den Spruch, den ich mir auf dem Weg zum Alex ausgedacht habe, fanden die meisten, die ihn hörten und kommentierten, jedenfalls dufte: „Sachzwang heißt nicht keine Wahl, gegen Staat und Kapital“
Keine Sorge Mr. Blogger, zu einer echten linken und antikapitalistischen Bewegung wirst du sowieso nie zugehören, antideutsche Spasten und Systemlover sind da nämlich nicht erwünscht.
Außerdem bist du viel zu uncool, um dazuzugehören, hehe
http://anonym.to/?http://occupyreichstag.blogsport.de/2011/10/17/19-27-plenum-911/
Warum nennst du Verschwörungstheorien „Verschwörungsideologie“? Ist dir klar, dass das (ursprünglich) ein Begriff aus der Verfassungsschützer_innenszene ist, der impliziert, dass ausschließlich rechte und linke Extremist_innen Verschwörungstheorien anhängen können?
@ Spen:
Ersteinmal geht es mir darum, dass Menschen auf der Demonstration ihre Liebe zu Deutschland und dessen „Volk“ mit Sprechchören, wie „Wir sind das Volk“ artikuliert haben. Das war auch nicht nur vereinzelt so, sondern ich habe das auf dieser Demonstration an verschiedenen Stellen erlebt. Des Weiteren haben nationalistische Gruppierungen, wie die Kleinst-„Partei der Vernunft“ an dem Marsch teilgenommen. Deine Unterstellung, ich würde jeden der nicht gegen Deutschland sei, als „Nationalisten“ bezeichnen, ist natürlich vollkommener Blödsinn. Das sich allerdings Menschen an dem Marsch beteiligt haben, deren nationalistische Artikulation über Konstrukte wie „Volk“, relativ deutlich wurde, kann man doch nicht leugnen.
Ich finde es des Weiteren falsch, die Behauptung aufzustellen, dass sich der „Spinneranteil“ bei 1% befunden hätte.Damit leugnet man doch die verschwörungsideologischen Konstruktionen, die es überall auf diesem Marsch gegeben hat. Dafür musste man sich auch keine Plakate raussuchen. Ich bin einmal von vorne nach hinten und einmal von hinten nach vorne gegangen. Dabei konnte ich diese unmöglichen Plakate überall in der Demonstration feststellen. Ich halte es für einen Fehler von „Spinnern“ zu sprechen, man sollte die Propagandist_innen von menschenfeindlichen Ideologien ernst nehmen und sich dementsprechend mit ihnen auseinandersetzen. Mit dem Konstrukt der „Spinner“ wird doch die Ideologie dieser Menschen verharmlost.
@ Schreiberling.
Genau das würde ich kritisieren. Wenn „jede/r“ willkommen ist, dann können auch Nazis, Antisemiten, Rassisten und andere reaktionäre Personen ihre Ideologie verbreiten. Es handelt sich um einen Drang nach einer deutschen Gemeinschaft: „Teilen statt spalten“, hieß es ja auch auf einem Schild. Das wurde nicht nur auf dem Marsch, sondern auch auf den Folge-Aktionen betrieben. Nun wurde eine 911 Arbeitsgruppe gebildet, mit der Verschwörungsideologen eine eigene Plattform geboten wird. Der Livestream wird nun von einer Gruppe erstellt, auf deren Youtube-Seite antisemitische Videos, wie „Gib mir die Welt plus 5 Prozent“ und Propaganda der rechten Reichsbürger empfohlen wird. Den Feinden der Emanzipation eine derartige Plattform zu geben, entspricht ganz sicherlich nicht dem, was ich von einer „Bewegung“ erwarte, die über den Kapitalismus hinausgehen will.
Das magst du bedauern. Meine Einordnung der Proteste, bei der auch (!) antisemitische Forderungen zu sehen und zu hören waren, liegen allerdings Fakten zugrunde. Die kannst du gerne ignorieren, was allerdings meinen Eindruck bestärkt, dass die unangenehmen Erscheinungen einfach geleugnet werden, um sich seine „Bewegung“ herbei zu fantasieren.
@ Hans Grohl:
Werden die armen Antisemiten von Büso und Co und die armen, armen Volkstümler einfach gemobbt. So was böses aber auch
.
@ Monika:
Hier haben wir ja eine Aktivistin, die die verschwörungsideologischen Phrasen von sich gibt („aufwachen“), die im Text kritisiert werden. Aber davon haste natürlich nichts bemerkt. Der Mainstream feiert eure „Volksbewegung“ übrigens richtig ab: Da sind alle einer Meinung, von Maybrit Illner über die Junge Welt bis zur Bild-Zeitung…
@Que:
Im Text steht doch, dass ich es wünschenswert fände, wenn sich die Demonstrationsteilnehmer_innen eine Kritik von Staat, Nation und Kapital betreiben würden. Das tun sie aber – in ihrer absoluten Mehrheit – nicht. Stattdessen sind sie „Volk“, kritisieren die „Bankster“, betreiben Zinskritik und frönen Vernichtungsphantasien.
Zum Problem des Reformismus innerhalb der spanischen „Democracia Real Ya!“-Bewegung, die in Europa die Grundlage der „Echte Demokratie Jetzt!“– und letztlich auch der „Occupy“-Bewegung geschaffen hat, möchte ich noch auf diesen etwas älteren Text verweisen: „The Times They Are A-Changin‘“ (http://tiny.cc/9vhio)
Ich bin dieser Bewegung auch skeptisch gegenüber. Ich halte es natürlich auch für notwendig, dass sich was ändert, dass die Menschen „wieder“ mehr Mitspracherechte bekommen. Es kann nicht sein, dass ohne Zustimmung des Steuerzahlers sein Geld in Milliardenhöhe an die Banken weitergegeben wird, mit der Drohung es würde sonst alles zusammenbrechen. Eine echte Graswurzelbewegung ist es jedenfalls nicht, wenn man dann noch hört Soros und wer weiß welche Milliardäre hätten die Bewegung finanziert. Naja, schon etwas merkwürdig.
Dass dort alle möglichen Leute rumtummeln ist klar. Mich stört vor allem, dass die meisten noch mehr Regulierungen fordern, statt einen Stop des Regulierungswahns – also hin zu mehr Freiheit und nicht mehr Sicherheit. Das staatliche Geldmonopol muss abgeschafft werden!
Diesem Artikel bzw. dem Autor muss ich jedoch ankreiden, dass er statt sich mit den Forderungen auseinanderzusetzen anfängt mit einem Schwarz-weiß-Denken die Leute in Schubladen zu stecken. Ich halte es auch für zimlich daneben jemanden der Kapitalismus oder das Zinssystem kritisiert als antisemitisch zu bezeichnen. Was soll das? Ich kenne selbst ein paar Juden und die verdienen kein Geld mit Zinsen. Wer sagt denn, dass Banker alle Juden sind, oder dass Juden grundsätzlich mit Zinsen ihr Geld verdienen. Darf man jetzt keine Kritik mehr an dem Zinseszinssystem üben, nur weil es Juden gibt, die damit Geld verdienen!?!
@ L.sentrug:
In den Märschen irgendein emanzipatorisches Potential ausfindig zu machen halte ich für vergebliche Lebensmüh. Fanatische „Zinskritiker“, wie Bernd Send, wirst weder du noch ich überzeugen können. Ich gebe dir recht, dass es sich um ein Aufbegehren deutscher Kleinbürger handelt, allerdings ist dieses geprägt von nationalistischen Denkmustern. Alleine „Wir sind das Volk“-rufend vor den Reichstag zu marschieren, um an die Politiker zu apellieren, die den „Bankstern“ wiederstehen sollen, sagt doch schon einiges aus. Sich als 99 Prozent auszugeben, der die Elite der 1 Prozent gegenübergestellt wird, ist ein verschwörungsideologisches Denkmuster, das diese Demonstration geprägt hat. Die 99%-Pappen waren ja nun wirklich allgegenwärtig.
Ich habe das nicht als nationalbolschewistisch diffamiert, wie du behauptest. Allerdings glaube ich nicht, dass es bei der „EU-Kritik“ um eine Kritik irgendwelcher Staatlichkeit geht, sondern um ein anti-europäisches Ressentiment. Es ist kein Zufall, dass nationalistische Rechte dieses Feld für sich entdeckt haben. Diese waren auch auf der Demonstration vertreten. Daran schien sich niemand zu stören. Das sollte von Menschen, denen es in irgendeiner Form um eine emanzipatorische Überwindung des Kapitalismus geht, auch kritisiert werden, anstatt da irgendwie fortschrittliche Momente hinein zu halluzinieren, die dort einfach nicht vorhanden sind.
Diesem angeblichen „globalen Kapital“ haben die deutschen Kleinbürger und ihre Erweckungsbewegung den Kampf angesagt. Ich sehe darin keinen Fortschritt, sondern im besten Falle absolut verkürzte Kapitalismuskritik, anschlussfähig für antisemitische Verschwörungstheorien. Im Kern wird hier ein „internationales Finanzkapital“ konstruiert, dem die Nationalstaaten entgegenstehen sollen. Hier an Heuschrecken-Diskurse angeknüpft und sowas halte ich nicht für unterstützenswert, sondern für gefährlich.
Von derartigen Verelendungstheorien halte ich gar nichts. Schlechtere Lebensbedingungen sind eben auch schlechtere Ausgangsbedingungen. Ich befürchte eher, dass eine derartige Verschlechterung dazu führt, dass rassistische, antisemitische und nationalistische Diskurse noch unverhohlener propagiert werden.
@ Miseo:
Dein Kommentar habe ich lediglich freigeschaltet, weil er die antisemitischen Verschwörungsideologien deutlich aufzeigt. Angefangen von der Frage nach den Finanziers, über die überaus ekelhafte Behauptung von den jüdischen Alibi-Freunden hin zur Propagierung eines „Zinssystem“, das in dieser Form überhaupt nicht existiert. Im Artikel wurde übrigens überhaupt nicht behauptet, dass Menschen, die den Kapitalismus kritisieren, allesamt Antisemiten sind, sondern es wurde auf eindeutige Antisemiten hingewiesen und auf strukturellen Antisemitismus, von dessen Existenz du rein gar nichts begriffen zu haben scheinst.
@Reflexion
Du hälst also Zinskritik perse als antisemitisch? Wieso? Was wenn das Zinseszinssystem tatsächlich ein Problem darstellt, darf man es dann nicht ansprechen, nur weil es Juden gibt die damit ihr Geld verdienen?
Auch wenn du mir das jetzt gern unterstellst, aber ich hab nix gegen Juden! Es ist lächerlich wie du die Leute mit der Antisemitenkeule bearbeitest ! Das hat mit Reflexion nix zu tun!!
„Angefangen von der Frage nach den Finanziers“
Ist es nicht verwunderlich, wenn eine Bewegung die größtenteils antikapitalistisch ist und die Banken kritisiert von Milliardären finanziert wird?
Mit „Zinssystem“ meine ich nicht das kapitalistische System sondern eben das Zinseszinsystem, das irgendwann immer zu Problemen führen muss. Das ich dabei an Juden denken muss, habe ich wohl Leuten wie dir zu verdanken, die genau dies suggerieren!!
Klaro. Schuld am Antisemitismus sind diejenigen, die Antisemitismus kritisieren. Alleine deine Hetze, dass es „Juden gibt die damit ihr Geld verdienen“, ist einfach nur widerlich. Derartige Kommentare werde ich nun nicht mehr freischalten. Ich bevorzuge Baseballschläger.
Wenn eigentlich vernunftbegabte Menschen Bankern den Tod wünschen oder allgemeiner die „Frage nach der Schuld“ mit einer Menschengruuppe beantwortet wird, dann frag ich mich, ob die im Geschichtsunterricht die ganze Zeit Kreide holen waren.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article13665369/Merkel-versteht-die-tiefe-Sorge-der-Demonstranten.html
Wen überrascht’s?
Natürlich ist der Aufruhr gegen die Finanzmärkte leicht zu vereinnahmen. Vereinnahmen ist allerdings das falsche Wort: decken sich doch die Rufe der „Antikapitalisten“ nach dem Staat mit dessen Kontrollinteresse.
Die Entgegensetzung einer Gemeinschaft, ideell repräsentiert durch den Staat, zu einem konkretisierten, verorteten Anderes taugt eben zu nichts anderem als Politik.
Mir wird hier entscheidend zu wenig Kapitalismuskritik geäussert, die den Namen verdient.
deshalb mal ein Verweis auf die hässliche Seite von www.junge-linke.org
Schade nur, dass Argumente scheinbar gar nicht gewollt sind. Erschreckend erscheint mir der Zustand der Einigkeit, bei dem der Inhalt ganz aufgegeben wird, damit man bloß einig und zusammen ist.
Im Spiegel wurde das Problem der „Wutbürger“ einmal sehr treffend beschrieben:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,616392,00.html
Was fehlt ist der Umstand, daß viele sich in einen nationalen/rassistischen Wahn stürzen nach dem Motto: „Wenn wir Deutschen so dürften wir wir Edelvolk es könnten und es uns zustehen würde…“
@ Bigmouth:
MiSeo spricht von einem „Zinseszinssystem“, dass ein Problem darstellen würde. Innerhalb dieses Systems würde es auch „Juden“ geben, „die damit ihr Geld verdienen“. Darüber will er mal reden, kann er auch, aber nicht hier. Gibt schließlich genügend antisemitische Foren.
Ich glaube kaum, dass man irgendwelche Antisemiten, die vom „Zinseszinssystem“ schwafeln, überzeugen kann.
Hinter jedem der das „Zinseszinssystem“ kritisiert einen Antisemiten zu sehen ist genauso paranoid wie hinter jedem großen Ereignis eine Verschwörung zu vermuten!
Der Autor dieses Artikels ist doch der erste, der überhaupt damit anfing die Verbindung zu den Juden bzw. Antisemitismus herzustellen.
Das ist einfach falsch und derart deutlich ersichtlich. Hier handelt es sich also – und ich formuliere das mal freundlich – um eine ziemlich gewagte Unterstellung. Ich zitiere:
ich bin mit sehr vielen dingen sehr einverstanden und finde sie gut beobachtet – allein eine schilderung macht mich stutzig und lässt mich dann doch etwas zweifeln, ob du das alles nicht gar zu einseitig wahrnimmst (vorab: ja, mich gruselt es auch). dem vorfall in frankfurt fehlt der nicht ganz unerhebliche hinweis, dass die fahnenschwenker rotzbesoffen und ganz offensichtlich auf der suche nach genau so einem erlebnis waren, dass man dann hinterher ganz im sinne der sich selbst erfüllenden prophezeiung im netz verbreiten kann. es gibt auch sehr gute gründe fernab jeder verschwörungstheorie und fernab jeder usa-feindlichkeit, aus denen man es scheiße finden kann, fahnen egal welchen staates zu schwenken. will ich nur mal gesagt haben…
„Hier sind an diesem Tag tausende deutsche Antikapitalisten, Heimatschützer, Verschwörungsfans und antisemitische Zinskritiker zusammengekommen, die sich als die 99 Prozent bezeichnen.“
Ganz am Anfang des Artikels steht dies doch schon!
„antisemitische Zinskritiker“
Wenn damit nicht alle Zinskritiker gemeint sind, wodurch unterschieden sich dann die antisemitischen von denen die es nicht sind ?
Dann solltest du es vielleicht präzisieren.
antisemitische kundgebungen von halbgebildeten ahnungslosen werden hier als revolutionäres event vermarktet?
occupy wall street, arab und sonstige „wir zahlen nicht für eine krise“-idioten bewegen sich nicht nur symbolisch, sondern auch inhaltlich auf einer ebene mit den gebrüdern strasser und ernst röhm.
warenform, tauschakt, verdinglichung und entfremdung interessieren die klassenkämpfer_innen ja nicht, die sich von pathos gepackt nicht nur mit jeder noch so regressiven „nationalen befreiungsbewegung“, verbalradikalen anti-heuschrecken sozialpatnerschaftler_innen und vollkommen utopie- und begriffslosen „hochfinanz“kritiker_innen solidarisieren, sondern in gedanken schon den galgen für jüdisch konnotierten charaktermasken des wurzellosen globalisierten kapitals knüpfen.
aber wer immer noch meint, der hauptfeind stehe im eigenen land und nicht begreift, dass die totalität des eigenen landes der hauptfeind ist, der wird immer den wunsch nach dem lynchmord hegen.
Übrigens, so wie du MiSeo zitierst, also durch das Auslassen von „(…)und die verdienen kein Geld mit Zinsen.“, möchte man glauben, es sei dir weniger an dem richtigen Verständnis der jeweiligen Kommentare gelegen, als daran vermeintliche Beweise für Antisemitismus aufzuzeigen!
Für „Reflexion“ fehlt mir da die Fähigkeit zu differenzieren!
„die totalität des eigenen landes der hauptfeind ist“
So ein dummes Geschwätz! Die Probleme, weshalb die Menschen jetzt auf die Straße gehen, haben doch nix mit Deutschland zu tun. Die gleichen Probleme gibt es in Spanien, Italien etc.. Überall dort wo die Regierungen in Partnerschaft mit den Banken Geld aus dem Nichts zaubern und jetzt bis über die Ohren verschuldet sind. Ich kann mich MiSeo´s Anmerkung zu dem staatliche Geldmonopol nur anschliessen. Geld ist eigentlich ein Tausch-und Werterhaltungsmittel. Wenn der Staat nicht vorschreiben würde mit welchem Geld getauscht oder gehandelt werden muss, würde sich irgendwann eh das gute Geld durchsetzen. Dann könnten die Banken auch weiter fröhlich ihr Geld drucken, nur würde es bald niemand mehr haben wollen.
Danke für deine Einschätzung. Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr die Kommentare sich in ihrem Niveau unterscheiden
Aber so ist das halt im Internet.
Sehr gut fand ich übrigens auch das posting auf http://lavache.blogsport.de/ und bei Daniel Kulla zu dem Thema.
Hast du dich mal mit den Inhalten der Occupy-Fraktionen aus anderen Ländern beschäftigt? M.E. nach sind dort ähnliche Tendenzen zu beobachten – wenn auch nicht in dem Ausmaß wie in Deutschland.
Das der Ruf „Wir sind das Volk“ nicht nationalistisch zu verstehen ist, kommt einem tapferen Antideutschen natürlich nicht in den Sinn. Es geht um darum, wessen Interessen die von uns gewählten Politiker vertreten sollen. Wenn das alles Nationalisten sind, wie erklärst du dir dann den recht hohen Anteil an Spaniern, Italienern und englischsprachigen Nichtdeutschen auf der Demo?
Die große Masse ist dumm. Blöde Sache. Was nun? Dein Artikel ist sehr einseitig und auch nach dem dritten Lesen habe ich keine stichaltigen Ratschläge finden können. Ich kann diese „Ich-bin-Gott-sei-Dank-anders/besser/schlauer-Blogger“ nicht mehr lesen. Dass viele Menschen das System nicht verstehen oder die wirtschaftlichen und politischen Vorgänge verfolgen mögen, ist eine Sache. Doch dass einige von ihnen aufgehört haben weg- oder zuzusehen, ist doch eine positive Entwicklung, oder?
Verdammt nochmal. Stell dich mit deinem eigenen Schild dazu! Und nach der Bewegung wählen wir den lustigsten Spruch aus den Schildern aus. Das wird großartig!
„Das der Ruf „Wir sind das Volk“ nicht nationalistisch zu verstehen ist, kommt einem tapferen Antideutschen natürlich nicht in den Sinn.“
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LOL
Natürlich hast du das richtige Bewusstsein, und alle die nicht dein’s haben, sind Scheisse…
Ich dachte mal eine Revolution sei eine reale Bewegung, und nicht bloss das richtige Bewusstsein^^
Was vor allem kritisierenswert an dieser Bewegung ist, ist ihr ihr Pazifismus und ihre Staatstreue. Und dass sie beinahe komplett spektakulär ist.
Aber deine persönlichen Komplexe mit Leuten die nicht „das richtige Bewusstsein“ haben, sind einfach lächerlich.
Ich glaube du hast wenig interesse an einer wirklichen revolutionären Bewegung… Sondern eher an intelektueller Selbstbehauptung, was genauso kleinbürgerlich ist wie diese Occupy-Bewegung…
„Das der Ruf „Wir sind das Volk“ nicht nationalistisch zu verstehen ist, kommt einem tapferen Antideutschen natürlich nicht in den Sinn.“
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Auch von mir ein „LOL“.
Wer hat diesen Artikel geschrieben? Wieso steht kein Name da, nicht einmal ein Pseudonym, dem man nachgehen könnte?
Aus welcher Ecke und unter welcher Decke ist dieser „Schreiberling“ hervor gekrochen & von wem wird er geschickt und bezahlt?
Ich gehe mit meinem einzigen Netz-Namen hierher, um zu schreiben – warum hat dieser Mensch nicht das Rückrat, sich zu dem zu bekennen, was seinem Geist entsprungen zu sein scheint?
Ich kann nicht fassen was ich da lese!
Ein Haufen zusammengestellt aus dem Kompost des Unwissens!
Ehrlich gesagt habe ich bei der Hälfte aufgehört zu lesen, denn
es kam mir so vor als müsste ich die Klassenarbeit eines neunt Klässlers berichtigen, der sich zur einzigen Vorbereitung vollkommen passiv und desinteressiert mit in die Demonstration stellte und zu den ettlichen vorgegebenen Worten nur noch einige unpassende hinzugefügt hat.
Wobei nicht nur das Jargon an einen Spätpubertierenden erinnert, sondern auch zahlreiche Rechtschreibfehler das Gesamte schmücken.
Ich habe noch mindestens 26 weitere Punkte über die ich mich auslassen könnte, jedoch liegt es mir fern folgende kostbare Minuten meines Daseins mit dem zermürben meiner Nerven fortzuführen.
Das nächste mal bitte mit dem Thema beschäftigen anstatt den aufnahmewilligen Lesern ein Oberflächliches ‚IRGENDETWAS‘ zu servieren! Oder über eine passendere Berufswahl nachdenken.
Eine Beleidigung für meine Stirnlappen!
lieber herr d. ,
zur (ziemlich) objektiven abwechslung mal ein kurzes video einer renomierten medienanstalt.
http://www.youtube.com/watch?v=KBeRaydxa4M
ich kann in diesem video leider mal überhaupt keine verschwörungstheoretischen, antisemitischen oder nationalen ressentiments erkennen.
weder in den o-tönen noch bei den „demonstranten“.
es gibt mit sicherheit genug spinner innerhalb solcher „massenbewegungen“, nicht nur in deutschland.
und du hast sie mit größter wahrscheinlichkeit fast alle gefunden, hast aber wohl auch nur nach diesen gesucht.
in fast allen politischen systemen regieren doch lobbyisten von banken, versicherungen oder anderen großen konzernen.
politiker sind allenthalben noch marionetten und werden gefüttert. gutes beispiel dafür ist herr fischer, der es immerhin vom steineschmeisser zum berater für energiekonzerne gebracht hat. beachtenswert, doch.
fakt ist, dass die aktuellen proteste mitlerweile global anschwellen und sich begründeterweise mehr und mehr gegen den finanzkapitalismus richten. dieser ist in seiner jetzigen form nicht mehr (er)tragbar.
für niemanden. nicht für rentner, hartzler, angestellte, mittelständische betriebe, beamte, … und dabei ist es herzlich egal welche hautfarbe, religion, politische einstellung oder schuhgröße sie haben.
eben daher ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass ernstzunehemende politische strömungen eine solche „bewegung“ für sich vereinnahmen könnten. außerdem richten sich die weltweiten proteste ja gerade AUCH gegen jene politik die das unregulierte walten von finanzkapitalisten erst zu lässt.
und das haben gemäßigte linke ebenso wie rechte, mehr oder weniger demokratisch gewählte regierungen nicht besser gemacht als regime.
das dich mehr stört lieber herr d., dass auf solchen protestveranstaltungen ein paar armselige spinner herumlaufen und als trittbrettfahrer versuchen eigenen nutzen daraus zu schlagen anstatt selber entrüstet über das gebahren von regierung und großbanken zu sein, lässt mich zum einen an deinem gesunden menschenverstand zweifeln. zum anderen kann ich aufgrund der wieder einmal sehr einseitigen berichterstattung kaum glauben, dass du anwesend warst. wenn ich damit falsch liegen sollte, hast du wirklich deinen (gesunden) menschenverstand verloren oder bist einfach nur ein misantroph. für beides empfinde ich fast so etwas wie mitleid.
LOL! Jens, wer ist „Herr d.“?
hatte eigentlich mit inhaltlicher kritik gerechnet. aber nun gut: deine antwort sagt eigentlich alles.
Horror!Horror! Horror!!!
@Reflexion
Da steht uns mit der anschwellenden Krise noch ein gehöriges Hangemenge bevor. Manometer. Du kriegst hier noch mehr Dreck ab als wir bei lavache. Man dachte jahrelang „linksradikale“ Debatten wären die grösste Qual – Fehlurteil! Ist der Kleinbürger erst einmal auf den Barrikaden, dann wird der Kessel angeheizt.
Hut ab, Helm auf. Companero.
@ Jens D-R.:
Vorweg: Es ist natürlich vergebene Lebensmüh, einem Menschen zu antworten, der keine Kritik formuliert, sondern mit Schaum vor dem Mund einige stumpfsinnige Sätze gegen den Autoren in die Tasten haut. Dies lässt sich bereits an dem Umstand erkennen, dass du – Jens – auf ein Video verlinkst, in dem die Proteste nur als Aufhänger genutzt werden. Ansonsten zeigte es Personifikationen des deutschen Kapitalismus, die die gleiche Kritik wie die Attac-Demonstrant_innen formulieren. Diese habe ich in meinem Artikel zwar nicht als Attac-Demonstrant_innen benannt, aber mit der Einordnung als „deutsche Antikapitalisten“ habe ich sie doch genügend gewürdigt. Das von dir als objektiver gewürdigte Video von Frontal 21 handelt also erstens nur am Rande von den Protesten, die Forderungen der Demonstrant_innen kommen daher auch nur am Rande vor. Trotzdem fand ich den Schluss, der hier gezogen wird, äußerst interessant: Mit dem tapferen Schaffer Otmar Zwiebelhöfer, der vom ZDF als fleissiger Unternehmer dargestellt wird, kommt Frontal 21 zum Schluss: „Unternehmer alter Schule, seit an seit mit Demonstranten“. Deutlicher kann man ja nicht machen, dass es sich bei der „Occupy“–“Bewegung“ nicht um ein emanzipatorisches, antikapitalistisches Unterfangen handelt, sondern in der deutschen Form um ein spezifisch deutsches Projekt, gegen das, was du „Finanzkapitalismus“ nennst. Andere sprachen und sprechen da von „Heuschrecken“, „Bankstern“ oder der „Schuldknechtschaft“. Hier wird also ein Diskurs betrieben, der alles Übel dieser Welt in „Finanzkapitalisten“ zusammenfasst.
Es handelt sich um deutsche Ideologie. Denn die Aufspaltung des Kapitalismus in einen produktiven Teil (deutsche Unternehmer wie sie vom ZDF gezeigt werden) und in einen unproduktiven Teil („Finanzkapitalisten“, „Heuschrecken“, „Bankster“ etc.) ist in der deutschen Vergangenheit bereits Teil nationalsozialistischer Propaganda gewesen.
Zumindest Teile der Demonstrant_innen bewegen sich – auch wenn es ihnen nicht bewusst ist – in dieser Traditionslinie. Es ist dieser Drang nach einer deutschen (Volks) Gemeinschaft, der im Artikel kritisiert wird. Dieser Umstand wird, wie alle anderen inhaltlichen Thesen, von Dir ignoriert. Du stellst die Behauptung auf, ich hätte mir da einige „Spinner“ rausgepickt. Dabei ignorierst du, dass die „Spinner“ als Teil des organisatorischen „Acampada“–“Alex11″ Zusammenschluss die Demonstration maßgeblich geprägt haben. Hier handelt es sich – und auch das wird im Artikel benannt – auch um deutsche Verschwörungsfans und Querfrontler, bei deren erstem Campingversuch auch nationalistische Verschwörungsfreaks, wie Georg Beres auftreten durften.
Im Übrigen habe ich nicht nur „Spinner“, sondern vor allem Schilder fotografiert. Das war auch gar kein Problem, denn was da an Schildern zu sehen war, war halt bestenfalls etwas, was man mit gutem Willen als verkürzte Kapitalismuskritik („Gegen die Diktatur der Banken“) bezeichnen könnte. Wurde übrigens auch im Artikel benannt, wird übrigens auch von dir ignoriert. Oftmals handelte es sich allerdings um Schilder, die mit verschwörungsideologische Botschaften bestückt waren. Einige sind sind im Artikel zu sehen. Ich könnte nun meine anderen Fotos hochladen, auf dem noch mehr Schilder zu sehen sind. Doch auch das würde einen Menschen wie Dich, der alle ihm nicht genehmen Botschaften mit dem Verweis relativiert, hier würde es sich um vereinzelte „Spinner“ handeln, doch auch nicht überzeugen.
Schließlich betreibst du selbst eine verschwörungsideologische Deutung der Realität: „politiker sind allenthalben noch marionetten und werden gefüttert“, behauptest du. Für dich sind alle Politiker_innen „Marionetten“, die von den „Großbanken“ gesteuert werden. Genau mit einer derartigen Deutung betreibst du halt keine Kapitalismus-Kritik. Du suchst dir damit einen Teil der kapitalistischen Akkumulation raus, nämlich das was die Nazis „raffendes Kapital“ nannten und arbeitest mit ganz ähnlichen Deutungsmustern. Die steuern die Politiker wie „Marionetten“. Der Kapitalismus in seiner Totalität wird ignoriert. Die anderen Sphären der kapitalistischen Produktion werden sogar irgendwie als fortschrittlich eingordnent. Bei dir sind es die deutschen „Kleinunternehmer“, bei den Nazis war es das „schaffende“ Kapital.
Das der Kapitalismus Rassismus, Antisemitismus und andere menschenfeindliche Einstellungen hervorbringt wird durch die „Volksbewegung“, die dir am Herzen liegt, gekonnt mit Ignoranz gestraft. Dem Kritiker dieser deutschen „Volksbewegung“ wirfst du stattdessen vor, dass er seinen „(gesunden) menschenverstand“ verloren hätte und ein „misanthrop“ sei. Er ist also krank und ein Fall für den Doktor. Das, was du hier zusammenstammelst, ist keine Kritik, sondern Hetze gegen einen Kritiker, dessen Kritik dir nicht passt, weil er deine „Bewegung“ kritisiert, die du so begeistert begrüsst.
Und dann wunderst du dich, dass ich auf dieses Gestammel mit LOL reagiere, anstatt mir die Arbeit zu machen, darauf auch noch inhaltlich zu antworten. Eigentlich ist mir meine Zeit dafür nämlich zu schade.
@ Leser #19225:
Super Idee
! Ich stell mich mit einem Schild – gegen Antisemitismus – neben die Antisemit_innen. Das erinnert mich dann doch sehr an Woody Allen….
@ neo:
„Horror!Horror! Horror“ find ich sehr treffend.
@ Do menik:
Ich habe mich nur am Rande mit der internationale „Occupy“-Bewegung befasst. Das es auch dort antisemitische Propaganda gibt, wird in einem Artikel der „Jüdischen Allgemeinen“ sehr deutlich [Klick].
„zahlreiche Rechtschreibfehler“
neunt Klässlers = Neuntklässlers
ettliche = etliche
Oberflächliches ‚IRGENDETWAS‘ = oberflächliches Irgendetwas
Komma!Komma!Komma!
@Reflexion
Auch wenn ich Teile deiner Kritik an Jens Kommentar verstehen kann, andere Teile sind jedoch gespickt von der selben Schwarz-Weiß Logik wie der Artikel:
„Es ist dieser Drang nach einer deutschen (Volks) Gemeinschaft, der im Artikel kritisiert wird.“
Das Wort „deutsche“ hast du hier wohl dazugedichtet und beschreibt nicht wirklich den vordergründigen Wunsch der Bewegung. Sicher gibt es auch Leute dort, die eine deutsche Volksgemeinschaft meinen wenn sie von „Volk“ reden. Die meisten verstehen darunter aber die Gesamtheit der Bürger unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion.
Viele meinen damit sogar das europäische Volk und wünschen sich mehr Mitspracherechte auf europäischer Ebene, was ich persönlich für utopisch bzw. unnötig halte, da der Einfluss der einzelnen Interessenvertreter bei einer Regierung die 500 Mio. Menschen „vertritt“ fast nichtig wird. Mehr Demokratie und Gerechtigkeit kann nur mit kleineren Verwaltungseinheiten erreicht werden.
„Denn die Aufspaltung des Kapitalismus in einen produktiven Teil (…) und in einen unproduktiven Teil (…) ist in der deutschen Vergangenheit bereits Teil nationalsozialistischer Propaganda gewesen.“
Anstatt hier wieder die Leute, die dieser Meinung anhängen, mit Nazis zuvergleichen, wäre es doch konstruktiver zu erklären weshalb diese Idee des unproduktiven und produktiven Teils des „Kapitalismus“ nicht stimmt. Nicht, dass ich dieser Idee etwas abgewinnen kann, aber nur durch die Parallele zu den Nazis es als falsch abzutun ist wohl zu einfach. Wenn man es so genau nimmt, dürfte man auch keine Autobahn fahren, nur weil die Nazis mit dem Bau begonnen haben.
Meiner Meinung nach liegt das Problem nicht bei den zockenden Banken und anderen privaten Spekulanten, sondern eben an dem fehlenden Mitspracherecht derer, die es jetzt bezahlen sollen. Bei kleineren Verwaltungseinheiten würde sowas nicht passieren. Wenn der Bürgermeister einer kleinen Gemeinde entscheiden würde das Geld seiner Steuerzahler an andere weiterzugeben, ohne diese zu fragen, würde er sich bald nicht mehr auf die Straße trauen.
„Der Kapitalismus in seiner Totalität wird ignoriert.(…)
Das der Kapitalismus Rassismus, Antisemitismus und andere menschenfeindliche Einstellungen hervorbringt(…)“
Auf der einen Seite lehnst du Kapitalismus stets ab, auf der anderen Seite bezeichnest du die Kritik der anderen (die ich im übrigen meistens auch nicht Teile) als „verkürzte Kapitalismuskritik“
Was ist denn deiner Meinung nach das Problem am Kapitalismus??
Mal abgesehen von deiner Behauptung, es würde Rassismus, Antisemitismus und andere menschenfeindliche Einstellungen hervorbringen. Das glaube ich nämlich nicht. Oder erklär wenigstens mal weshalb du das glaubst! Es gibt übrigens Ökonomen die sich weigern dieses System als kapitalistisch zu bezeichnen.
Falls du dich für eine andere „Kapitalismuskritik“ interessieren solltest, die selten bis nie zu hören ist, empfehle ich dir mal das Buch „Das Kapital am Pranger“ von Roland Baader zu lesen!!
Der Blog ist eine einzige Hetze gegen diese Demonstration und die dahinter stehende Bewegung. Wer den in Auftrag gegeben hat, muss die Hosen ganz schön voll haben. Sonst wäre dieser Artikel, der nun wirklich gegen ALLE hetzt, nicht notwendig gewesen.
@ CereBro:
Sag mir was für Bücher du empfiehlst und ich sag dir wo du stehst. Roland Baader hat nicht nur das von dir empfohlene Buch geschrieben, in dem der Kapitalismus als natürliche Ordnung verklärt wird. Der Hayek-Fan sitzt auch im „Redaktionsbeirat“ der Zeitschrift „eigentümlich frei“. Dort veröffentlicht er regelmäßig Artikel. Diese Zeitschrift ist „vor allem einfach rechts: Erklärte Feinde sind Feministinnen, die ‚Antifa‘ und der Sozialstaat“, schreibt Ernst Kovahl in der Zeitschrift „DerRechteRand“. Dort wird die Zeitung eingeordnet. „Eigentümlich frei“ ist „eng in das publizistische Netz der deutschen Rechten eingebunden“. Baader ist allerdings auch Autor der „Jungen Freiheit“, einer Wochenzeitschrift der neuen Rechten. Dort betont er was er so alles mag: „Mein Heimatort, die Muttersprache, (…) Sprache (Deutsch)“. Er glaubt „an die Menschwerdung Gottes in Christus“, sagt er dort. Tut mir leid, mein Interesse für rechte Propaganda eines extremen Liberalen, der auch noch von der anti-europäischen „Partei der Vernunft“ beworben wird, hält sich in Grenzen. Ich finde es allerdings bezeichnend, dass du einen derartigen Autoren, der eng in das publizistische Netztwerk der deutschen Rechten eingebunden ist, empfiehlst.
@ Ich:
Wer hat denn den Auftrag gegeben?
@ CereBro:
Auch hier sieht man, wie sehr du selbst einer Denkweise verfallen bist, die auf NS-Propaganda zurückgeht:
Tja.. Dann stimmt es eben nicht mit der ersten Autobahn der Nazis! Das entkräftigt mein Arggument aber nicht, dass du mit stupidem Rechts-Links-Denken die Dinge bewertest.
Kann Roland Baader auch nicht in allen Punkten zustimmen, dennoch halte ich das Buch für sehr lesenswert, da er dort auch für Leien logisch nachvollziehbar die freie Marktwirtschaft und die Probleme durch die Einmischung von Politik in den Markt erklärt.
Da ich keinem Recht-Links-Muster verfallen bin ist es mir auch egal ob Baader und ich wohl auch als rechts bezeichnet werden – erst Recht nicht von jemandem, der anstatt auf berechtigte Fragen bzgl. Kapitalismuskritik mit dem typischen Schubladendenken daherkommt und damit jeder Diskussion die Grundlage nimmt. Was hat das mit Reflexion zu tun??
Hab mir vorhin den Artikel über Antideutsche, zu denen du dich ja scheinbar bekennst, bei Wikipedia gelesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Antideutsche
Sehr amüsant fand ich folgenden Satz:
„Zudem sind auch innerhalb der Strömung Zerwürfnisse und Spaltungen keine Seltenheit, wobei diese i. d. R. unter häufigem Einsatz von Antisemitismusvorwürfen[15] ausgetragen werden.“
Dein Text ist menschenfeindlich bzw asozial. Er erinnert mich ehrlichgesagt an die radikale rechte und die radikale linke Szene, die nichts außer der eigenen Meinung akzeptiert..und diese bei jeder Gelegenheit irgendwie rechtfertigt.
Radikal, unbelehrbar und stolz darauf. So wirkst du bzw dein Text und deine Antworten auf mich.
Lies dir bitte nochmal deinen Text durch und überlege dir, wie stolz du deine Sichtweise äußerst. Glaubst du Stolz macht glücklich?
Wikipedia darüber: „Stolz dient der Signalisierung eines hohen sozialen Status. Individuen, die einen hohen Status erfolgreich kommunizieren, können ihren Zugang zu knappen Ressourcen und qualitativ hochwertigen Fortpflanzungspartnern verbessern.“
Viel Erfolg dabei!
In keinster Weise würdest du dich belehren oder aufklären lassen, das zeigen mir deine Antworten auf die Kommentare. Daher möchte ich inhaltlich überhaupt keine Aussage treffen. Ich versuche nicht, ideologische Radikale von meiner Meinung zu überzeugen…der Versuch eine Stecknadel im Heuhaufen zu finden ist m. E. erfolgsversprechender.
Du scheinst deinen persönlichen Koran schon gefunden zu haben.
Lebe danach, glaube fest!
In diesem Sinne
Gruß vom Schorsch
http://reflexion.blogsport.de/2011/10/21/die-internetseiten-der-empoerten/
Reflexion zeigt mal wieder hervorragend: Wo es keine richtige Praxis gibt, da scheitert dann eben auch die Kritik.
Adornoleser fallen (zum Glück!) auch nicht aus den Wolken. Wo sollen die Leute denn sonst mit politischem Engagement anfangen als im tiefsten bürgerlichen Dreck? Und Vermittlung von eigenen Positionen findet ja höchstens im Textwüstenflyer statt.
Großes Kino von der deutschesten Linken ever!
„Der Kampf gegen das internationale Finanz- und Leihkapital ist zum wichtigsten Programmpunkt des Kampfes der deutschen Nation um ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und Freiheit geworden.”
— A. Hitler, Mein Kampf, München 1934, S. 233
„Occupy“, the early days.
Wunderbar, wie Reflexion die Entgleisungen der Volksgemeinschaftler Jens & Co gekonnt gekontert hat! Ich jedenfalls bin entsetzt, was sich da auf deutschen Straßen formiert, deutsche Ideologie produziert und sogar unverholen an die Begrifflichkeiten des Nationalsozialismus anknüpft. Der deutsche Kleinbürger marschiert wieder.
Es ist zum schreien!
Habe jetzt nicht alle Kommentare gelesen, aber zwei Dinge:
1. Der Begriff „Volk“ an sich hat (zumindest für die meisten) nichts mit nationaler Orientierung zu tun, sondern soll lediglich darauf hinweisen, dass eine Demokratie (=Herrschaft des !Volkes!) auch entsprechend verstanden werden sollte. (Ganz unabhängig davon, ob diese Forderung zu diesem Anlass in sinnvoller Weise erhoben wurde).
2. Ich kann dir leider nur zustimmen, auch in Hamburg hat sich ein absolut trauriges, einseitiges, uninformiertes Bild gezeigt. Ich habe zwar keine rechten Tendenzen entdecken können (allerdings auch nicht explizit danach Ausschau gehalten) – aber trotzdem waren die Ideen, die da am open Mic erzählt wurden zu größten Teilen stark fragwürdig bis dumm.
@Neverever Hamastan
Nachdenken scheint nicht grad deine Stärke zu sein, wenn du Reflexions Umgang mit den Kommentaren als „gekonnt gekontert“ bezeichnest!
Reflexion kontert nicht mit inhaltlicher Kritik, sondern mit Verweis auf rechtes Gedankengut oder meistens einfach durch ignorieren von Kritik oder Fragen. Also eigentlich kann man das nicht kontern nennen. Es ähnelt eher dem Verhalten eines kleinen Kindes, dass bei einer Diskussion nicht mehr mithalten kann und dann einfach zuschlägt!
Dumdidum.
Ich versuche weiterhin mir höflich Bemerkungen zu verkneifen, die Deinem Nicknamen zwei ‚M’s hinzufügen.
Volk, Demokratie und rechte Tendenzen:
Wenn Du Demokratie und Nationalismus nicht zusammen denken willst, dann heisst das nicht, dass es keinen Zusammenhang gibt.
Allgemeiner; weil Du etwas glaubst, ist das noch keine Wahrheit.
Und wieder konkreter: ‚nationale Orientierung‘ scheint in Deinem Verständnis ausschließlich fröhlich-faschistisches AusländerRaus-Gepöbel. Dass Du damit nicht richtig liegst: siehe *Allgemeiner*
Auch Linke können nationalistisch sein, und sind es auch, wie Reflexion zeigt. Auch Israelsolidarität kann nationalistisch sein. Erstere ist für Dich dann links=gut und letztere rechts=böse.
Reflexion dreht das ganze mitunter einfach um und sagt demokratiejetzt=rechts=blöd, und bekommt hier mal wieder die volle Breitseite der Internationalistischen Internet-Linken. mein Beileid
Zudem wird Reflexion immer wieder vorgehalten, keine (konstruktive) Kritik zu formulieren. Diesen Spieß möchte ich mal umdrehen und fragen, welcher Teil der Occupy-Bewegung jemals Kapitalismuskritik geäussert hat, die weiter reicht, als bloß demokratische Ideale zu fordern, die in den mehr als 200 Jahren ihrer Verwirklichung nichts emanzipiertes brachten.
Und noch ein appell an das reflexions-vermögen allgemein:
Diese Ideale, also ‚echte Demokratie‘ als Herrschaft der ’99%‘, kann wirklich den besten Willen haben und sehr böse werden. Wenn die ‚Völker‘ sich gegen die ‚1%‘ verbünden und diese ausrotten, wäre nichts gewonnen.
Was soll das ganze? Ist es Arroganz oder Narzissmus, dass man denkt, man könnte den ganzen beschissenen Laden besser verwalten, weil man 99% ist? Und warum wird über den Laden überhaupt nicht geredet, sondern nur über die bösen 1%?? Und wann wird über die bösen 99% geredet, die sich gegenseitig in Grund und Boden konkurrieren, ohne zu fragen warum?
Wenn gefragt wird ‚warum?‘, kommt zumeist die Antwort; ‚weil die da oben böse sind.‘ und das ist schlichtweg falsch, es ist nicht mal eine Antwort auf die Frage.
‚Lest Marx. Lest Hegel‘ forderte ein Demonstrant mit Stars&Stripes und wurde verprügelt. Ich finde auch, lest Marxistische Gruppen, Gegenstandpunkt, Phase2, junge Linke.
Nun bin ich selber arrogant. aber der pöbelnde Volksvertreter auf den Barrikaden bringt mich auf dieselben.
Zwei Punkte, die mich hier auf die Palme bringen:
1. Verkürzte Ideologiekritik (wie das wohl in deinem Jargon hieße), also der Reflex (ohne -ion), überall Antisemitismus zu sehen, auch wo partout keiner ist. Paradigmatisch deine tendenziöse Lesart von MiSeso, den_die du wie folgt zitierst:
Womit du das Entscheidende weglässt: „Ich kenne selbst ein paar Juden und die verdienen kein Geld mit Zinsen.“ Damit identifiziert er_sie nämlich ausdrücklich NICHT das Finanzkapital mit den Juden. Erst dieser Schritt macht aber aus einer falschen – meinetwegen auch „verkürzten“ – Kapitalismuskritik Antisemitismus! Wie das Ignatz Bubis mal auf so treffend auf den Punkt gebracht hatte: „Ich habe nichts dagegen, als Spekulant beschimpft zu werden. Aber sehr viel dagegen, ein ‚jüdischer Spekulant‘ zu heißen“. Mit dem Konstrukt „struktureller Antisemitismus“ reißt man diesen Unterschied wieder ein, betreibt aber in der Folge statt Kritik meist nur noch Denunziation.
Anderes beispiel: Wenn ein Kommentator schreibt:
so ist das der pure Blödsinn und verschwörungstheoretisch, aber halt nicht antisemitisch. Anstatt nun einfach zu widersprechen oder darzulegen, warum das falsch ist, suchst du lieber angestrengt nach Nazi-Parallelen… :/
2. Was mich aber noch mehr aufregt, ist die Verdammung aller Hassparolen als „Lynchmob“ und „Vernichtungsfantasie“. Meine Fresse, so etwas gab und gibt es immer bei wirklichen Revolten („reinen Tisch macht mit den Bedrängern / Heer der Sklaven, wache auf“ – schon mal gehört?), aus dem einfachen Grund, dass die richtige Kritik oder der Wunsch nach Verbesserung allein niemanden auf die Barrikaden treiben, wenn sie nicht mit Wut und auch Hass einhergehen! Man könnte zwar kritisieren, dass die Protestierer_innen doch diesem Verbalradikalismus in ihren Absichten gar nicht gerecht werden, dass ihre Wut ebenso falsch/verkürzt ist wie ihre Kritik, dass allein damit, ein paar Ackermänner an Laternen zu hängen, gar nichts gewonnen wäre… ok. Aber dieser Reflex, jede Tötungsfantasie gleich mit dem Vernichtungswahn der Nazis zu assoziieren, ist letztlich nichts anderes als die linksradikal gewendete bürgerliche / lampenputzerische Maxime „Gewalt darf kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein!“
Marginalien:
a) Deine Art, Kommentare zu lesen, wird auch an dieser Stelle deutlich:
Ich kann schon deine weiteren Assoziationen vor mir sehen: krank -> Vernichtungswunsch, muss aus dem gesunden Volkskörper ausgemerzt werden. Nur ist aus dem Vorwurf, den „gesunden Menschenverstand“ verloren zu haben und ein Misanthrop zu sein, absolut keine Pathologisierung ableitbar. Statt mit solchen Unterstellungen zu kommen, hättest du man lieber den Unfug vom „gesunden Menschenverstand“ kritisiert…
b) Auch wenn das hier mehrfach belolt wird: Die Parole „Wir sind das Volk“ ist zwar nationalistisch anschlussfähig, an sich aber NICHT nationalistisch! Kann man gut an ihrer ursprünglichen Verwendung ’89/’90 sehen: „Wir sind das Volk“ bei den bürgerrechtsdominierten Protesten war quasi synonym zu „wir sind die Masse“. Als sich die nationalistische Parole „wir sind ein Volk“ durchsetzte, wandelten sich Inhalte und Protagonist_innen ganz erheblich.
@ AYS:
und weil die bekackten nazis das wort finanzkapital verwendet bzw. ah es missbraucht hat, darf man es nicht mehr benutzen und hierzulande folglich auch nicht mehr autobahn sagen. ^^
da ich mich weder über eine nation oder „volksgemeinschaft“, noch über religion oder irgendeine politische strömung definiere, geht es mir folglich hier mal so überhaupt nicht um „deutsche“ interessen oder befindlichkeiten.
das konstruieren aber wohl einige hier sehr gern um menschen, die nicht ihrer meinung sind zu diffamieren/denunzieren.
genauso konstruiert wäre jetzt die annahme oder behauptung: da du – lieber AYS – aus „mein kampf“ zitierst, bist du ein (neo)nazi.
@ reflexion:
meine kritik an deinem artikel, vornehmlich der art und weise wie du versuchst eine globale bewegung über einen „deutschen“ kamm zu scheren, als „hetze“ zu beschreiben finde ich schon mehr als amüsant.
auf den rest bin ich übrigens nicht eingegangen, weil du wieder einmal nur (zum teil ja zu recht!) kritisierst, aber nicht einen hauch von alternativen aufzeigst.
der aufgeworfenen frage, wie eine kapitalistisch-sozialisierte gesellschaft eine „emanzipatorische überwindung“ des kapitalismus erreichen kann, gibst du keine antwort. daher ist deine kritik nicht konstruktiv, sondern wieder einmal nur leere phrasendrescherei.
ich teile zwar einige deiner bedenken bezüglich occupy, die art und weise wie du verallgemeinerst und somit selber hetze betreibst ist aber komplett unreflektiert.
meine kapitalismus kritik mag vielleicht verkürzt sein, was den lobbyismus und das primat der wirtschaftspolitik angeht hats die eth zürich ja nun hinreichend bewiesen:
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Wenn-147-Konzerne-die-ganze-Wirtschaft--kontrollieren-/story/24530287
und welcher halbwegs normale mensch soll denn bei der komplexität der sogenannten „märkte“ noch durchsteigen?
das dagegen auf die straße gegangen wird kann ich nur zu gut verstehen.
http://taz.de/Aus-Le-Monde-diplomatique/!80307/
Der Artikel ist wichtig, weil er einige schwerverdauliche Fakten aufzeigt. Es ist eben nicht so, dass es damit getan ist, wenn ein paar hunderttausend Menschen auf die Straße gehen und ihre Meinung in die Umwelt brüllen. Man muss sich schon jahrelang mit dem Kapitalismus, dem Staat, dem Kapital, der Nation, mit der Geschichte und mit bisherigen Lösungsansätzen auseinandersetzen, damit man am Ende auch eine Kritik in der Gegenwart formulieren kann, mit welcher der gesamten Gesellschaft geholfen ist.
Demonstrationen zeigen bloss den aktuellen Stand des Bewusstseins der lohnabhängigen Massen über die Zerstörungen und politischen, ökonomischen Zusammenhänge in der Welt auf. Die Demonstranten kommunizieren nicht ihre eigenen Unzulänglichkeiten, sondern halten diese vielmehr für klugdurchdachte Fakten, unumstößliche Wahrheiten, die Anderen zum „aufwachen“ verhelfen sollen. Und wenn dann einer sagt, dies und jenes ist unsinnig, ja gerade Ausdruck von Unzulänglichkeiten, wird mit größter Überzeugung dagegen gewettert, als ob es als persönlicher Angriff denn als eine sachliche Kritik gedacht war.
Ihr habt noch eine Menge zu lernen, bevor ihr von einer Revolution sprechen dürft, denn jede Revolution fängt ersteinmal bei einem selber an, bevor man Ansprüche an andere Menschen stellen kann. Insofern, hoffen wir das beste und der Mensch fängt an seine Lernfähigkeit auch tagtäglich einzusetzen.
„Geld regiert die Welt“ hat schon meine Oma gesagt.
Warum das eine VT sein soll erschließt sich mir nicht.
Bezüglich der Studie der ETH ein Zitat von Dr. James Glattfelder.
„Die Realität ist komplex. Wir müssen uns von allen Dogmen befreien, ungeachtet ob es sich um Verschwörungstheorien oder um die freien Märkte handelt. Unsere Analyse basiert auf Tatsachen.“
Die Studie basiert zwar auf Zahlen aus 2007, an der Reliabilität scheint aber kein Zweifel zu bestehen, wenn man dem Blog des Co-Autoren Glattfelder Glauben schenken darf.
Interessant sind Punkt 6 und die unter Punkt 5 aufgeworfene Open question: is the core of top actors an emergent property or the result of planned coordination?
http://j-node.blogspot.com/2011/10/network-of-global-corporate-control.html
Danke für diese weisen einleitenden Worte, die davon zeugen auf welche konstruktiver Ebene hier diskutiert wird. Ich fange meine Beiträge auch immer mit Beleidigungen an
Zum Thema: Ich bestreite überhaupt nicht, dass eine Demokratie faschistische Züge annehmen kann (in der Regel sogar wird, liegt in der Natur des Menschen, der nämlich leider zu 99% Faschist ist). Allerdings heißt dies noch lange nicht, dass man mit dem Wort „Volk“ direkt auch selber eine faschistische Denkweise an den Tag legt. Insbesondere bei einer internationalen Bewegung, bei der länderübergreifend auf die Straße gegangen wird für ein Ziel (und ich wiederhole hier gerne noch einmal, dass ich das Ziel an dieser Stelle ausdrücklich NICHT bewerte) ist es wohl fraglich, ob an dieser Stelle nicht einfach nur „Kümmert euch um die Belange der Menschen, die zu vertreten ihr gewählt wurdet.“ ausgedrückt werden soll.
Für mich wirft die komplette Ablehnung einer Demokratie vor allem eine Frage auf: Was ist die von dir (und auch Reflexion) geforderte Alternative?
Ich kann mich auch hinstellen und sagen „alles scheiße“. Und? Wem ist damit geholfen?
Wollt ihr Anarchie? Bitte, bitte – ich verweise kurz auf die 99%Faschisten in der Menschheit. Wird sicher ein Spaß
Wollt ihr Kommunismus? Funktioniert nicht, solange nicht JEDER freiwillig und aus Überzeugung mitmacht.
Monarchie? Kann gut sein, wenn man einen anständigen Menschen da oben sitzen hat – aber davon gibt es nach wie vor nicht so viele, wie benötigt werden.
Leider ist der Ausspruch „Die Demokratie ist die beste und gleichzeitig schlechteste Staatsform“ wahr und wird auch immer wahr bleiben. Dies liegt in der Natur des Menschen, auch wenn ich wünschte, dass es anders wäre.
Ich bin wirklich gerne offen für Vorschläge, die in eine andere Richtung gehen, ich hungere sogar förmlich danach – da mich die obige Erkenntnis alles andere als befriedigt. Aber bisher konnte mir leider noch niemand eine vernünftige Alternative aufzeigen.
Hallo,
ich finde es einfach nur schade wie Du die Bewegung kaputt machen möchtest, sehr einseitige Berichterstattung. Du bist so ein Mensch, der selbst unzufrieden mit seinem Leben ist und sich daher mit dem anderer Beschäftigen muss. Anstatt für Werte einzutreten und etwas richtig und 100%ig zu machen vesuchst Du nur Dich über andere lustig zu machen. Und das mit einem Halbwissen. Traurig. Ich wünsche mir für Dich, dass Du deinen aufrichtigen und herzlichen Weg findest und all die schlechten Erfahrungen verarbeitest, damit Du dich nicht mehr über andere lustig machen must.
Erhebt euch nicht über andere. Ihr kennt sie nicht und habt nicht das Recht dazu. Steht den Schwachen beiseite und helft einander. Macht doch bitte die Augen auf und lasst euch nicht das letzte Hemd nehmen, denn alles was unsere Urahnen durchgemacht haben, den Freibeuterkapitalismus, das stehen in der Kälte und warten auf arbeit, genau das kommt auf uns wieder zurück wenn wir uns nicht organisieren, genauso wie die Arbeitgeber müssen auch wir als Arbeitnehmer organsiert und ständig wach sein. Hire and Fire darf nicht noch Mal passieren.
Danke und Peace.
Lieber Dumdidum
ich muss zu geben, dass ich mittlerweile die kommentare hier lese, weil ich es wirzig finde.
Wenn es um Politik geht, so habe ich meine Praxisform gefunden, und das ist nicht bloggen, und nicht das totale überbordwerfen aller erkenntnis, um eine masse bilden zu können.
witzig ist das hier trotzdem, denn ich bin gerne zynisch in Sachen Politik.
Und um dann doch noch was inhaltliches zu sagen, mache ich ein paar Anmerkungen zu Deinen Wahrheiten zu machen.
Dass Menschen 99%Faschisten sind, trifft vor Leute zu, deren Charakter prima beschrieben werden kann, wenn man ausschließlich Buchstaben aus Deinem Nickname benutzt.
Aber es sind leider nicht nur Dumme Faschisten, und nicht alle Nationalisten sind Faschisten, da gibt es bestimmte gewichtige Unterschiede.
Monarchie… Lies Dir das doch nochmal durch, und überleg mal, ob selbstverschuldete Unmündigkeit für Dich ein Problem darstellt.
Und überhaupt. Anarchie, Kommunismus, Blaaa! Ich habe oben schon gesagt: Nur weil Du was glaubst, ist es nicht die Wahrheit, und wenn Du mal ein Argument bringst, höre ich auf zu schmunzel.
Du magst gerne Alternativen, nur leider befürchte ich, gibt es wenig konkrete Hoffnung, geschweige denn historische Beispiele, wie Menschen sich emanzipieren.
Ich finde, dass neben dem Dissen von Volk und seinen Fans, sollten die geneigten demokratischen Leser auch mal eine Analyse bekommen. Kurz und dementsprechend arm an Wahrheit, dennoch lesenswert ist ‚der bürgerliche Staat‘: http://www.junge-linke.de/files/Buergerlicher_Staat.pdf
„Insbesondere bei einer internationalen Bewegung, bei der länderübergreifend auf die Straße gegangen wird für ein Ziel (und ich wiederhole hier gerne noch einmal, dass ich das Ziel an dieser Stelle ausdrücklich NICHT bewerte) ist es wohl fraglich, ob an dieser Stelle nicht einfach nur „Kümmert euch um die Belange der Menschen, die zu vertreten ihr gewählt wurdet.“ ausgedrückt werden soll.“
Aber es gibt dieses eine Ziel nicht. Es gibt dieses eine Ziel in dieser Bewegung nicht. Wenn ich diese Demonstrierenden mal etwas polemisch beschreiben darf, sind es nur empörte, unreflektierte, die keine fundierte Kritik aufweisen. Die Empörung ersetzt die Kritik und schafft so Platz für Ressentiments.
Gut, keiner verlangt, dass du hier (d)eine Meinung kund tust – die für ein verschweigenen selbiger sind aber meistens so einfaltig, dass jemanden als Diskussionspartner diskreditieren.
Da sind wir dann teilweise wohl unterschiedlicher Meinung. Ich stimme dir absolut zu, dass ein Faschist keinen Nationalisten bedingt oder umgekehrt. (Wobei ich sagen muss, dass ich den Faschisten für das deutlich gefährlichere und verbreitetere Individuum halte, da sich Faschismus seine Ausprägung nämlich nicht alleine in der (anti)nationalen Ausrichtung sucht, sondern in allen Lebenslagen existiert.)
Wo wir aber scheinbar absolut nicht zusammen kommen ist bei dem Begriff „dumm“. Und den Begriff in diesem Zusammenhang zu bringen zeugt von der oben angesprochenen faschistischen Haltung der meisten Leute, die offensichtlich auch hier vorliegt.
Das einzige relevante Thema an dieser Stelle ist nämlich moralische „Dummheit“. Wer meint sich über andere Stellen zu müssen um seinen Seelenfrieden zu finden, den halte ich tatsächlich für dumm. Alle anderen sind vielleicht uninformiert, kognitiv benachteiligt, träge – aber die einzige an dieser Stelle relevante Eigenschaft ist moralische Dummheit. Diese führt nämlich zu Faschismus.
Eine Hierarchie ist nicht per Definition negativ zu sehen, tatsächlich kann ein guter „Führer“ (Achtung, auf ihn mit Gebrüll, er hat das böse Wort gesagt.) sogar dazu beitragen einen vermeintlich „dummen“ Menschen positiv zu fördern. Genau wie der vermeintlich „dumme“ Mensch einer guten Führungskraft helfen kann. Das ist lediglich eine Frage der Einstellung zueinander, die von beiden Seiten der Hierarchie gefördert oder aber torpediert werden kann.
Was denn nun, soll ich unmündig sein, lesen, was irgend jemand mal über irgend etwas gedacht hat, und das dann für meine persönliche Wahrheit halten? Oder soll ich das gelesene verarbeiten, hinterfragen und mit meinen Erfahrungen anfüttern?
Eine Monarchie hat in erster Instanz nicht im Geringsten mit Unmündigkeit zu tun. Nicht mehr als jede andere Staatsform zumindest. Am Ende zählt doch nur wer die ihm verliehene Macht wie einsetzt. Und das kann in jeder Staatsform „gut“ oder „schlecht“ (was auch immer das sein mag) sein und hört ja nicht bei dem Oberhaupt (so es denn ein offizielles gibt, inoffiziell gibt es immer eines) auf, sondern zieht sich durch alle Hierarchien. Also wo genau war jetzt das Problem mit der Mündigkeit?
Ja, das kannst du gut. Schmunzeln und dich erhaben fühlen, ohne inhaltlich auch nur einen Funken zu bringen. Ich verweise mal eben auf die 99% – auch das ist faschistisch.
Übrigens wüsste ich gerne mal, was „meine“ Wahrheit von „deiner“ Wahrheit unterscheidet – und zwar nicht inhaltlich, sondern bewertungstechnisch. Mit welchem Recht kannst du dich erhaben fühlen mit deiner Wahrheit und andere als falsch abstempeln? Wieso GLAUBST du, dass du Recht hast?
Na wenigstens mal eine Sache, bei der wir im Konsens sind. Komisch, dass die Ideen danach so komplett auseinander gehen, obwohl die Grundannahme, auf der alles fusst doch gleich ist.
Wozu das jetzt? Meinst du ich sympathisiere mit den Linken (oder irgend einer anderen Partei)?
Wir sind uns einig, dass es hier kein sinnvolles benanntes Ziel gibt. Hätte man aus meiner geäußerten inhaltlichen Meinung zu den Protesten auch heraus lesen können. Trotzdem denken diese Menschen, dass sie „ein Ziel“ haben. Und wenn es nur ist, dass sie die Welt verbessern wollen. Aber definitiv will kaum einer der Leute, die dort auf die Straße gehen mit dem Begriff „Volk“ eine nationalgerichtete Richtung einschlagen. Das wird denen nur von gewissen Leuten angehängt.
Puhhh, DumDiDum.
Nun freue ich mich, dass es wirklich eine Art Unterhaltung wird. So freut mich auch das Schreiben.
Dumme und Faschisten.
(Wobei ich sagen muss, dass ich den Faschisten für das deutlich gefährlichere und verbreitetere Individuum halte, da sich Faschismus seine Ausprägung nämlich nicht alleine in der (anti)nationalen Ausrichtung sucht, sondern in allen Lebenslagen existiert.)
Ich denke dazu
1. Faschisten SIND Nationalisten
2. Faschismus ist weiter verbreitet als NPD-Anhänger, aber nicht weiter als Nationalisten!
Noch eine Frage dazu: Was sind denn faschistische Haltungen in allen Lebenslagen? Wenn Du sowas meinst, wie das Familienoberhaupt, also Autoritäten und Hierarchien, die im bürgerlichen Leben überall lauern, dann würde ich sagen, es wird dem Terror faschistischer politischer Vereinigungen nicht gerecht.
Aber mich würde interessieren, was Faschismus dann für Dich heisst, und welchen Zusammenhang mit welchen Lebenslagen Du meinst.
Ich meine: (achtung Meinung
)
3. LEIDER sind nicht alle Faschisten dumm, das heisst kognitiv langsam, unfähig Zusammenhänge zu erkennen, oder sich zu organisieren.
4. ZUM Glück sind nicht alle Dummen faschistisch, das hieße doch dann, dass mangelndes Reflektieren ein direkter Weg zur NPD wäre. Tun sie aber nicht. Dumme sind wie Du und ich; überall.
5. Nationalisten (wie Dumme übrigens) sind nicht automatisch Faschisten. Sie können genausogut die Werte der französischen Revolution teilen, mehr oder weniger Demokratie fordern. Aber sie bleiben im Denken verhaftet an die Idee, gutes Leben könne in einer staatlich organisierten Welt verwirklicht werden. Und das macht sie eben nicht automatisch zu ‚Rechten‘. Das kann sie genauso zu grünen, sozialisten, demokraten, whatever machen.
6. Faschisten haben nicht als einzige Eigenschaft einen Führer zu wollen und Ausländer und Juden töten zu wollen.
Ich denke vielmehr, dass eine wichtige Forderung von Faschisten ist, den Unterschied von Einzel- und Gesamtinteresse aufheben zu wollen: Ein Volk, eine Meinung.
Auch das ist ein langes Thema, bei dem wir schon ganz unterschiedliche Begriffe haben.
… ich sage nicht, dass ich die Wahrheit mit Löffeln esse, aber ich denke, dass es bessere Erklärungen gibt, als NWO, Menschennatur… zum Beispiel bei Junge Linke. Diese Organisation hat meines Wissens nach gar nichts mit der Partei zu tun, sondern schreiben gute Texte zu linken Themen, die darüber hinaus gehen, was so am Stammtisch im örtlichen AZ gequatscht wird… http://www.junge-linke.org/de/was-ist-hier-eigentlich-los-finanzkrise-2008ff
Sorry, verlinken von Texten ist ne doofe Sache. Ich habe erst versucht, etwas zu Kapitalismus zu schreiben, festgestellt, dass ich das nicht so gut kann, und dann gedacht, Arbeitsteilung ist doch was Schönes, und wenn Du Interesse hast, an Erklärungen, die keinen Appel an den Staat darstellen, kannst Du dir das ja mal anschaun.
Zum Rest von Deinem Text nur noch kurz.
1. Ja, Du hast Führer gesagt und für gut befunden. Das finde ich dumm. What the Fuck? Einfach Faschist zu schrein, liegt mir auf der Zunge, aber ich frage lieber mal nach, was denn das ‚positive Fördern‘ ist, das ein Führer am Bürger leisten kann? Ich verstehs nicht.
2. Wer meint sich über andere Stellen zu müssen um seinen Seelenfrieden zu finden, den halte ich tatsächlich für dumm.
Logisch ist für mich was anderes: Wer sich über andere setzt ist arrogant oder Ähnliches, aber nicht zwingend ‚dumm‘. Naja vielleicht ‚moralisch dumm‘ was immer das heissen mag. Erfindung von Dir?
3. Aber definitiv will kaum einer der Leute, die dort auf die Straße gehen mit dem Begriff „Volk“ eine nationalgerichtete Richtung einschlagen.
Nur weil jemand ganz dolle hofft, seine Meinung sei nicht nationalistisch (das hat in Deutschland immer den Touch von Faschismus), heisst das nicht, dass man nicht nationalistisch ist. Siehst Du absolut keinen zusammenhang zwischen Staat, Nation und Volk? Wer ‚Volk‘ ruft, und danach ‚Demokratie‘, der meint den Staat, oder etwa nicht?
Und bitte sag jetzt nicht einfach, ich würde GLAUBEN, oder sowas. Ich verwende einfach einen Begriff von Nation, der einen Inhalt hat, anstatt ‚moralisch klug‘ (erfindung von mir) Demokratie-Jetzt zu fordern, ohne einen Begriff davon zu haben.
und ich wiederhole mich nochmal: Nationalismus ist nicht bloss ‚Ausländer-Raus‘. Ich ärgere mich, weil ich befürchte, Staatsfreunden, die es nicht sein wollen, immer noch nicht in 20 Minuten erklären kann, was Nationalismus ist:
http://www.junge-linke.org/de/was_ist_nationalismus
Gleich zu Beginn: Ich denke wir beide (und vermutlich auch andere hier) haben ein Problem, was leider sehr häufig auftritt und auch kaum zu vermeiden ist: Und zwar das der Sprache, Sender-Empfänger – nenne es wie du magst.
Hier werden halt Begriffe in den Raum geworfen, die für die jeweiligen Parteien eine fest stehende Bedeutung haben. Dabei ist besonders bei den hier diskutierten Feinheiten zu bedenken, dass jeder gleiche Begriffe und gleiche Texte anders auffasst und interpretiert, erschwerend dazu auch noch verschiedene Quellen hat.
Ich selbst trage hier zu dem Problem bei, indem ich mich relativ breit gefächert für viele Dinge interessiere und versuche diese für mich persönlich in einen großen Kontext einzuordenen – Fachterminologie dabei aber oft zu kurz kommt. Von daher kann dieser Mangel an Verständlichkeit eigentlich nur über den Versuch Begriffe zu erklären reduziert werden. Ich versuche das mal.
Aber zunächst zu den Links: Ne Menge Stoff, die die beiden Links bieten. Den ersten finde ich ziemlich gut, er greift manche Themen nicht auf, stellt einige verkürzt dar – insgesamt ist das aber doch eine ziemlich gute Zusammenfassung des Dilemmas, in dem man sich befindet.
Allerdings zeigt sie keine Alternativen auf und verdrängt auch komplett, dass der Grund dafür, dass wir überhaupt leben „Kredite“ sind, hierzu verweise ich auf die Herkunft des Wortes „Kredit“. Es handelt sich hierbei zwar nicht um zwangsläufig um Geld – aber eine der Parteien erbringt eine Leistung in dem Vertrauen darauf, dass die andere Partei ihre Leistung ebenfalls erbringt. Es handelt sich hierbei um ein uraltes Prinzip, welches sogar im Tierreich beobachtet werden kann. Ohne Kredite wäre der Mensch nicht dazu in der Lage sich nachhaltig fortzupflanzen.
Ein anderer Punkt hierbei ist natürlich der, dass das Prinzip der Kredite vom Kapitalismus zu Gunsten der Gewinnmaximierung komplett ab adsurdum geführt wurde. Aber die komplette Verneinung von Vertrauensvorschüssen halte ich für lächerlich.
„Was ist Nationalismus“ hat für mich nichts mit Nationalismus zu tun, sondern setzt nahtlos an die Kapitalismuskritik an. Allerdings ist der letzte Satz hier sehr bezeichnend für den Unterschied in meinem Denken und dem der jungen Linken (und Sympathisanten):
Unter der Prämisse, dass dieser Satz wahr ist, kann ich die Artikel beide unterschreiben. Sobald dieser Satz aber nicht wahr ist, fällt (besonders) das (zweite) komplette Gedankenkonstrukt in sich zusammen. Und hier stelle ich die gleiche Frage, wie schon oben:
Was ist denn nun die realistische Alternative? Es ist schön sich theoretische Wolkenschlösser zu bauen – die helfen nur in der Realität leider nicht weiter.
Wenn ich mir etwas aussuchen könnte, dann würde ich natürlich in einer Gesellschaft leben in der „Jeder leistet was er kann, jeder nimmt was er braucht, jeder gibt, was zu viel ist“ gilt. Die Realität lehrt aber, dass diese wunderschöne Utopie auch Utopie bleibt.
Nun zu den restlichen Begriffen, bei denen meinerseits wohl Erklärungsbedarf besteht:
Faschisten sind für mich Individuen, die sich aufgrund bestimmter Ideen zu Gruppen zusammen tun, diese Ideen als umumstößlich postulieren und dies mit Gewalt gegen Andersdenkende verteidigen.
Hierbei sind folgende Dinge zu beachten: Gewalt kann die verschiedensten Formen haben. Bereits eine Geringschätzung gegenüber einer Meinung ist eine Form von Gewalt.
Nun mag das Argument der fehlenden Hierarchien kommen – diese sind für mich aber eine Sache, die (sinnvollerweise aber leider zu selten) naturgegeben ist und somit immer existiert – egal ob sie explizit formuliert wird oder implizit gelebt wird.
Um das kurz zu erklären: Sinnvollerweise werden Hierarchien aufgrund von Talenten/Fähigkeiten erstellt. Der eine kann gut reden, der andere gut logisch denken…whatever. Dieser Ansatz führt dazu, dass zwei Personen auf verschiedenen Themengebieten die Hierarchieebenen jeweils vertauschen können. Im optimalen Fall wissen beide Personen um diese natürlichen Hierarchien und erkennen diese auch an. In der Realität kommen hier natürlich Egotrips, mangelndes Wissen über die Fähigkeiten des Anderen und andere Dinge in die Quere, die die Theorie der „natürlichen Hierarchie“ schon wieder zu Nichte machen – aber sie wird ja sofort durch eine neue künstliche Hierarchie ersetzt.
Natürlich hebt sich dieser von mir formulierte Begriff des Faschismus in der Form von der Faschismustheorie ab, dass er den Begriff bedeutend erweitert – allerdings halte ich ihn trotzdem für deutlich zutreffender, da es sich bei der Ausgangsaussage um die „Saat“ für alle weiteren eng gefassteren Begriffe des Faschismus in seinen unterschiedlichen Ausprägungen handelt und das eigentliche Problem benennt.
Da sich sehr viele Menschen (inkl. mir in manchen Situationen, ich bin leider noch lange nicht an dem Punkt, an dem ich gerne wäre) entsprechend verhalten, kommt meine 99%-Einschätzung bzgl. der Faschisten zu Trage.
Nach meiner Auffassung handelt es sich bei Faschismus übrigens um keinen „genetischen Defekt“ oder ähnliches, sondern um umlernbare Bewertungs- und Toleranzstrukturen gegenüber Aussagen anderer, auch wenn diese nicht das eigene Denken wiederspiegeln. Durch Diskussion und Erklärung kann im Regelfall jeder aus verschiedenen Ansichten lernen – so er es denn zu lässt und nicht aus verletztem Stolz die Fascho-Attitüde an den Tag legt.
Du sagst zwar, dass dies kein Vergleich zu dem Terror politischer faschistischer Lager ist, was ich oberflächlich natürlich bestätigen muss. Die untergründigen Strukturen unterscheiden sich jedoch in der Regel nur durch die eigene Schwelle, ab wann Gewalt Gewalt ist. Und diese Grenze kann nur willkürlich gezogen werden. Gedanken, Worte, Handeln, Körperverletzung, Mord? Ich setzte hier halt ganz vorne an, da ich der festen Überzeugung bin, dass Gedanken bereits darüber entscheiden, wie ich reagiere – auch wenn dies noch so subtil sein mag.
Übrigens schreibst du ja selber, dass Faschisten Verallgemeinern wollen – denke wir sind da zumindest teilweise doch auf ziemlich ähnlichen Ansätzen unterwegs.
Nach meinen Ausführungen zu Faschisten und meiner Meinung zu dem Artikel in dem Link, wirst du vermutlich auch verstehen, wieso mir Nationalisten zunächst nicht so viel Magenschmerzen bereiten. Geparrt mit einer ordentlichen Portion Faschismus ist das natürlich sehr gefährlich. Aber die Idee von willkürlicher Gruppenbildung alleine ist noch nicht weiter schlimm. Wer diese ablehnt muss auch Familien, Städte, Häusergemeinschaften (und jegliche andere nicht 100% bewusst gezogene Verbindung) in Frage stellen.
Ich kann hier natürlich nur von mir selbst sprechen, aber gehe davon aus, dass ich mit dieser Denke nicht alleine bin:
Ich komme aus dem Norden der Republik, ein kleines Dorf im Hamburger Umland. Das heißt ich bin dem Pass nach Deutscher (könnte aber auch jede andere Nationalität sein, tut sich nichts) und würde mich auch ohne Probleme als solchen bezeichnen (die ethnische Komponente lasse ich außen vor, weil sie nichts zur Sache tut). Das bedeutet noch lange nicht, dass ich Stolz darauf wäre (worauf denn auch, welche Leistung habe ich denn erbracht?), dass ich mich gegenüber einem Franzosen (willkürlich gewählt) bevor- oder -nachteiligt fühle oder irgendetwas anderes aus dieser Tatsache ableite. Trotzdem ist es eine Tatsache, dass ich Deutscher bin. Von mir aus könnte der Teil in dem ich wohne auch gerne ab morgen zu Brasilien gehören – wäre mir Lachs.
Ich bin in der Welt schon an einigen Stellen rumgekommen – und trotzdem würde ich die Frage nach meinem zu Hause mit „Hamburg/Umland“ beantworten. Ich lebe hier gerne, ich liebe es! Kann jeder wissen, da mache ich keinen Hehl draus. Aber wieder das Gleiche: Daraus lassen sich keine Folgerungen ableiten, dass Hamburg besser wäre als andere Gegenden auf der Welt. Die einzige Aussage davon ist, dass ich es für mich persönlich mag, mich als Hamburger fühle – und das obwohl für mich „ausgewählt wurde“, dass ich hier aufwachse. Ich habe also keine bewusste Entscheidung getroffen mich zu dieser Gruppe zugehörig zu fühlen. Trotzdem tue ich das. Bin ich jetzt Nationalist? In gewisser Weise schon – um genau zu sein eigentlich nur Regionalist, aber das tut sich nichts. Ob ich nun lokal mein Haus, meine Straße, mein Viertel, meine Stadt usw. als „wir“ bezeichne – aus diesem „wir“ ergibt sich keinerlei negative Eigenschaft, sondern sie drückt lediglich eine offene Gruppenzugehörigkeit aus, die nicht ausschließt, dass andere Gruppen selbe mit selben Rechten und Pflichten wie meine Gruppe ausgestattet ist und die gleiche Akzeptanz erfahren sollte.
Die Bildung von Gruppen ist für den Menschen absolut überlebensnotwendig und für mich auch nicht in Frage zu stellen. Erst durch faschistische Tendenzen ergibt sich hier das Gefahrenpotential. Und dies ist bei jeder Gruppe der Fall. Egal ob Familie, Partner(in), Kollegen…und natürlich auch politischer Art.
Ich mag den Begriff „dumm“ insgesamt halt nicht gerne. Er wertet Leute ab, die in einigen Bereichen vielleicht weniger gut sind als andere. Dabei ist mein Problem nicht das Feststellen, dass A besser in Mathe ist als B, sondern das Beschimpfen als dumm. Denn in der heutigen Welt ist „dumm“ ganz klar ein negativ besetzter Begriff.
Mit dem Begriff „moralisch dumm“ (der tatsächlich etwas schlecht gewählt war) meinte ich vor allem das Unvermögen dem Faschisten in einem selbst den Kampf an zu sagen. Nach meiner Erfahrung braucht es dazu keinen bestimmten IQ, sondern nur gewisser Ideen von dem Miteinander untereinander.
Bin mir nicht sicher, ob ich das jetzt verständlich machen konnte :-/
Erklärungen – sicher. Lösungsansätze? Das ist ein anderes Thema. „NWO“ halt ich auch nur für ein Produkt unserer Gesellschaft, welches sich bei einem Wandel der Gesellschaft von alleine erledigt. Um eine Gesellschaft zu wandeln ist allerdings ein Wandel des Individuums erforderlich – und daher halte ich die „Menschennatur“ schon für einen wichtigen Faktor im Gesamtgebilde.
Nur weil ein gewisser Kerl ein seinem kompletten Irrsinn diesen Begriff sehr negativ geprägt hat, habe ich kein Problem damit, diesen eigentlich sehr schönen Begriff zu verwenden.
Ein Führer führt. Das kann im Falle einer absolutistischen Machtausübung fatal und in keinster Weise zu befürworten sein. Allerdings kann und wird eine Führungskraft die eigenen Entscheidungn nicht alleine im Kämmerlein auswürfeln, sondern sich entsprechend mit seinen Untergebenen/Mitarbeitern beraten und so eine Entscheidung treffen, die einen bestmöglichen Kompromiss bietet. Dieser Prozeß ist naturbedingt äußerst fehleranfällig – doch halte ich ihn für besser, als wenn keiner offiziel die Führung übernimmt und alle dem „coolsten“ hinterher laufen ohne zu reflektieren, was sie tun.
Ich halte natürliche Hierarchien ganz einfach für eine gute, wenn nicht sogar die beste, Möglichkeit Fortschritt zu machen. Und zwar wie oben schon erwähnt sowohl für den Führenden als auch für den Geführten. Ohne Frage gibt es auch diverse Negativbeispiele, aber die basieren dann nicht auf der falschen Grundidee, dass man sich gegenseitig mit dem hilft, was man gut kann; sondern darauf, dass man versucht sich gegenseitig auszuspielen.
Von Anfang bis zum Schluß gedacht ist Arroganz Dummheit/Unverständniss, was gut für einen ist. Von daher schließt sich das nicht aus.
Hierzu sollte ich vermutlich erwähnen, dass ich Maslow mit seiner Pyramide zumindest in der vorgegebenen Reihenfolge nur in Ansätzen unterstütze und die sozialen Bedürfnisse im Grunde als die Basis für alles andere sehe. Wenn diese tatsächlich gedeckt sind, dann bin ich der Meinung, dass tatsächlich auch mit sehr wenig materiellen Dingen gut gelebt werden kann und vor allem Dinge wie Ansehen und solcher Nippes sich automatisch als unrelevant herausstellen.
Unter dieser Vorraussetzung (die ja nichts anderes bedeutet, als dass man mit sich selber im Reinen ist) ist es ein Selbstgänger zu erkennen, dass z.B. Arroganz die Situation nicht verbessert, sondern gegenteilig sogar verschlechtert. Mit dieser Erkenntnis wiederrum trotzdem Arroganz an den Tag zu legen ist dann dumm, da man gegen besseres Wissen handelt.
Wer diese Erkenntnis noch nicht hat, kann natürlich unfairerweise auch als „moralisch dumm“ bezeichnet werden – schön und vernünftig wäre aber eine andere Umschreibung wie z.B. „noch im Lernprozess“
Sooooo und nun muss ich dringend ins Bett und hoffe einen halbwegs verständlichen Text zu Stande gebracht zu haben
http://www.youtube.com/user/videoatonale#grid/user/980BA9A979E115CA
hier kommen individuen zu wort. ungeschnitten und bewusst nicht redaktionell verfremdet.
bitte selbst denken, danke.
Unter anderem kommen dort Verschwörungsfans zu Wort. Kann man sich gut ein Bild machen, was für Personen in der Berliner „Occupy-Bewegung“ aktiv sind. Über viele Videos der „videotonale“ wurde auf dieser Internetseite bereits vor Monaten berichtet: