Anarchistische Pleite.

Am vergangenen Wochenende fand ein „Anarchistischer Kongress“ in Berlin statt. Eigentlich wollten die Organisator_innen in der „Technischen Universität“ tagen. Doch das Springer Blatt „Berliner Zeitung“ berichtete einige Tage vor dem Kongress. Die – anscheinend – nicht informierte Unileitung wurde von der Zeitung mit den „Fakten“ über die „Chaoten“ konfrontiert. Diese war „mit den Anarcho-Plänen“ nicht einverstanden. Am Abend erklärte eine Sprecherin:

„Die Veranstaltung wurde von dem Asta ohne unsere Genehmigung geplant. Wir werden versuchen, den Kongress zu unterbinden.“
Und so geschah es auch. Die Organisator_innen mussten dem Druck der Zeitung weichen und suchten sich einen anderen Ort.
Hier könnte diese kleine Geschichte bereits an ihrem Ende angelangt sein. Doch der Kongress der Anarchist_innen endete in Selbstauflösung. Eine Gruppe namens „Fuck for Forest“ nutzte den Kongress als Werbe-Plattform. Im Rahmen eines Workshops, bei dem es um „Anarchie und Sex“ gehen sollte, zog sich der männliche Hauptdarsteller von „Fuck for Forest“ aus und die weiblichen Darstellerinnen zogen nach.

Die ganze Geschichte gibt es hier: KLICK!

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12 Antworten auf „Anarchistische Pleite.“


  1. 1 Antideutsch 17. April 2009 um 1:46 Uhr

    sexisten angreifen – auch auf anarchistischen kongressen!

  2. 2 warum... 17. April 2009 um 2:12 Uhr

    .. sind das sexisten? Weil die hetero sex haben und sich dabei filmen lassen? du würdest dir doch auch einen drauf keulen..

    „Frauen werden als benutzbare Objekte dargestellt“ – Weil?! Wenn ich mit nem Mädel oder nem Typen einverständlich Sex habe (ob aus irgendner Art Zuneigung oder Geilheit), dann objektiviere und benutze ich sie? Da frage ich: Na und?!

    Deine vermeintliche „Genderkritik“ ist auf dem Niveau der CDU: „Sex hat aus Liebe stattzufinden und nicht aus Geilheit.“ Und danach immerschön beim Pastor um Vergebung bitten! Verklemmte(r) Spießer(in)…

  3. 3 Antideutsch 17. April 2009 um 9:20 Uhr

    du würdest dir doch auch einen drauf keulen..

    nicht immer von sich auf andere schliessen….

  4. 4 [Dekonstruktion] 17. April 2009 um 12:00 Uhr

    @ warum…

    Deine vermeintliche „Genderkritik“ ist auf dem Niveau der CDU: „Sex hat aus Liebe stattzufinden und nicht aus Geilheit.“ Und danach immerschön beim Pastor um Vergebung bitten! Verklemmte(r) Spießer(in)…

    Du checkst es einfach nicht!!! Es geht nicht darum, Sex als solches zu negieren (obwohl Penetration als Normalität mit Sicherheit auch eine kritische Betrachtung erfahren kann und sollte).
    Es geht darum, Sexualität, die aus einer heteronormativen Gesellschaft hervorgeht und in einer solchen Struktur funktioniert kritisch zu Betrachten. Also darum, dass eine männliche Dominanz und damit einhergehend Machtverhältnisse reproduziert werden!
    Und das finde ich absolut notwendig!!! Also tu nicht so vermeidlich emanzipiert und erhaben über gesellschaftliche Strukturen – das ist naiv und gefährlich!

    Sexist_innen angreifen – Immer und überall!

  5. 5 tee 17. April 2009 um 13:01 Uhr

    immer derselbe blödsinn. hatten wir doch schon.

    unsere sexualität geht aus der heteronormativen gesellschaft hervor und reproduziert diese. logisch betrachtet sind wir deswegen alle sexist_INNEN und müssten uns selber angreifen.

    immer und überall!

  6. 6 tee 17. April 2009 um 13:06 Uhr

    obwohl Penetration als Normalität mit Sicherheit auch eine kritische Betrachtung erfahren kann und sollte

    mit messer und gabel essen ist auch normalität. NORMALITÄT!!! kann ja wohl nicht wahr sein! alles kritisch betrachten, ey!

  7. 7 Antideutsch 18. April 2009 um 23:16 Uhr

    deutschland „und“ polizeistaat „ist auch normalität. NORMALITÄT!!! kann ja wohl nicht wahr sein! alles kritisch betrachten, ey!“

  8. 8 tee 19. April 2009 um 0:22 Uhr

    ja und?

  9. 9 Antifa-Papst 19. April 2009 um 20:43 Uhr

    Am einfachtsen wärs wenn in Zukunft in den Einladungen zu Anarchistenkongressen, Antifatreffen usw. gleich ein Hinweis auf die Kleiderordnung abgedruckt wird, mit detaillierter Beschreibung welche Stellen bei Männern & Frauen jeweils verdeckt sein müssen. Und wer nicht mit hochgeschlossenem Kragen ankommt, hat dann eben Hausverbot. Als Orientierung können die tollen Mobi-Bildchen von (außer an den Sehschlitzen) ganzkörperverhüllten Antifakämpfern herangezogen werden.

  10. 10 Administrator 29. April 2009 um 23:35 Uhr

    Stellungsnahme der NewYorck im Bethanien – Raum emanzipatorischer Projekte, zum abgebrochenen Anarchie-Kongress am Osterwochenende 2009

    Am Osterwochenende fand in und vor der NewYorck im Bethanien der
    Anarchistische Kongress statt, nachdem kurzfristig die eigentlich geplanten Räume in der TU – nach Panikmache des LKA und Hetzartikeln in der BZ – nicht mehr zur Verfügung standen.

    Der Kongress, stets gut besucht von einigen hundert Menschen, wurde am Sonntag abend abgebrochen. Zum Abbruch kam es, nachdem durch Mitglieder der Gruppe „Fuck for Forest“, mit der es bereits am Samstag Abend Auseinandersetzungen gegeben hatte, sexistische Grenzüberschreitungen begangen wurden und eine Lösung im Rahmen des Anarchistischen Kongresses nicht möglich war (siehe auch: http://de.indymedia.org/2009/04/247021.shtml?c=on#c567030 ).

    Das A-Kongress-Orga-Team erklärte zum Abbruch des Kongresses folgendes: Ein anti-sexistischer Freiraum auf dem A-kongress kann derzeit nicht mehr garantiert werden. Aufgrund unsolidarischen Verhaltens und mangelnder anarchistischer Praxis bei einer Vielzahl von Teilnehmer*innen wird der A-kongress für beendet erklärt.
    Ein Konflikt, der mit einer sexistischen Grenzüberschreitung und Provokationen verbunden war, konnte mit ewaltfreien Mitteln nicht gelöst werden.

    Wir, die NewYorck im Bethanien, erklären hierzu folgendes:

    Wenn eine Frau zu einem nackten Mann auf einem gemeinsamen Kongress sagt, er solle sich anziehen oder verschwinden, hat der Mann das zu machen, und die Forderung der Frau ist zu unterstützen, ohne dass diese Forderung weiter begründet werden muß. Genau das bedeutet für uns Definitionsmacht. In unserem Verständnis eines antisexistischen Freiraumes ist kein Recht für irgendwelche Typen vorgesehen, nackt rumzulaufen, wohl aber das Recht zu fordern, daß sich nackte Typen anziehen, wenn jemanden diese Nacktheit an diesem Ort stört.

    Nicht nur, dass FFF sich weigerte, diese Grenzüberschreitungen zu unterlassen, im Zuge der Diskussion darum hat ein Mitglied der Gruppe eine Frau homophob als „Hardcorelesbe“ betitelt. Auch von anderen Teilnehmenden gab es allerhand sexistische und homophobe Äußerungen.

    Dies zeigt wieder einmal, wie wenig wir auch innerhalb von linken und linksradikalen Zusammenhängen von einem antisexistischen Konsens in Theorie und Praxis ausgehen können.
    Ein falsches Anarchieverständnis und die Unfähigkeit, bestehende Herrschaftsverhältnisse zu sehen, führte in diesem Fall dazu, dass sich eine Menge Kongressteilnehmer_innen mit den „FFF“-Leuten derart solidarisierte, dass ein Rausschmiss verhindert wurde. Wir bedauern dies, da wir einen konsequenten Umgang mit sexualisierten Grenzüberschreitungen für wichtig halten.

    Aber es geht nicht nur um die Ereignisse auf der Konferenz.
    Wir halten „Fuck for Forest“ ganz generell für eine Gruppe, die anti-emanzipative Ideen vertritt.
    Ein Blick auf deren Internetseite erweckt den Eindruck, als ginge es mehr um forest for fuck. Der Regenwald als Kulisse für heteronormativen Sex. Das ökologische Anliegen (?) scheint kaum noch durch hinter all dem Gerede von „natürlicher“ Sexualität und „freier“ Liebe. Vor dem Hintergrund rassistischer Assoziationsketten (Regenwald- Natur-Tiere- indigene Menschen- Nacktheit- Sex), durchsetzt mit esoterischem Gedankengut („den Planeten heilen“) wollen FFF in neokolonialer Manier mit dem Kauf von Regenwald „..die Natur und die Sexualität zurückfordern“.

    Ausserdem wurde auch bekannt, dass einzelne Männer von FFF in der Vergangenheit Frauen unter Drogen zu sexuellen Handlungen vor der Kamera genötigt haben (z.b. auf der Fusion).

    Daher fordern wir einen Boykott der Gruppe!

    In den Räumen der NewYorck im Bethanien wird „Fuck for Forest“ nicht geduldet werden und hoffentlich auch nicht auf allen anderen sich als emanzipatorisch verstehenden Veranstaltungen. Wir würden es begrüßen,
    wenn öffentliche Auftritte von Fuck for Forest nicht mehr möglich wären.Wir hoffen, dass dieser Anlass zu einer breiten Auseinandersetzung mit antisexistischer Praxis führt, bei den Teilnehmer_innen des Kongresses selbst, in den Hausprojekten, in allen linken und linksradikalen Gruppen, auf welchem Gebiet auch immer sie arbeiten mögen.

    PS: Weitere Informationen finden sich auf dem Wiki des A-Kongresses
    (z.B. unter dem Stichwort ‚Kongressauflösung‘), das von hier aus
    verlinkt ist : http://akongress.org

  11. 11 Fragender 22. Juli 2009 um 18:01 Uhr

    „Sex hat aus Liebe stattzufinden und nicht aus Geilheit.“

    Liebe ist schon was schönes…

  1. 1 Linkdump 17.04. « meta.blogsport Pingback am 17. April 2009 um 15:08 Uhr
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