Hallo! Inhalte dieses Blogs und viele weitere Artikel finden sich nun im neuen Reflexion-Weblog. Diese Seite dient lediglich als vorläufiges Archiv. Schaut dahin:
Archiv der Kategorie 'Allgemein'
Auf dem Marsch der „Occupy-Bewegung“ der Wochenende in Berlin stattfand, durfte die verschwörungsideologische Band „Die Bandbreite“ auftreten, der Antifaschist_innen „sexistische, antisemitische und NS-relativierende Songtexte” vorwerfen.

Der Bandbreite-Sänger am Lautsprecherwagen von Occupy-Berlin.
In der Januar-Ausgabe der Programmzeitschrift des „Radio Corax“ aus Halle ist ein Artikel erschienen, in dem sich der Autor dieser Zeilen mit verschiedenen Verschwörungsfans innerhalb der deutschen Linken auseinandersetzt. Eben: „Verschwörungstheorien statt Gesellschaftskritik“. Außerdem gibt es dort einen weiteren lesenswerten Artikel über die „Wahrheitsbewegung“ zu lesen, der von Autoren des „Beatpunk“-Webzine verfasst wurde.
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Der Aufstieg der Piratenpartei, die bei den Landtagswahlen in Berlin 8,9-Prozent erreichte, beschäftigt nicht nur Politikwissenschaftler_innen, Journalist_innen und Computer-Nerds, sondern auch einen Querfrontler, der davon träumt, dass „Linke, Rechte“ und „Religiöse“ zusammenarbeiten, um „die Globalisten“ zu „schlagen“ . Es handelt sich um Jürgen Elsässer, der mit seinem „Compact“-Magazin „demokratische Linke“ und „demokratische Rechte“ vereinen möchte…
Bald jährt sich der zehnte Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001. In Deutschland wird es rund um den 11. September 2011 zu Aktionen von Verschwörungsfans kommen, die sich „Truther“ oder „Infokrieger“ nennen. Diese werden über Stammtische und Infonetzwerke organisiert, die die organisatorische Basis für deutsche Kleinbürger_innen darstellen, die die Ereignisse des 11. Septembers verklären. Die Anhänger_innen der selbsternannten „Wahrheitsbewegung“ möchten den Jahrestag nutzen, um ihre Version der Ereignisse zu propagieren. „Jeder einzelnen von Euch ist aufgerufen am 10. Jahrestag des 9/11 Anschlags eine Aktion bei Euch vor Ort zu machen um Eure Mitmenschen zu informieren“, heißt es in einem Aufruf, der durchs Internet geistert…
Er nennt sich „Guantana-MOHR“ und rappt über allerlei Geschehnisse, die er verschwörungstheoretisch verklärt. Zum Beispiel über die „Neue Weltordnung“. Dahinter verbirgt sich für den Rapper ganz verschwörungstheoretisch eine „globale Institution“ der „Elite von Aristokraten“, die mit „genetischer Manipulation“ eine „Bevölkerungskontrolle“ durchführt. „Die Bevölkerungen“ würden in „ihrer kulturellen Struktur“ zerstört werden, fürchtet der Rapper. Der in Hamburg geborene „Guantana-MOHR“ ist der Truthrap-Underdog: Im Gegensatz zur „Bandbreite“ oder „Kilez More“ hat er noch keine Platten auf den Markt gebracht. Seine Karriere beschränkt sich auf ein Youtube-Dasein. Sein Lied „Wehret den Anfängen“ wurde bereits mehr als zwanzigtausend Mal angeklickt. Immerhin ist ein Lied auf einem Sampler der Verschwörungs-Szene erschienen…
„Raumheld“ mit ihrem Track „Verschwörung“.
Was gesagt werden muss (I) gibt es hier. Dort wird – zufälligerweise – die Herkunft des Samples erläutert.
Wenn sich ein paar durchgeknallte Nazis in der Kälte treffen, um – mit Kinderpunsch und Stockbrot in der Hand – NS-Lieder zu grölen, klingt das in deren Nachbereitung so:
„Trotz der kälteren Bedingungen traf man sich in gemütlicher Runde zu einem Liederabend am Lagerfeuer. Im lodernden Schein der Flammen und unterm wundervollen Himmelszelt fertigte ein jeder sein Stockbrot, welches es anschließend in Verbindung mit alkoholfreiem Punsch zu genießen gab. Bei ausgelassener Stimmung trällerten alle in der Volksliedrunde mit. Das Singen (…) ist durch Sender wie MTV und Viva, akut bedroht. (…) Neben leckeren selbstgebackenen Plätzchen gab es wieder warmen Kinderpunsch.“
„Trotz der kälteren Bedingungen traf man sich in gemütlicher Runde zu einem Liederabend am Lagerfeuer. Im lodernden Schein der Flammen und unterm wundervollen Himmelszelt fertigte ein jeder sein Stockbrot, welches es anschließend in Verbindung mit alkoholfreiem Punsch zu genießen gab. Bei ausgelassener Stimmung trällerten alle in der Volksliedrunde mit. Das Singen (…) ist durch Sender wie MTV und Viva, akut bedroht. (…) Neben leckeren selbstgebackenen Plätzchen gab es wieder warmen Kinderpunsch.“