Schauen

Es ist angerichtet.

Irgendwann geht es weiter (26.01.2014).

Der Marsch der 0,00009 Prozent.

Auf dem Marsch der „Occupy-Bewegung“ der Wochenende in Berlin stattfand, durfte die verschwörungsideologische Band „Die Bandbreite“ auftreten, der Antifaschist_innen „sexis­ti­sche, anti­se­mi­ti­sche und NS-relativierende Song­texte” vorwerfen.

Ein ausführlicher Bericht findet sich im brandneuen Reflexion-Weblog unter www.reflexion-blog.com. Die Adresse sollten sich Leser_innen dieses Blogs merken, denn dort entsteht die neue Internetpräsenz. Es würde mich freuen, wenn ihr dort vorbeischaut.


Der Bandbreite-Sänger am Lautsprecherwagen von Occupy-Berlin.

Direkt zum Bericht.

Das Ende der „Kopp-Nachrichten“.

Nun ist es vorbei. Fast zwei Jahre waren die „Nachrichten“ des rechtspopulistischen, esoterischen und verschwörungsideologischen „Kopp-Verlags“ zu sehen, die Tag für Tag ins Internet gestellt wurden. Kurz vor Weihnachten wurde das Format eingestellt. Mit den „Kopp-Nachrichten“ versorgten sich die Verschwörungsfans mit ihrer täglichen Ration Verschwörungstheorie. Moderiert wurden die Nachrichten, die diesen Namen nicht verdienen, durch die Anti-Feministin Eva Herman. An einigen Tagen durfte auch ein weiterer Moderator vor die Kameras treten, um das Weltgeschehen verschwörungsideologisch zu deuten. Zunächst war dies der ehemalige Soap-Darsteller Michael Meziani , der nach seiner „Marienhof“-Karriere nach jedem Strohhalm griff, der ihm gereicht wurde. Nach dessen Ausstieg moderierte der Schauspieler Roland Kieber einige Sendungen. Hauptsächlich war es aber Eva Herman, die in den Nachrichten zu sehen war…

… den ganzen Artikel gibt es im neuen Reflexion-Weblog.

Genosse Pedersen.

Der bereits 2006 erschienene Film „Genosse Pedersen“ zeigt die Gechichte des Knut Pedersen, der 1973 in die norwegische „Kommunistische Partei der Arbeiter (die Marxist-Leninisten)“ (AKP) eintrat, um die Welt zu verändern. Der Lehrer wird durch seine Schüler_innen, dem roten Buch des Mao Tse-tung und durch die Revolte des Jahres 1968 politisiert. Nach seinem Eintritt beteiligt er sich an den Aktionen der Partei, er verkauft die Zeitschrift „Klassekampen“, organisiert Demonstrationen und debatiert in den klandestin organisierten Parteitreffen im örtlichen Schwimmbad. Dort lernt der verheiratete Pedersen seine Genossin Nina Skåtøy kennen. Aus der Liebesbeziehung entsteht eine enge Freundschaft, die sich in den folgenden zehn Jahren mit der Geschichte der maoistischen Partei verknüpfen wird. Auf einem Parteitag, der – selbstverständlich klandestin organisiert – im benachbarten Schweden stattfindet, übt Nina heftige Selbstkritik an ihrer „kleinbürgerlichen Beziehung“ zum Genossen Pedersen, der mittlerweile unter dem Decknamen „Genosse Eivind“ agiert und brandmarkt die Liebe als Verrat an der „Arbeiterklasse“. Die Liebesbeziehung zerbricht, doch die Freundschaft bleibt bestehen…

… die ganze Filmkritik kann im neuen Reflexion-Weblog gelesen werden.

Propaganda im Morgenmagazin.

Der esoterische Schnulzensänger Xavier Naidoo macht nicht zum ersten Mal deutlich, dass er an bestimmte Theorien glaubt, die in der Verschwörungsszene durchaus beliebt sind. Am 24.10.2011 war Naidoo, der zur Zeit in der Castingshow „The Voice of Germany“ zu sehen ist, im ARD-Morgenmagazin zu Gast. Dort wurde er gefragt, ob er sich in Deutschland frei fühle. Naidoo nutzte diese Gelegenheit. Er sagte: „Aber nein, wir sind nicht frei, wir sind immer noch ein besetztes Land! Deutschland hat noch keinen Friedensvertrag und ist dementsprechend auch kein echtes Land und nicht frei“. Daraufhin wurde vom fröhlichen Moderationsteam das Thema gewechselt. Das Video dieses merkwürdigen Auftritts, mit dem Naidoo an die nationalistischen Theorien vom besetzten Deutschland anknüpfte, erfreut sich auf Youtube ganz außerordentlicher Beliebtheit. Youtube-Nutzer die sich „Deutschland1937″ oder „TheBRDGmbHBasher“ nennen, verwenden das Interview als Beweis für die angebliche Besetzung Deutschlands. Es wurde bereits mehr als zehntausend Mal angeklickt.

Einblicke in die deutsche Campkultur:

Die Occupy-Aktivisten aus Berlin campieren zur Zeit vor der Parochialkirche in Berlin-Mitte, nachdem sie weder vor dem Reichstags-Gebäude noch auf dem Alexanderplatz dauerhaft geduldet wurden. Auf dem Kirchengelände besuchte sie Martin Sonneborn für die Heute-Show des ZDF und ermöglichte gruselige Einblicke in eine deutsche Campkultur: „Wir wissen auf jeden Fall, wie man verantwortungsbewusst umgeht mit der Umgebung, in der man sich bewegt: Hier wird sehr auf Sauberkeit geachtet“, erklärt ein Aktivist. „Wir haben Isomatten, Schlafsäcke und Frauen sind manchmal auch da, die uns wärmen“, sagt ein anderer Aktivist…

Verschwörungswerbung auf Sat 1 (II).

Am Donnerstag, den 27.10.2001, wurde in der Sat1 Sendung Kerner mal wieder das Thema Verschwörungstheorien aufgegriffen. Derartige Theorien hatte die Kerner-Redaktion bereits zum Jahrestag des 11. September für einen Beitrag benutzt, der im Nachhinein von der Verschwörungsszene gefeiert wurde. Damals wurden die Theorien des Verschwörungsideologen Niels Holger Harrit, auf den sich auch NPD-Strukturen berufen, vollkommen unkritisch aufgegriffen. Dort kam auch Frank Höfer zu Wort, der mit seiner „NuoViso“-Filmproduktion den deutschen Markt mit verschwörungsideologischen Film-Erzeugnissen versorgt. Höfer trat im Jahr 2009 auf einer Veranstaltung des Sektengurus Ivo Sasek auf, der mit seiner Anti-Zensur-Koalition eine „Plattform für verschiedene esoterische, verschwörungstheoretische und antisemitische Propagandisten“ geschaffen hat. Der Sat1 Beitrag zum 11. September wurde nach der Ausstrahlung von verschiedenen Verschwörungsaktivisten aus der selbsternannten „Wahrheitsbewegung“ gefeiert: Der Beitrag stellte „einen der besten dar, der in ganzen 10 Jahren (…) publiziert wurde“, hieß es auf einer Website der Verschwörungsszene. „Kerner“ bringt 9/11-Wahrheit“, auf einer anderen Seite…

… den ganzen Artikel gibt es im neuen Reflexion-Weblog.

Deutscher Wahn.

Das Video zeigt den Auftritt einer Verschwörungsaktivistin auf der „Occupy“-Aktion am 15.10.2011 in Köln. Dort durfte sie eine Rede über Chemtrails, die „Neue Weltordnung“ und Wetterwaffen halten, die eifrig beklatscht wurde. Am Rande der Demonstration versuchte sie mit einem langen Monolog auf einen angeblichen dritten Weltkrieg, ausgeführt durch die USA und Israel, hinzuweisen.

Am Ende die Hoffnung. Eine Kritik.

Irgendwann im letzten Jahr kommen die Mitarbeiter_innen eines Hauptstadtbüros, die irgendwas mit Medien machen, auf eine Idee: Man nehme das ehemalige GZSZ-Sternchen Yvonne Catterfeld, klaue den Plot von Titanic, mische dies mit einer Prise Pearl Harbour und verlege die Handlung auf ein deutsches U-Boot. Fertig ist das „Historien-Drama“, das voll im Trend liegt. Mit „Der Untergang“, „Jud Süß – ein Film als Verbrechen“ oder „Hindenburg“ hat die deutsche Filmindustrie schließlich gelernt, dass verharmlosende Stoffe, mit denen die Deutschen zum Opfer gemacht werden, beim deutschen Publikum gut ankommen. Die Unterstützung des deutschen Feuilletons ist gewiss und mit Yvonne Catterfeld kann man sogar auf eine Darstellerin zurückgreifen, die das geschichtsvergessene RTL-Publikum anspricht. Das große Sat1-Drama war am 18.10.2011 im deutschen Fernsehen zu sehen…

… die ganze Filmkritik kann im neuen Reflexion-Weblog gelesen werden.

Bermuda-Dreieck Nordsee. Eine Kritik.

Am vergangenen Sonntag zeigte RTL mal wieder eine Eigenproduktion, für die der Fernsehsender berühmt und berüchtigt ist. „Bermuda-Dreieck Nordsee“ lautete der Name des Streifens, für den RTL wochenlang geworben hatte. Der Film handelt von einer fiesen Konzernchefin, die die deutsche Umwelt versaut. In der originalen Fassung lautete der Name der Firma „Global Senergy“, fast wie der Name der schottischen Energiefirma „Senergy“. Nach rechtlichen Drohungen wurden sämtliche Szenen entfernt oder überarbeitet, in denen der Name der Firma zu sehen oder zu hören ist. Einige Szenen wurden in aller Eile nachsynchronisiert. Daher konnte der Film dann am Sonntag, den 25.09.2011, doch noch gesendet werden. Eigentlich schade: Den Zuschauer_innen wäre einiges erspart geblieben…

… den ganzen Artikel gibt es im neuen Reflexion-Weblog.