Tag-Archiv für 'elias-davidsson'

Die Liste.

Wenn deutsche Friedensfreunde gegen den Krieg mobilisieren, kann das durchaus gruselige Formen annehmen, die sie an die Seite der schlimmsten antisemitischen Regime bringt. Ein aktueller Fall ist der Aufruf „Kriegsvorbereitungen stoppen! Embargos beenden! Solidarität mit den Völkern Irans und Syriens!“, der vom Verein „Freundschaft mit Valjevo e.V.“ initiiert und am 05. Januar 2012 in der Tageszeitung „Junge Welt“ veröffentlicht wurde…

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Geständnis eines Antizionisten.

Der Verschwörungsideologe und Antizonist Elias Davidsson ist ein Mensch, desssen Thesen in einem gewissen Spektrum der deutschen Linken gerne aufgegriffen werden. Die Texte des Komponisten werden benutzt, um gegen Israel und die USA zu hetzen. Man findet diese Texte auf der Internetseiter der „Neuen Rheinischen Zeitung“ oder den Seiten der „Kommunistischen Initiative“. Elias Davidsson sucht andere Verantwortliche für den 11. September 2001 und viele andere terroristische Anschläge. Für diese Ereignisse macht der Verschwörungsfan verschiedene Geheimdienste und George W. Bush verantwortlich…

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Rechtfertigungen.


Es hat fast ein halbes Jahr gedauert, bis sich die Band „Die Bandbreite“ über ihren Auftritt im „Club Voltaire“ in Frankfurt äußerte. „Die Bandbreite“ bezeichnet sich selbst als „die nächs­te Ge­ne­ra­ti­on des Po­lit-​Pop“. In ihren Liedern finden sich Verschwörungstheorien, Homophobie und plumper Sexismus.

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Immer wieder „Voltaire“.

Nachdem der „Club Voltaire“ in Frankfurt, durch eine Veranstaltung für Aufsehen und Proteste sorgte, bei der die Band „Die Bandbreite“ sowie der Querfrontler Elias Davidsson auftraten, scheinen die Macher_innen dieses „Clubs“ leider nicht zur Besinnung gekommen zu sein. Nun soll der ehemalige außenpolitische Sprecher der so genannten „Linkspartei“, Norman Paech, am 18.01.2010 im „Club Voltaire“ auftreten….

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Der Briefeschreiber.

Der „Antizionist“ Elias Davidsson reist gerne durch die Weltgeschichte, um seine Theorien über den 11. September 2001 zu verbreiten. Auf seinen Vorträgen, zum Beispiel im Rahmen einer Veranstaltung der „Gruppe Arbeiterfotographie“, behauptet er, dass „der Pro­pa­gan­da­ap­pa­rat von Ju­li­us Strei­cher“ sich eher „be­schei­den“ ausnehmen würde, wenn mensch ihn mit „dem Aus­maß des heu­ti­gen Pro­pa­gan­da­ap­pa­ra­tes gegen den Islam, der ganze Erd­tei­le über­deckt und von Hol­ly­wood un­ter­stützt wird“ vergleicht.

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„Antideutsche“ Verschwörung?

Nach demKonzertder Bandbreite im „Club Voltaire“ zu Frankfurt sind die Veranstalter_innen und die Bandbreite bemüht die Proteste zu delegitimieren und den Kritiker_innen eine ganz bestimmte Ideologie zu unterstellen. Während die Bandbreite die Kritiker_innen als „faschistische Kräfte“ bezeichnet, denken die Organisator_innen von der GruppeArbeiterfotografie darüber nach, „daß bezahlte Kräfte darunter sind, die im Auftrag handeln.“ Die „Arbeiterfotografie“ produziert also ihre eigene kleine Verschwörungstheorie, bei der Kritiker_innen unterstellt wird, „daß sie im Auftrag agieren“ oder so dumm sind, dass „sie sich instrumentalisieren lassen und so zu Erfüllungsgehilfen imperialer Interessen werden“.

Mehr zum Thema kann im neuen Reflexion-Blog gelesen werden: KLICK!

Proteste.

Wie ich schon in meinem allerersten Beitrag zu den Geschehnissen im „Club Voltaire“ geschrieben habe, war es mir leider nicht vergönnt, mir den Auftritt der „Bandbreite“ anzuschauen und meine Stimme gegen die „Band“ zu erheben. Daher verweise ich an dieser Stelle nur auf folgende Berichte und erfreue mich an der Tatsache, dass laut Indymedia an die 100 Menschen gegen die „Bandbreite“ protestiert haben!

Berichte:

Andreas Waibel auf Indymedia: „Proteste gegen Verschwörungstheoretiker“.

Overdose: „kurzer bericht vom spektakel“: „(…)auf jeden fall bin ich zu dem schluss gekommen, dass, gäbe es einen duden, der worte mit bildern illustriert, neben dem wort ‚dummheit‘ ein bild wojnas prangen müsste.“

Weitere hauseigene Informationen und Artikel:

Infos zur „Bandbreite“ gibt es hier

Ein Aufruf verschiedener Gruppen aus Frankfurt ist hier dokumentiert.

Informationen zur „Arbeiterfotografie“ und zu Davidsson gibt es hier.

„Bandbreite“ vs. Reflexion!

Was die anderen schrieben.

An dieser Stelle noch einige Texte über den Auftritt der „Bandbreite“ am 9. Oktober 2009. Raum der Feierei mit der verschwörungstheoretischen Band war der „Club Voltaire“, der es kurz vor dem Auftritt schaffte eine eigene Stellungnahme zu erstellen. Zur Freude der verschwörungstheoretischen und „antizionistischen“ Journaile (von Elsässer über Thomas Trueten bis zur „SteinbergRecherche“) wurde eine unsägliche Stellungnahme verfasst. Dort heißt es, dass aus „rational nicht nachvollziehbaren Gründen“ gegen die Veranstaltung der Gruppe „Arbeiterfotografie“ vorgegangen werden würde. Als Täter_innen indentifizierte Heiner Halberstadt, Mitglied des Vorstandes des „Club Voltaire“, eine „Reihe – vor allem jüngerer – Leute“, die sich „in Szene gesetzt“ hätten, um „Rufmord“ zu betreiben. Der „Club Voltaire“ hätte die Vorwürfe „geprüft“, dabei aber „keine Texte und Wertungen“ gefunden, „die die Angriffe gegen die Beschuldigten bestätigt oder gerechtfertigt hätten“. Stellt sich die Frage was dort „geprüft“ und gelesen wurde, denn Halberstadt geht auf keines der Argumente ein, mit denen „Bandbreite“ und „Arbeiterfotografie“ kritisiert wurden und werden. Zusätzlich hallizuniert Halberstedt von „Drohungen“, von denen sich der „Club Voltaire“ „nicht einzuschüchtern“ lasse.
Anders sah das der erste Vorsitzende Andreas Waibel, der als einziges Mitglied dieses Gremiums den Mindestanstand besaß und von seinem Posten zurücktrat, weil er sich „ge­schämt“ hätte, wenn er „zu dem (…) ein­fach ge­schwie­gen hätte“. Nicht geschwiegen hat Thomas Trueten, der den Kritiker_innen unterstellte, dass sie „als 5. Kolonne der Kriegstreiber gemeinsame Sache mit der reaktionären und imperialistischen US Politik“ machen und damit „eine Querfront mit reaktionären Kräften“ betreiben würden (Screenshot). Dieser Beitrag gefällt dem „antii-mperialistischen“ Mob. Da ist es kein Wunder, dass er von zahlreichen anderen Blogs aus dem „anti-imperialistischen“ Spektrum gespiegelt (Screenshot) wurde. Er ist ein Beispiel für die Auseinandersetzung mit Kritiker_innen der Gruppe „Arbeiterfotografie“ und der „Bandbreite“. Er ist aber auch ein Beispiel für die politische Positionierungen rund um die Gruppe „Arbeiterfotografie“. Trueten lobt diese anti-emanzipatorische Zusammenrottung, deren Mitglied er ist. Die Gruppe „Arbeiterfotografie“ würde angeblich eine „kritische Auseinandersetzung mit der westlichen Kriegspropaganda gegen den Iran“ betreiben . Dabei hätte die Gruppe ein Zitat des Antisemiten und Holocaustleugners Ahmadinedschad überprüft und nachgewiesen, dass dieser „nie zur Vernichtung Israels aufgerufen hat“:

„In Wirklichkeit habe Ahmadinejad nämlich nicht vom von-der-Landkarte-tilgen gesprochen, so die ‚Arbeiterfotografie‘, sondern davon, dass ‚…dieser Keim der Verderbnis verschwinden‘ werde. Anschließend fühlt sich die ‚Arbeiterfotografie‘ in den Präsidenten eines Regimes ein, das Ehebrecher_innen und Homosexuelle auf Kränen hängt: Ahmadinejad ’sehnt mit deutlichen Worten das Ende eines illegalen Zustands herbei.‘“

Weitere lesenswerte Texte:

Cosmoproletarian Solidarity: „Antifaschistische Intervention II“

Overdose: „wahn und aufklärung – arbeiterfotografie und bandbreite im club voltaire“, „auf zur nächsten runde“ und „es wird immer besser“

Kotzboy.com: „Verschwörungsideologie blockieren“

Wadi-Blog: „Wann ist ein Jude Semit?“

Edith Bartelmus-Scholich: „Ein Kommentar zur Auseinandersetzung zwischen Arbeiterfotografie und Andreas Waibel“

Was die anderen schreiben.


Vernichtungswünsche a la „Arbeiterfotografie“….

Außer „Wojna“ von der „Bandbreite“ berichten auch einige andere Internetseiten aus dem „antizionistischen“ und verschwörungstheoretischen Milieu über die Kritik an einem „Konzert“ der „Bandbreite“ in den Räumlichkeiten des „Club Voltaire“.
So sieht der Blog „Mein-Parteibuch“ beispielsweise „antideutsche Sabotagetrupps“ am Werk. Sonst berichtet unter anderem Thomas Steinberg von der „antizionistischen“ Propaganda-Seite „Steinberg Recherche“ und Hartmut Barth-Engelbart (Screenshot), der der Gruppe „Arbeiterfotografie“ und der „AntiFa-AntiImp-AntiKap-Hipp-Hopp Formation“ zur Hilfe eilte, in dem er eine Presserklärung der „Arbeiterfotografie“ verbreitete und in diesem Rahmen die Möglichkeit nutzte gegen Antifaschist_innen, die diesen Namen verdienen, zu hetzen.
In dieser Erklärung der Gruppe „Arbeiterfotografie“ wird ein unverhohlener Vernichtungswunsch artikuliert. Frei „nach Voltaire“ fordern die Veranstalter_innen in ihrem Pamphlet: „Zermalmt das Niederträchtige!“ Denn die die Gruppe „Arbeitergotografie“ macht sich selbst zum Opfer „einer“ angeblichen „üblen, hinterhältigen Diffamierungskampagne“, angeblich ausgeführt durch „antideutsche Gruppen“. Ähnlich mag das Jürgen Elsässer sehen. Er schwadroniert von „angeblichen ‚Linken‘“, die „in Wirklichkeit eine neue Form der SA“ (Screenshot) darstellen würden. Das Herr Elsässer eine geistige Brandstiftung betreibt, in dem er die Kritiker_innen als „neue Form der SA“ bezeichnet sollte klar sein.
Die „antiimperialistische“ Allianz aus „Bandbreite“, „Arbeiterfotografie“, „Steinberg-Recherche“, Jürgen Elsässer und seiner „Volksinitiative“ marschiert. Hoffentlich wird sie irgendwann aufgehalten werden. Eine erste Möglichkeit bietet sich am kommenden Freitag. An diesem Tag rufen linke, emanzipatorische Gruppen zur „friedlichen Blockade“ des „Bandbreite“ Auftritts auf.

Weitere Informationen und Artikel:

Infos zur „Bandbreite“ gibt es hier

Ein Aufruf verschiedener Gruppen aus Frankfurt ist hier dokumentiert.

Informationen zur „Arbeiterfotografie“ und zu Davidsson gibt es hier.

Eine Reaktion des bisherigen ersten Vorsitzenden des „Club Voltaire“ wurde hier dokumentiert.

„Bandbreite“ vs. Reflexion!

„Bandbreite“ vs. Reflexion.

Mittlerweile hat auch die „Bandbreite“ bemerkt, dass ihre Lieder in diesem Blog, aber auch anderswo kritisiert werden. Nun meldet sich der Sänger der „Bandbreite“, Mar­cel „Wojna“ Wo­jna­ro­wicz (s. Foto), zu Wort um eine Kampagne gegen Kritiker_innen zu lancieren.

Mehr zur Kampagne gibt es im neuen Blog zu lesen: KLICK!