Anfang des Jahres 2012 veranstaltet der selbsternannte „Linksnationalist“ Jürgen Elsässer, der eine Querfront gegen „die Globalisten“ anstrebt, eine weitere Euro-Konferenz. Dieses zeitägige Event soll am 18. und 19.2.2012 im „Adlershof“ in Berlin stattfinden. Bereits im September 2010 hatte der Herausgeber des „Compact-Magazins“ eine derartige Zusammenkunft organisiert. Damals traten unter anderem Karl Albrecht Schachtschneider und Nigel Farage auf. Schachtschneider bewirbt seine anti-europäischen Theorien auch auf Veranstaltungen der rechtspopulistischen „Bürgerrechtsbewegung Pro Köln“. Nigel Farage ist Parteivorsitzender der britischen „United Kingdom Independence Party“ (UKIP) und sitzt für diese Partei im europäischen Parlament. Beide werden auch im Jahr 2012 an der Konferenz des Jürgen Elsässer teilnehmen…
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Jung, charismatisch und redegewandt. So feiern einige deutsche Journalisten die selbsternannten Sprecher der „Occupy“-„Bewegung“, die nach ihren Märschen am 15.10.2011 überall in der Bundesrepublik campiert, um gegen die „Bankster“ zu protestieren. Das bekannteste Gesicht dieser losen „Bewegung“ ist sicherlich Wolfram Siener aus Frankfurt, der in seiner kurzen Karriere in verschiedenen Fernsehsundungen zu sehen war, die sich der deutschen Erweckungsbewegung annahmen…
… der ganze Artikel kann im neuen Reflexion-Blog gelesen werden.
Der Aufstieg der Piratenpartei, die bei den Landtagswahlen in Berlin 8,9-Prozent erreichte, beschäftigt nicht nur Politikwissenschaftler_innen, Journalist_innen und Computer-Nerds, sondern auch einen Querfrontler, der davon träumt, dass „Linke, Rechte“ und „Religiöse“ zusammenarbeiten, um „die Globalisten“ zu „schlagen“ . Es handelt sich um Jürgen Elsässer, der mit seinem „Compact“-Magazin „demokratische Linke“ und „demokratische Rechte“ vereinen möchte…
Der italienische Dokumentarfilm „Zero: An Investigation into 9/11″, der hierzulande auf den Titel „9/11 – Was steckt wirklich dahinter“ getauft wurde, lief vor einiger Zeit im zweiten Programm des Österreichischen Rundfunks (ORF). Außerdem ist der Film öfter in verschiedenen Kinos zu sehen, die mit speziellen Programmen den Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 begehen. Der Produzent des Films ist der ehemalige italienische Abgeordnete Giulietto Chiesa. Er hätte „solide Arbeit“ geleistet, heißt es in einer Film-Rezension des „Schattenblicks“. Der Film findet sich auf zahlreichen Internetseiten aus dem verschwörungsideologischen Milieu, aber auch auf den Seiten der „Freien Nationalisten Saalfeld“. Der Film wird nicht nur dort als „penibel recherchierte“ Dokumentation beschrieben, die zu „verblüffenden neuen Thesen und Erkenntnissen“ führen würde…
Der selbsternannte „Linksnationalist“ Jürgen Elsässer lädt mal wieder ins „Russische Haus“ nach Berlin ein. Diesmal geht es nicht um ein Zusammentreffen der anti-europäischen Rechtspopulisten, wie am 25. September diesen Jahres, als Elsässer und seine „Volksinitiative“ unter anderem Nigel Farage und Karl Albrecht Schachtschneider eingeladen hatten, während die Band „Die Bandbreite“ für die musikalische Untermalung sorgte.
Diesmal möchte Elsässer sein neuestes publizistisches Projekt vorstellen, das – wie seine „Compact“ Buchreihe – im „Kai-Homilius-Verlag“ erscheinen soll. Es geht um das „Compact-Magazin“, einer Monatszeitschrift, für die sich Elsässer verantwortlich zeichnet und deren Nullnummer im Dezember diesen Jahres erscheinen soll…
… den vollständigen Artikel gibt es im Reflexion-Weblog: KLICK!
Vor einigen Tagen berichtete ich an dieser Stelle über einen Beitrag, den der selbsternannte „Linksnationalist“ Jürgen Elsässer ganz aktuell ins Internet gestellt hatte. In diesem Artikel behauptete Elsässer, dass die „Aliens“ die Weltherrschaft übernommen hätten und berief sich unter anderem auf die Mystery-Serie „Akte X“ und die Komödie „Men in Black“, in der Will Smith außerirdische Besucher_innen überwacht. Den Begriff der „Aliens“ nutzt Elsässer allerdings bereits schon einige Jahre. In Elsässers „Fingerübung“ geht es nämlich eigentlich um angebliche „Heuschrecken“, die Elsässer für das Elend der Welt verantwortlich macht. Elsässer nutzt die „Alien“-Metapher, um einen weiteren Begriff für den angeblichen Feind zu schaffen und ihn auf diese Art und Weise zu entmenschlichen.
Elsässer verläßt allerdings den Boden einer schnöden Metapher, wenn er beispielsweise behauptet, dass die Inhalte der Serie „Akte X“ schon „lange Realität“ wären oder wenn er den ehemaligen Außen- und Kriegsminister Joseph Fischer als fremdgesteuerte Person darstellt, die von einer anderen Person als „Wirtskörper“ genutzt werden würde:
„Es sind Bodysnatcher, Körperfresser, die sich die Zellhülle eines Menschen angeeignet haben. Manchmal paßt das Kostüm freilich nicht so recht, und dann passiert das, was wir in den letzten zehn Jahren bei Joseph Fischer beobachten konnten: Über dem neuen Wirtstier zieht sich die Haut zuerst schrumpelig zusammen, so daß der Kerl zwei Jahre wie seine eigene Oma aussah, und dann dehnt sie sich ballonartig wieder aus.“Wie der selbsternannte Alien-Experte David Icke, der sich auf Echsen und Vampire spezialisiert hat, benutzt Elsässer verschiedene amerikanische Serien und Filme, um die angebliche Herrschaft einer kleinen, verschworenen Kaste zu bebildern. Während Icke allerdings von seinen wirren Theorien überzeugt zu sein scheint, ist die „Alien“-Metapher für Elsässer nur Mittel zum Zweck. Dieser kleine Umstand wurde in der Tat nicht in dem vorherigen Artikel erwähnt, über den sich Jürgen Elsässer „mordsmäßig“ aufregt. Der Querfrontler Elsässer schreibt:
„Irgendein verkniffener Antifant hat sich im Netz mordmäßig aufgeregt, dass Elsässer jetzt auch wie David Icke an Außerirdische glaubt. Dieser zugekiffte Dünnbrettbohrer hat offensichtlich noch nichts von metaphorischer Schreibweise mitbekommen (…)“.Dabei hätte es Elsässer so einfach haben können: Schließlich hätte seine Alien-Metaphorik, als die Phantasie eines alten, frustrierten und ehemaligen Linken abgetan werden können, der statt an eine mehr als verkürzte Kritik des Kapitalismus, nun an Aliens und „Wirtskörper“ glaubt. Dem „Linksnationalisten“ ist es allerdings wichtig, darauf hinzuweisen, dass er keine grauen Männchen aus dem Weltall, sondern „Heuschrecken“ meint, die über „Spekulation“ ihren „Profit“ machen:
Für die politisch korrekten Klippschüler deshalb noch mal im Klartext: Die ‚Aliens‘ in dieser Serie sind ‚nur‘ ein metaphorischer Begriff für ‚Heuschrecken‘ (…), die über (…) Spekulation (…) ihren Profit machen.„Aliens“ klingt halt harmloser als „Heuschrecken“, „raffendes Kapital“ oder gar „Juden“. Und wer wäre ich, dieses bildhafte Gleichnis, das Elsässer so wichtig ist, dass er mich „zugekifften Dünnbrettbohrer“ extra darauf hinwies, zu verschweigen.
Der Nationalist Jürgen Elsässer wandelt in einem seiner zahlreichen Beiträge auf den Spuren des Alien-Verschwörungstheoretikers David Icke . In seinem Artikel „Die Aliens sind unter uns“ liefert Elsässer ungefähr genau das, für das David Icke bekannt, berühmt und berüchtigt ist. Es erinnert an David Icke, der sich auf die Science-Fiction-Serie „V – Die außerirdischen Besucher kommen“ beruft, wenn Jürgen Elsässer behauptet, dass die Inhalte der Mystery-Serie „Akte X“ nun „Wirklichkeit“ werden würden: „Außerirdische haben die Macht auf der Erde übernommen. Höchste Regierungskreise der westlichen Großmächte stecken mit den Aliens unter einer Decke“, schreibt Elsässer.
Die „Aliens“ hätten, so Elsässer, der sich nun wirklich, endgültig und vollkommen in einer Art geistigem Delirium zu befinden scheint, „eine Matrix in die Gehirne der Menschen“ gepflanzt, um sie „als Zuchtschweine“, „Versuchskaninchen“ und „Frischfleisch“ zu nutzen. Das erinnert unter anderem an den Film „Sie Leben“, in dem Aliens in Menschengestalt den Planeten übernommen haben und ausbeuten. Elsässer hat seine Theorien, schreibt er selbst, aus dem Film „Men in Black“. Wer den Hollywood-Blockbuster „gesehen hat, weiß, wie das kommt“, empfiehlt Elsässer seinen Leser_innen die Kömodie, in der Will Smith außerirdische Besucher_innen überwacht.
„Es sind Bodysnatcher, Körperfresser, die sich die Zellhülle eines Menschen angeeignet haben“, gibt Elsässer einen Einblick in seine Welt, in der „Körperfresser“ sich des menschlichen Körpers bedienen. Elsässer liefert sogleich auch einen ersten Verdächtigen: Es ist der ehemalige Außenminister Joseph Fischer, dessen Körper einem „neuen Wirtstier“ als Behausung dienen würde. Daher hätte sich Fischers Haut „zuerst schrumpelig“ zusammengezogen, „so daß der Kerl zwei Jahre wie seine eigene Oma aussah“, vermutet Elsässer, der in den kommenden Wochen einen anti-europäischen Kongress organisiert. Der Artikel des Jürgen Elsässer, den dieser als „Fingerübung“ bezeichnet, zeigt deutlich auf, in welch wahnhaften Welten, die an David Icke erinnern, sich der Nationalist befindet. Der von David Icke übernommene Alien-Ansatz, eine Mischung aus „Akte X“, „Matrix“ und „Men in Back“, dürfte aber ausreichen, um sich für weitere Interviews für „Infokrieg“, „Secret.TV“ oder „Alles Schall und Rauch“ zu qualifizieren.
Update (14. August 2010): Eine kleine Klarstellung gibt es hier.

Heimlich, still und leise ist der FDP-Politiker Frank Schäffler aus dem Programm der Konferenz „Der Euro vor dem Zusammenbruch“ verschwunden. Das Mitglied des Bundestags war, neben dem Rechtspopulisten Nigel Farage, als einer der Redner auf dem Kongress angekündigt worden, der vom „Links-Nationalisten“ Jürgen Elsässer und dessen „Volksinitiative“ organisiert wird. Frank Schäffler könne aufgrund „anderer terminlicher Verpflichtungen“ nicht am Kongress teilnehmen, heißt es aus dem Büro des Abgeordneten. Inhaltliche Differenzen dürften keine Rolle gespielt haben.
Schließlich lobte der Bundestagsabgeordnete bereits in der Vergangenheit ein Buch aus der „Compact“-Reihe des Jürgen Elsässer. Ort der Lobpreisung des Buches war das rechte Magazin „Eigentümlich frei“, das in „eng das publizistische Netz der deutschen Rechten eingebunden“ ist. Das Buch des Jürgen Elsässer würde „Freude“ machen, schrieb Schäffler. „Ach, ist das schön“, lautete das Fazit über das Buch des Jürgen Elsässer, das dieser – im Rahmen der „Compact“ Reihe - im „Kai-Homilius-Verlag“ publiziert.
In diesem Verlag erscheinen auch die Werke des eifrigen Antikommunisten Jan von Flocken und die Bücher anderer Verschwörungsideologen. Ansonsten vertreibt der Verlag auch die „Dokumentationen“ des Frank Höfer, der sich zum Beispiele für den angeblichen Zusammenhang zwischen „Kornkreisen“ und „Aliens“ interessiert.
Frank Schäfflers Absage am Kongress der Anti-Europäer teilzunehmen, dürfte also nicht aufgrund von inhaltlichen Differenzen, sondern wirklich aufgrund „anderer terminlicher Verpflichtungen“ zu erklären sein. Es bleibt abzuwarten, wann und ob der FDP-Bundestagsabgeordnete Schäffler und der ehemalige „Antideutsche“ Jürgen Elsässer, der zur Zeit die rechte Regierung Ungarns lobt und in der antisemitischen „Fidesz“ eine Art Bündnispartner gegen das „internationale Finanzkapital“ erkennen will, in irgendeiner Form die weitere Zusammenarbeit suchen.
Der „Linksnationalist“ Jürgen Elsässer und seine „Volksinitiative“ planen eine „Aktionskonferenz“, auf der die Creme de la Creme der Verschwörungsideologen und Europa-Gegner auftreten soll, um „Argumente gegen den Euro-Wahn (…) einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“….
… den ganzen Artikel gibt es im neuen Reflexion-Blog: KLICK!
Mensch möchte wahrlich kein Kind des ehemaligen Anti-Deutschen Jürgen Elsässer sein, der in den letzten Jahren immer weiter nach rechts gewandert ist, so dass er heute für eine völkische Politik steht, die er in seinem Blog, auf Aufmärschen gegen Israel oder auf Verschwörungs-Treffen propagiert. Die aktuelle Kontroverse um den schlagenden Bischof Walter Mixa, der wohl mehr als einmal seine Schutzbefohlenen geschlagen hat, war für Elsässer der Anlaß, sich in seinem Blog zu Wort zu melden: „Was keiner mehr hören will: Ein paar Watschn waren vor 20, 30 Jahren in der Erziehung normal. Ich hab auch vom Lehrer welche bekommen“ erzählt Elsässer. Außerdem behauptet er, dass ihm diese „Watchn“, also die Schläge durch Erzieher_innen, „nicht geschadet” hätten. Schläge ins Gesicht „sind keine Form von Körperverletzung“, behauptet Elsässer abschließend.

Wenn mensch Elsässers (s. Foto) Positionen ernst nehmen würde, dann ist das mit den Kindern, die prügelnden Pädagog_innen ausgesetzt waren, gar nicht so schlimm. Schließlich war das „normal“. So „normal“ , wie einige Jahre zuvor der „deutsche Gruß“. Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass Elsässer irgendwann einmal auch von diesem behaupten könnte, dass er ja „normal“ gewesen wäre. Auf diese Art und Weise läßt sich nämlich alles relativieren. Mit der abschliesssenden Behauptung, mensch könne Kinder schlagen, ohne eine „Körperverletzung“ zu begehen, dürften Elsässers Jünger_innen beruhigt sein. Vielleicht bloggt in zwanzig Jahren ein geschädigtes Kind über die Erfahrungen, die es machen musste, weil solche Positionen in Deutschland durchaus „normal“ sind.
Via: Entdinglichung.