Eine verrückte Verschwörungstheorie erreicht aus Ägypten die Welt, um die Herzen der Antisemit_innen aller Länder zu erfreuen. Es geht um die Hai-Attacken auf Urlauber_innen. Nun wird vermutet, dass der der israelische Geheimdienst Mossad verantwortlich sein könnte. Die „Jerusalam Post“ berichtet:
Sinai shark attacks could be Israeli plot.
(…) Egyptian officials say they have not ruled out the possibility that a fatal shark attack in Sinai on Sunday could have been a plot by the Mossad. “What is being said about the Mossad throwing the deadly shark [in the sea] to hit tourism in Egypt is not out of the question, but it needs time to confirm.”
Tag-Archiv für 'israel'
Einen Vortrag des Wertkritikers Robert Kurz („Schwarzbuch des Kapitalismus“), der sich dem Thema „Israel und die Linke“ widmet, kann mensch sich hier anhören. In diesem Vortrag konstatiert Kurz die ideologische Verwahrlosung der „Linken“ und beschäftigt sich mit dem Hass auf den israelischen Staat, dem sich viele „Linke“ verschrieben haben: „Mehr Verblendung ist kaum denkbar“, urteilt Kurz.
Es geht um verkürzte Kapitalismuskritik und antisemitische Manifestationen, um Ahmadinedschad und Atomwaffen, um die bundesdeutsche „Linke“ und – am Rande – um „die Antideutschen“, denen Kurz ein politisches Versagen vorwirft, weil sie die „Weltordnungskriege“ verklärt hätten. Am Ende des Vortrags fordert Kurz trotz alledem eine „Israelsolidarität und einen Kampf gegen jeden Antisemitismus“ ein, „der untrennbar zusammengehört mit dem Kampf gegen jeden Rassismus“.
Der Vortrag des Robert Kurz steht, dank dem Audioarchiv, hier zum freien Download zur Verfügung.
Es ist ein heißer Tag an diesem Samstag, den 05.06.2010. Kurz nachdem die israelische Armee die Schiffe gestoppt hat, die die Gaza-Blockade durchbrechen wollten, haben sich auch in Bremen bis zu 3.000 Menschen zusammengefunden, um gegen das israelische Vorgehen zu protestieren…
… den ganzen Bericht zur anti-israelischen Demonstration gibt es im neuen Reflexion-Blog: KLICK!
Kaum zurück aus Israel, gab die Bundestagsabgeordnete der Partei „Die Linke“ , Annette Groth, die sich an der Gaza-„Friedens“-Fahrt beteiligt hatte, die am 31.05.2010 durch die israelische Armee beendet wurde, der Online-Zeitung „Scharf Links“ ein Interview. In diesem Interview schildert Anette Groth ihre Erlebnisse während ihrer Reise…
… der ganze Artikel kann im neuen Reflexion-Blog gelesen werden: KLICK!
„Memri.TV“ ist es zu verdanken, dass das folgende Video der Internet-Nachwelt erhalten blieb. Es zeigt den „Antizionisten“ Norman G. Finkelstein im Interview mit dem libanesischen Fernsehsender „Future TV“. Dort versteigt er sich in Huldigungen der antisemitischen Terror-Organisation „Hisbollah“ . Da darf auch die historische Analogie nicht fehlen, die das israelische Vorgehen gegen diese Organisation, mit dem Vernichtungskrieg der deutschen Wehrmacht vergleicht. Dabei wollte, so behauptet es Finkelstein, noch nicht einmal Hitler den Vernichtungskrieg. Das Interview liefert einen sehenswerten Einblick in die Ideologie des Norman G. Finkelstein…
… das ganze Interview kann im neuen Reflexion-Blog angesehen werden.
Ein Propaganda-Treffen der ganz besonderen Art soll am 11. Februar 2010 in Hamburg statt finden. Der Geschäftsführer der „Orient Okzident Gesellschaft“, Bahman Berenjian, lädt am Jahrestag der „iranischen Revolution“ in Zusammenarbeit mit dem Verschwörungstheoretiker Christoph M. Hörstel zu „authentischen Meinungen und Analysen“ aus dem Iran in’s „Hotel Atlantic-Kempinski“. Neben Hörstel, der schon als „Lobbyist der Taliban” (FAZ) bezeichnet wurde, werden verschiedene Referenten erwartet, die deutlich machen welche Thesen auf der Konferenz vertreten werden.
Da wäre unter anderem der iranische Botschafter und Massenmörder Ali Reza Scheikh Attar sowie der Hamas-Propagandist Udo Steinbach. Da wäre des Weiteren Jürgen Elsässer, der protestierende Demonstrant_innen im Iran bereits als „Discomiezen“, „Teheraner Drogenjunkies“ und als „Strichjungen des Finanzkapitals“ bezeichnete und bevorzugt Aufmärsche gegen Israel organisiert oder auf den Treffen des rechten verschwörungstheoretischen Spektrums auftritt. Da wäre aber auch Thomas Steinberg, der eine Internetseite betreibt, auf der die Hetze gegen Israel und seine Verteidiger_innen zum Programm erhoben wird. „Die Förderer“ des Antisemitismus „sind bekannt“ orakelte Steinberg in einem Text von 2008, der auch auf einschlägigen Nazi-Seiten verbreitet wird: „Sie sitzen im Zentralrat der Juden, auf der Achse des Guten und sogar in der Partei Die Linke. Sie geben vor, den Judenhaß zu bekämpfen, und schüren ihn“. Steinberg bediente an dieser Stelle ein altes antisemitisches Klischee, bei dem Jüdinnen und Juden oder deren angebliche Unterstützer_innen für den Hass, den Antisemit_innen ihnen gegenüber empfinden, verantwortlich gemacht werden.
Auf dieser Konferenz wird also die Creme de la Creme der Apologeten des iranischen Regimes auftreten, um ihre Propaganda zu betreiben. Im „legendären Luxushotel an der Außenalster“ wollen sich die Propagandist_innen des iranischen Regimes versammeln. Es ist absehbar, um was es bei diesem Treffen gehen wird: Neben der Verteidigung des iranischen Regimes geht es unter anderem um antisemitische Hetze, vor einer „hochwertigen Kulisse“. Das „Hotel Atlantic-Kempinski“ spricht in jedem Fall davon, Veranstaltungen zu ermöglichen, die „bald so legendär“ sein würden, „wie das Hotel Atlantic selbst“. Es bleibt zu hoffen, dass es sich Menschen nicht nehmen lassen werden, gegen diese Propaganda-Veranstaltung vor „hochwertiger Kulisse“ zu protestieren.
Solidarität mit den revoltierenden Menschen am 22. Bahman!
Wie in diesem Blog bereits vor einigen Wochen prophezeit haben der immer weiter nach Rechts abdriftende Jürgen Elsässer, sein Kompagnon Christoph R. Hörstel, die „Al-Quds-Initiative“ und der „HDR“ die gemeinsame Sitzung der deutschen Bundesregierung mit dem israelischen Kabinett dazu genutzt, um ihre anti-israelische Propaganda zu verbreiten. Mensch wolle sich in Berlin versammeln, „um klarzumachen, dass der Spaß in Deutschland vorbei ist“, hieß es drohend in einem Aufruf, der auf dem Blog des Anti-Anti-Deutschen und „Volksinitiative“-Vorturners Jürgen Elsässer veröffentlicht wurde (Screenshot).
Der prahlt in seinem Blog unterdessen mit einem Interview, dass die Zeitschrift „Galore“ 2007 mit ihm geführt hat. Dieses Interview liefert einen weiteren Einblick in die Thesen des Jürgen Elsässer, der ein Bündnis zwischen Gauweiler und Lafontaine beschwor und gegen emanzipatorische Linke polemisierte. Elsässers Anliegen ist seine „Kritik“ der „Cappuccino-Linke mit Multikulti und Partyleben“, der er tatsächlich den Vorwurf machte, dass Afghanistan in den „Köpfen dieser Leute erst frei“ sein würde, „wenn die Love Parade durch Kabul zieht“. So mutmaßt ein Elsässer über den Zustand in den Köpfen der „Cappucino-Linken“. Für eine Love-Parade in Afghanistan, dass steht für Elsässer fest, müsse mensch „diese Leute“ (!) „ausrotten“ (!). Im Stil einer schlechten Verschwörungstheorie mutmaßte Elsässer daraufhin, „dass bestimmte Hardliner genau das vorhaben“.
Auf der Kundgebung am 18. Januar 2010 sprachen unter anderem die „Al-Quds“-Initiative“ gemeinsam mit dem „HDR“. Das ist die „Organisation for Human Dignity and Rights“ („HDR“), dem deutschen Ableger der „chomeinistisch-islamistischen Grazwurzelbewegung ‚Özgür-Der‘ aus der Türkei, die in der ‚Islamischen Revolution‘ des Irans die Schablone ersehnenswerter Umbrüche erkennt“. Außerdem waren, wie schon bei den „Al-Quds“-Aufmärschen, Vertreter der „Neturei Karta“ anwesend: Diese „verabscheuen den jüdischen Notbehelfsstaat, da nur der Heiland ein jüdisches Königreich, in dem die Menschen Gottes Knechte sind, aufrufen dürfe“.

„Naturei Karta“ Aktivisten während der Holocaust-Leugner Konferenz in Teheran (2006)…

… und beim Verbrennen der israelischen Flagge in London (2002).
In den Reden dieses Aufmarsches gegen Israel, der als „Kundgebung“ getarnt worden war, wurden die einschlägigen Klischees bedient. Es war die Rede von einem „brutalen Zersetzungsprozess“, dessen Folge unter anderem wäre, dass die „entmutigten Völker so zäh wie Wachs in den Händen der Besatzer nach Belieben verformt werden“ könnten. In Deutschland würden „Gewisse Machtkreise“ versuchen „ein militantes Deutschland hochzurüsten, das aber diesmal im fremden Auftrag (…) operieren soll“.
Die vermeintlichen Verantwortlichen für die Kriege in Afghanistan, Irak, Pakistan (!) und „Palästina“ wurden, wie es bei antisemitischen Verschwörungstheorien üblich ist, in Tel Aviv ausgemacht. Die „Kriegstreiber aus Tel Aviv“ richtete sich der Redner an seine “ jüdischen Freunde und Mitbürger“ seien „die Schuldigen“, die „beim Namen“ genannt werden sollten. Danach wurde der „Zionismus“ in einer ellenlangen Tirade verteufelt und sich gegen jede Form der Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen. Diese sei „keine Lösung, nicht realisierbar und nicht finanzierbar“. Es ging also ganz konkret um die Vernichtung Israels.
Trotzdem scheint das Bündnis, bestehend aus Elässers „Volksinitiative“, „HDR“, „Al-Quds-Initiative“ und Hörstels Organisation „Neue Mitte“ fast unter sich geblieben zu sein. Auch die Medien nahmen die Aktion kaum wahr. So berichtet lediglich das Querfront-Organ „Berliner Umschau“ und weigert sich dabei beharrlich Teilnehmer_innenzahlen zu benennen. Elsässer spricht wiederum von 100 Teilnehmer_innen. Diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen, schließlich steigert Elsässer die Teilnehmer_innenzahlen gerne, um den eigenen „Erfolg“ zu belegen.
Zeitgleich protestierte im Übrigen auch ein zweites Bündnis. Dieses Bündnis, bestehend aus etlichen „Palästina“-Komitees, aber auch dem DGB-Stadtverband Darmstadt, forderte, dass die „Gelegenheit“ in Deutschland genutzt werden sollte, um „Israel (…) für Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen zur Rechenschaft“ zu ziehen. Also eine Art „Volksgericht“ der Friedensbewegung. Auch diese Kundgebung blieb unter sich. Lediglich die „Berliner Umschau“ berichtet. Wie schon bei der ersten Kundgebung werden auch hier keine Teilnehmer_innenzahlen genannt.
Einen weiteren lesenswerten Bericht gibt’s bei Basisbanalität!

Faksimile des Berichts der „Berliner Umschau“.

Werbung für den Aufmarsch: Faksimile der Internetseite des „Kai Homilius Verlags“
Nachdem der „Club Voltaire“ in Frankfurt, durch eine Veranstaltung für Aufsehen und Proteste sorgte, bei der die Band „Die Bandbreite“ sowie der Querfrontler Elias Davidsson auftraten, scheinen die Macher_innen dieses „Clubs“ leider nicht zur Besinnung gekommen zu sein. Nun soll der ehemalige außenpolitische Sprecher der so genannten „Linkspartei“, Norman Paech, am 18.01.2010 im „Club Voltaire“ auftreten….
… den ganzen Bericht gibt es im neuen Reflexion-Blog: KLICK!
Am vergangenen Sonntag, den 3.1.2010, hatte „Dr. Seltsam“, ein Kaberettist der eigentlich auf den Namen Wolfgang Kröske hört, zum verschwörungstheoretischen Abend Mittag geladen. Mit Hilfe des Jürgen Cain Külbel sollte ein für allemal geklärt werden, wer die „Antideutschen“ bezahlen würde. In einer Veranstaltigungsankündigung hatte es geheißen:
„Natürlich sagt jeder sofort: Klar, der Mossad, aber wer kann das beweisen und was soll mit dieser in letzter Konsequenz selber antisemitischen Politikrichtung bezweckt werden?“
Mehr dazu im neuen Reflexion-Weblog: KLICK!
