Tag-Archiv für 'muslim-markt'

Die Konferenz der Anti-Europäer.

Der „Linksnationalist“ Jürgen Elsässer und seine „Volksinitiative“ planen eine „Aktionskonferenz“, auf der die Creme de la Creme der Verschwörungsideologen und Europa-Gegner auftreten soll, um „Argumente gegen den Euro-Wahn (…) einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen“….

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Arbeiterfotografie gegen Neda.

Die Gruppe „Arbeiterfotografie“ ist immer dabei, wenn es darum geht, die Thesen des iranischen Regimes zu verteidigen oder zu relativieren. Besonders stolz ist die Gruppe auf ihre Verteidigung des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad. Dabei hatte die Grup­pe angeblich ein Zitat des An­ti­se­mi­ten über­prüft und nach­ge­wie­sen, dass die­ser „nie zur Ver­nich­tung Is­raels auf­ge­ru­fen“ hatte, sondern lediglich anmerkte dass „die­ser Keim der Ver­derb­nis ver­schwin­den“ werde.
Nun hat sich die „Arbeiterfotografie“ mit mehreren Videos auseinandergesetzt, die die Demonstrantin Neda beim Sterben zeigen…

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Der Aufmarsch III

Wie in diesem Blog bereits vor einigen Wochen prophezeit haben der immer weiter nach Rechts abdriftende Jürgen Elsässer, sein Kompagnon Christoph R. Hörstel, die „Al-Quds-Initiative“ und der „HDR“ die gemeinsame Sitzung der deutschen Bundesregierung mit dem israelischen Kabinett dazu genutzt, um ihre anti-israelische Propaganda zu verbreiten. Mensch wolle sich in Berlin versammeln, „um klarzumachen, dass der Spaß in Deutschland vorbei ist“, hieß es drohend in einem Aufruf, der auf dem Blog des Anti-Anti-Deutschen und „Volksinitiative“-Vorturners Jürgen Elsässer veröffentlicht wurde (Screenshot).
Der prahlt in seinem Blog unterdessen mit einem Interview, dass die Zeitschrift „Galore“ 2007 mit ihm geführt hat. Dieses Interview liefert einen weiteren Einblick in die Thesen des Jürgen Elsässer, der ein Bündnis zwischen Gauweiler und Lafontaine beschwor und gegen emanzipatorische Linke polemisierte. Elsässers Anliegen ist seine „Kritik“ der „Cappuccino-Linke mit Multikulti und Partyleben“, der er tatsächlich den Vorwurf machte, dass Afghanistan in den „Köpfen dieser Leute erst frei“ sein würde, „wenn die Love Parade durch Kabul zieht“. So mutmaßt ein Elsässer über den Zustand in den Köpfen der „Cappucino-Linken“. Für eine Love-Parade in Afghanistan, dass steht für Elsässer fest, müsse mensch „diese Leute“ (!) „ausrotten“ (!). Im Stil einer schlechten Verschwörungstheorie mutmaßte Elsässer daraufhin, „dass bestimmte Hardliner genau das vorhaben“.
Auf der Kundgebung am 18. Januar 2010 sprachen unter anderem die „Al-Quds“-Initiative“ gemeinsam mit dem „HDR“. Das ist die „Organisation for Human Dignity and Rights“ („HDR“), dem deutschen Ableger der „chomeinistisch-islamistischen Grazwurzelbewegung ‚Özgür-Der‘ aus der Türkei, die in der ‚Islamischen Revolution‘ des Irans die Schablone ersehnenswerter Umbrüche erkennt“. Außerdem waren, wie schon bei den „Al-Quds“-Aufmärschen, Vertreter der „Neturei Karta“ anwesend: Diese „verabscheuen den jüdischen Notbehelfsstaat, da nur der Heiland ein jüdisches Königreich, in dem die Menschen Gottes Knechte sind, aufrufen dürfe“.


„Naturei Karta“ Aktivisten während der Holocaust-Leugner Konferenz in Teheran (2006)…


… und beim Verbrennen der israelischen Flagge in London (2002).

In den Reden dieses Aufmarsches gegen Israel, der als „Kundgebung“ getarnt worden war, wurden die einschlägigen Klischees bedient. Es war die Rede von einem „brutalen Zersetzungsprozess“, dessen Folge unter anderem wäre, dass die „entmutigten Völker so zäh wie Wachs in den Händen der Besatzer nach Belieben verformt werden“ könnten. In Deutschland würden „Gewisse Machtkreise“ versuchen „ein militantes Deutschland hochzurüsten, das aber diesmal im fremden Auftrag (…) operieren soll“.
Die vermeintlichen Verantwortlichen für die Kriege in Afghanistan, Irak, Pakistan (!) und „Palästina“ wurden, wie es bei antisemitischen Verschwörungstheorien üblich ist, in Tel Aviv ausgemacht. Die „Kriegstreiber aus Tel Aviv“ richtete sich der Redner an seine “ jüdischen Freunde und Mitbürger“ seien „die Schuldigen“, die „beim Namen“ genannt werden sollten. Danach wurde der „Zionismus“ in einer ellenlangen Tirade verteufelt und sich gegen jede Form der Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen. Diese sei „keine Lösung, nicht realisierbar und nicht finanzierbar“. Es ging also ganz konkret um die Vernichtung Israels.
Trotzdem scheint das Bündnis, bestehend aus Elässers „Volksinitiative“, „HDR“, „Al-Quds-Initiative“ und Hörstels Organisation „Neue Mitte“ fast unter sich geblieben zu sein. Auch die Medien nahmen die Aktion kaum wahr. So berichtet lediglich das Querfront-Organ „Berliner Umschau“ und weigert sich dabei beharrlich Teilnehmer_innenzahlen zu benennen. Elsässer spricht wiederum von 100 Teilnehmer_innen. Diese Zahl ist mit Vorsicht zu genießen, schließlich steigert Elsässer die Teilnehmer_innenzahlen gerne, um den eigenen „Erfolg“ zu belegen.
Zeitgleich protestierte im Übrigen auch ein zweites Bündnis. Dieses Bündnis, bestehend aus etlichen „Palästina“-Komitees, aber auch dem DGB-Stadtverband Darmstadt, forderte, dass die „Gelegenheit“ in Deutschland genutzt werden sollte, um „Israel (…) für Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen zur Rechenschaft“ zu ziehen. Also eine Art „Volksgericht“ der Friedensbewegung. Auch diese Kundgebung blieb unter sich. Lediglich die „Berliner Umschau“ berichtet. Wie schon bei der ersten Kundgebung werden auch hier keine Teilnehmer_innenzahlen genannt.

Einen weiteren lesenswerten Bericht gibt’s bei Basisbanalität!


Fak­si­mi­le des Berichts der „Berliner Umschau“.


Werbung für den Aufmarsch: Faksimile der Internetseite des „Kai Homilius Verlags“

Die andere Seite I.

Neben netten Menschen, die diesen Blog lesen hat sich auch Thomas Immanuel Steinberg („TIS“) in die Weiten des Netzes begeben und ist auf einen Beitrag über einen Auftritt der „Bandbreite“ im „Club Voltaire“ gestoßen. Dort wurde unter anderem auf einen Aufruf verschiedener Gruppen aus Frankfurt verwiesen, in dem der „Club Voltaire“ aufgefordert wurde, die „Ent­schei­dung die Band bei euch auf­tre­ten zu las­sen zu über­den­ken und die ge­sam­te Ver­an­stal­tung ab­zu­sa­gen“.

Fak­si­mi­le des Ver­an­stal­tungs­hin­wei­ses auf den Sei­ten der „Ar­bei­ter­fo­to­gra­fie“.

Thomas Steinberg verweist nun auf seiner Website „SteinbergRecherche“ auf diesen Blog (s. Screenshot) und macht diesem zum Vorwurf, dass er „auf gleichgesinnte deutsche Anti-Linke verweist“ und die „angeblich ‚Antisemitische Veranstaltung‘ verhindern“ wolle. Steinberg, der es mit Recherchen nicht so genau nimmt und der anscheinend nicht in der Lage ist, zwischen politischen Gruppen und einem kleinen Blog zu unterscheiden, ist genau die richtige Person, wenn es um die Verteidigung notorischer „Antizionist_innen“ und die Denunziation von Kritiker_innen geht. Insbesondere der bisherige erste Vorsitzende des „Club Voltaire“, Andreas Waibel, ist dabei ins Fadenkreuz der selbsternannten „Bandbreite“-Verteidiger geraten, nach dem er sich kritisch zur „Bandbreite“ und zur Gruppe „Arbeiterfotografie“ geäußert hatte. Ihm und allen anderen Kritiker_innen der „Bandbreite“ wurde unterstellt, dass sie „wie die Nazis gegen Kommunisten und Sozialdemokraten zur der Zeit der Weimarer Republik“ vorgehen würden. Mittlerweile ist dieses Zitat von Steinbergs Website verschwunden. Statt dessen heißt es „nur“ noch, dass Weibels verhalten an „Zionisten“ erinnern würde, die „gewohnheitsmäßig gegen ihre Gegner in und außerhalb Israels“ vorgehen. Das Zitat, in dem Waibel und andere Kritiker_innen in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt wurden, findet sich allerdings auf der Internetseite eines anderen Verschwörungstheoretikers, der die „Steinberg Recherche“ als Urheber verlinkt hat (Screenshot). Thomas Steinberg und Co machen, wie so oft, die Kritiker_innen des Antisemitismus zu angeblichen Täter_innen, die in die Tradition des Nationalsozialismus gerückt werden.


Steinberg Interview mit dem „Muslim-Markt“.


Steinberg auf einer bekannten Nazi-Seite.

Kein Wunder: Steinberg begeistert sich für krude Verschwörungstheorien, die aus dem antisemitischen Reservoir der deutschen Ideologie stammen: „Die Förderer“ des Antisemitismus „sind bekannt“ orakelte Steinberg in einem Text von 2008, der auch auf einschlägigen Nazi-Seiten verbreitet wird: „Sie sitzen im Zentralrat der Juden, auf der Achse des Guten und sogar in der Partei Die Linke. Sie geben vor, den Judenhaß zu bekämpfen, und schüren ihn.“ Steinberg bediente an dieser Stelle ein altes antisemitisches Klischee, bei dem Jüdinnen und Juden oder deren angebliche Unterstützer_innen für den Hass, den Antisemit_innen ihnen gegenüber empfinden, verantwortlich gemacht werden. In einer Variation wendet Steinberg das antisemitische Klischee auch auf alle (!) israelischen Politik seit 1948 an:

„Sie unterdrückt, quält und mordet. Damit stachelt sie nicht-jüdische In- und Ausländer zu Handlungen auf, die als Rechtfertigung für weitere Ausdehnung herhalten können.“
Es ist also nicht verwunderlich, warum sich auch Nazis an der „SteinbergRecherche“ erfreuen. Das sich solch ein Israel-Hasser wie Steinberg für die Verschwörungstheoretiker von der „Bandbreite“ und für die „Arbeiterfotografie“ stark macht, sollte also nicht verwundern. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass sich die politischen Positionen der genannten Gruppierungen und Personen nicht allzusehr unterscheiden.

Weitere Informationen zur „Bandbreite“ gibt es hier.

Einen Aufruf verschiedener Gruppen aus Frankfurt ist hier dokumentiert.

Informationen zur „Arbeiterfotografie“ und zu Davidsson gibt es hier.

Eine Reaktion des damaligen ersten Vorsitzenden des „Club Voltaire“ wurde hier dokumentiert.

Arbeiterfotografie vs. Israel.

Einen ganz besonderen Auftritt gibt es am 09.10.2009 in den Räumlichkeiten des „Club Voltaire“, in Kooperation mit der „Arbeiterfotografie“ aus Köln, zu bestaunen. Dort treten nicht nur die Verschwörungstheoretiker der „Bandbreite“ auf, die unter anderem behaupten das der 11. September, aber auch der japanische Angriff auf die Streitkräfte der USA in Pearl Harbour „selbst gemacht“ gewesen seien und die auch bei Nazis beliebt sind. Neben der „Bandbreite“ tritt auch der Komponist Elias Davidsson auf die „Bühne“ des „Club Voltaire“.
Davidsson hat sich zunächst als Komponist einen Namen gemacht. Heutzutage macht er allerdings eine ganz andere, antizionistische „Musik“, die in dem israelischen Staat die neuen Nazis erkennen will.

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Weise Bandbreite?

Die „Bandbreite“, eine deutsche „Rap“ Combo aus dem Ruhrgebiet, ist an dieser Stelle des öfteren erwähnt worden. Ihre sexistischen und homophoben Texte, aber vor allem ihre Verschwörungstheorien, haben in der Vergangenheit des öfteren für Aufsehen gesorgt und der Band einen Artikel bei „Spiegel Online“ beschert.

Nun scheinen die Macher der Band entgültig dort angekommen zu sein, wo sie Kritiker_innen schon länger vermuteten. Am rechten Rand des verschwörungstheoretischen Milieus. Die „Bandbreite“ unterstützt seit neuestem eine obskure Wahlbewegung, die einen „Friedensvertrag für Deutschland“ einfordert.

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