Tag-Archiv für 'nazis'

Geschichtsrevisionismus unter „Roter Fahne“.

Die Internetseite „Die Rote Fahne“, die von Stephan Steins betrieben wird, beruft sich auf die Rote Fahne, die von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht begründet wurde. Mit Rosa Luxemburg hat diese Internetseite allerdings nichts zu tun. Schließlich finden sich auf der Internetseite des „sozialistischen Magazins“ verschwörungsideologische Texte über den an­geb­li­chen „zio­nis­ti­schen Ter­ror in Deutsch­land“. Außerdem finden sich For­de­run­gen nach einem „Schuss mehr ge­sun­den Pa­trio­tis­mus und Kon­ser­va­tis­mus“, den Eu­ro­pa an­geb­lich ge­brau­chen könne. In einem Ar­ti­kel, der nach den Mor­den von Oslo und Utoya auf der Internetseite veröffentlicht wurde, schrieb Steins von einem an­geb­li­chen „zio­nis­ti­schen Hin­ter­grund der Ter­ror­an­schlä­ge“. Dort jammerte er über die angebliche „so­zia­le und kul­tu­rel­le Ent­wur­ze­lung“ der „au­to­chtho­nen Be­völ­ke­rung“. Doch vor allem hetzt das Ma­ga­zin um Ste­phan Steins gegen Is­ra­el: „Is­ra­el ist kein Staat“, heißt es dort. „Is­ra­el ist der Name des zio­nis­ti­schen Krie­ges“

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Der Hetzer.

Würde es einen Preis für die ekelhaftesten Verschwörungstheorie des Jahres 2011 geben, wäre er ein mehr als aussichtsreicher Kandidat. Er heißt Reinhard Lütkemeyer und betreibt den „explizit antisemitischen Weblog Blog ‚Scusi‘“. Dort hetzt Lütkemeyer, vor allem gegen „Itzhaks“ und „die global vernetzte US-Finanzmischpoke“. Die Revolten gegen das iranische Regime waren für ihn das „Ergebnis des schmutzigen Routinegeschäfts von Mossad, CIA und MI6″, für die Wirtschaftskrisen machte er „kriminelle jüdische Börsenhändler und Investmentbanker“ verantwortlich und für die mörderischen Terroranschläge vom 11. September 2001 „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ die amerikanische Regierung…

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Deutsche Abgründe.

Zehn Menschen sind tot. Dreizehn Jahre verrichtete eine rechte Terrorgruppe, die sich den Namen „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) gegeben hatte, ihr mörderisches Handwerk, ohne dass bundesdeutsche Behörden den Nazi-Tätern auf die Spur kamen. Nun ermittelt das Bundeskriminalamt und ist auch auf der Suche nach den Unterstützern dieser Vereinigung. Am 13.11.2011 wurde beispielsweise Holger G. verhaftet, der den Mördern seine Ausweise hinterlassen haben soll. Beate Zschäpe, Mitglied des NSU, befindet sich bereits seit dem 08.11.2011 in Haft und spekuliert von dort auf Strafmilderung…

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Die „Truther“ von der NPD.

Nicht nur die verschwörungsideologische Szene aus „Infokriegern“, „Truthern“ und sonstigen „Wahrheitsbewegten“ betreibt eine Umdeutung der historischen Ereignisse des 11. Septembers 2001. Eine derartige Deutung der Realität liegt auch deutschen Nationalsozialisten am Herzen, die mit der deutschen Verschwörungsszene den Hass auf die Vereinigten Staaten teilen. Während die einen am 10. September 2011 zu einem Aufmarsch in Karlsruhe mobilisierten, an dem sich circa vierhundert Verschwörungsfans beteiligten, organisierten die anderen am 10. Oktober 2011 eine ähnliche Aktion, auch wenn sich hier nur eine handvoll Teilnehmer einfand…

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Nazis im Weltall – IV.

Manchmal kommen die Nazis nicht nur aus dem Weltall, sondern auch mit „Reichsflugscheiben“ aus dem Erdinneren. Es ist kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich Menschen die behaupten, dass sich die ehemalige Elite der Nationalsozialisten nach 1945 in der Antarktis angesiedelt hätte. Nach dieser wahnhaften Verschwörungstheorie haben sich die Nazis 1945 in der Antarktis, im so genannten „Neuschwabenland“ niedergelassen. Sie führen von dort einen Krieg gegen die Allierten. Kein Wunder, dass solch eine Idee, die an schlechte Science-Fiction erinnert, literarisch aufgegriffen wurde, um einer deutschen Leser_innenschaft einen völkisch-braunen Mythos zu präsentieren. Inbesondere der schweizerische „Unitall“-Verlag, ein Ableger des deutschen „Hans-Joachim-Bernt-Verlages“, der die recht bekannte Science Fiction-Serie „Perry Rhodan“ vertreibt, macht mit solch brauner Science Fiction auf sich aufmerksam.
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Ein Nazi namens „Makss“.

Jetzt ist er entgültig dort angekommen, wohin es ihn schon immer zog. Die Rede ist von dem „linken“ Rapper „Makss Damage“, der mit Texten wie „Tötet diese antideutschen Hurensöhne“ das Herz des ein oder anderen Anti-Imperialisten erwärmte. Mit Zeilen wie „Lasst den David-Stern brennen, lasst ihren Zionismus untergehen“, begeisterte er „linke“ und andere Antisemiten. Der ehemalige SDAJ‘ler macht nun mit denjenigen Politik, die solche unverhohlene Vernichtungsphantasien ebenfalls propagieren. Aktuell sieht man „Makss Damage“, der auf den Namen Julian F. hört, auf Youtube. Dort wird er vom „Hitler von Köln“, dem fanatischen Nazi Axel Reitz, interviewt. Am 29.01.2011 beteiligte sich der Rapper bereits an einem Nazi-Aufmarsch in Wuppertal….

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Neue Fans III.

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Frieren am Feuer.

Wenn sich ein paar durchgeknallte Nazis in der Kälte treffen, um – mit Kinderpunsch und Stockbrot in der Hand – NS-Lieder zu grölen, klingt das in deren Nachbereitung so:

„Trotz der kälteren Bedingungen traf man sich in gemütlicher Runde zu einem Liederabend am Lagerfeuer. Im lodernden Schein der Flammen und unterm wundervollen Himmelszelt fertigte ein jeder sein Stockbrot, welches es anschließend in Verbindung mit alkoholfreiem Punsch zu genießen gab. Bei ausgelassener Stimmung trällerten alle in der Volksliedrunde mit. Das Singen (…) ist durch Sender wie MTV und Viva, akut bedroht. (…) Neben leckeren selbstgebackenen Plätzchen gab es wieder warmen Kinderpunsch.“

Kein Vergeben – Kein Vergessen.

Von nichts gewusst…

Die sehr sehenswerte Talkshow „Je später der Abend“ vom 30.10.1976, in der sich die Nazi-Filmemacherin Leni Riefenstahl als größtes Opfer des zweiten Weltkriegs inszeniert, kann mensch sich hier anschauen. In weiteren Rollen: Der Liedermacher Knut Kiesewetter als Sprecher der Jugend und der „Behinderten“. Außerdem: Elfriede Kretschmer, die sich gegen Hitler und seine AnhängerInnen engagiert hatte und wohl auch damit den Unmut der Riefenstahl erregte. In einer weiteren kleinen Nebenrolle ist der spätere ORB-Interdant Hansjürgen Rosenbauer als Moderator zu sehen, der Riefenstahls Inszenierung nichts entgegenzusetzen hat. Die will natürlich vor allem von nichts gewusst haben und gibt sich redlich Mühe, diese Nachkriegsentscheidung mit allen geschichtsrevisionistischen Mitteln zu rechtfertigen. Die NS-Propagandafilmerin in ihrer letzten großen Rolle: Eine Täterin gibt die verfolgte Unschuld…

… die Talkshow kann im neuen Reflexion-Blog angesehen werden: KLICK!